Warum fühlt sich Verantwortung oft wie eine Last an – obwohl sie der Schlüssel zu mehr Freiheit ist?
Shownotes
In dieser Folge spreche ich über einen Gedanken, der mich seit Langem beschäftigt. Viele von uns zeigen auf das, was passiert ist:
- auf die Krankheit,
- auf den Ex-Partner,
- auf die Kindheit,
- auf das System,
- auf andere Menschen.
Und manchmal ist das auch berechtigt. Aber was passiert, wenn wir dabei unsere eigene Handlungsfähigkeit verlieren?
Als Arzt und Psychotherapeut begegne ich täglich Menschen, die genau an diesem Punkt stehen. Ich erzähle von Patienten, Beziehungen, eigenen Erfahrungen und davon, warum Selbstwirksamkeit einer der stärksten Faktoren für psychische Gesundheit und Selbstwert ist.
In dieser Folge geht es nicht um Schuld. Es geht darum, die eigene Kraft zurückzuholen.
Du erfährst:
- warum Verantwortung nichts mit Selbstvorwürfen zu tun hat
- weshalb Selbstwirksamkeit dein Selbstwertgefühl stärkt
- wie wir in Beziehungen und Krisen unbewusst unsere Kraft abgeben
- warum Herausforderungen nicht unser Leben bestimmen müssen
- und wie kleine Entscheidungen große Veränderungen möglich machen
- Wenn dich die Folge berührt, freue ich mich, wenn du sie mit einem Menschen teilst, dem sie guttun könnte.
Weitere Impulse & Einblicke:
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00:00:00: Aber wenn wir Verantwortung verschieben und sagen, ich übernehme nicht die Verantwortung für etwas bedeutet das die Kraft und die Power im Leben etwas zu verändern gebe ich in Fremde.
00:00:13: In anderer Hände.
00:00:15: Und dann habe ich da deutlich weniger Spielraum noch mit zu agieren.
00:00:21: Wenn ich mir die Handlungsfähigkeit zurückhole wirklich hole mir die Selbstwirksamkeit zurück.
00:00:29: Riesigen Effekt auf meinen Selbstgewusstsein, weil ich wirken kann.
00:00:36: Ich kann beeinflussen!
00:00:37: Ich kann mein Leben beeinflussend und darauf einwirken.
00:00:40: Und ich kann darauf einen positiven Einfluss haben.
00:00:48: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge.
00:00:51: Sprechstunde mit dem Leben.
00:00:52: Ich bin Ben, Arzt- und Psychotherapeut und schön dass du da bist.
00:00:59: Ich möchte heute über ein Thema sprechen was sich Etwas herausfordern, finden das auch zu abstrahieren.
00:01:06: Ich habe schon eine Folge gestartet und die wieder in die Tonne geklappt weil ich es nicht so einfach finde die Dinge zu formulieren.
00:01:18: Es geht darum wie gehen wir damit um wenn etwas Herausforderendes im Leben passiert?
00:01:26: Das muss jetzt gar nicht unbedingt ein großes Thema sein.
00:01:30: Ich werde mich orientieren an tatsächlich großen Themen, um das klarer und deutlicher zu machen was das für einen Einfluss auf uns selber aber auch unser Umfeld hat.
00:01:40: Das kann aber auch ganz genauso in kleineren Themen und kleineren Geschichten sein Und zwar ist das Thema Verantwortungsverschiebung bzw.
00:01:50: Verantwortungsübernahme und es ist ja eigentlich eine Begrifflichkeit, Verantwortung zu übernehmen die sehr unpopulär ist.
00:01:58: Aber dafür solltest du Verantwortung übernehmen, das klingt sehr unattraktiv.
00:02:03: Man wehrt sich ein Stück weit dagegen und ich habe auch die Beobachtung gemacht nicht nur in meiner Praxis bei einigen Patienten sondern auch in sozialen Medien, liegt in Instagram das häufig Verantwortung verschoben wird.
00:02:16: Im Sinne von mir ist das und das geschehen, mir ist dass passiert... ...und das war nicht in Ordnung.
00:02:23: Das ist auch grundsätzlich nicht falsch solche Themen zu benennen.
00:02:27: aber die Frage ist was macht das mit uns selber?
00:02:31: Aber es macht das auch mit dem Umfeld wenn wir so agieren.
00:02:35: ich möchte mal ein Beispiel nehmen aus der Medizin.
00:02:38: Ich bin ja Mediziner, insofern kommen da einige Beispiele unter.
00:02:43: Und zwar ist es mir immer mal wieder begegnet das Patienten die schon eine chronische Herzerkrankung haben also eine Verengung der Herzkranzgefäße haben trotzdem ihren Lebensstil weiterführen wie hervorgegangen gewesen ist, zum Beispiel rauchen oder wenig Bewegung, Kohle Stress Level usw.
00:03:03: Also alle diese Risikfaktoren die da sind im Grunde genommen weiter führen.
00:03:08: und dann passiert es aber manchmal oder sogar häufig das der Komplikation auftreten.
00:03:14: Die Stents gehen nochmal zu also die Erweiterungen gehen noch mal zu.
00:03:18: Es muss noch einmal eine Intervention geschehen und dann müssen sie noch ins Krankenhaus und wenn dann was nicht so läuft wie Sie Patienten das gerne hätten dann sind sie verärgert darüber.
00:03:30: Das hätte man besser machen müssen, das hätte man so und zu machen müssen da hätte man Sohn zu agieren müssen.
00:03:35: Das ist ja auch durchaus nicht unberechtigte Kritik.
00:03:38: also Ärzte können sicherlich das eine oder andere besser machen.
00:03:42: Wir sind auch nur Menschen.
00:03:43: es passieren Fehler.
00:03:44: aber was passiert in dieser Situation?
00:03:46: Ja führt sein Lebensstil weiter oder seinen Leben weiter wie bisher und dann keine Komplikation auftreten, das weiß er nicht.
00:03:55: Kann passieren.
00:03:55: kann ich passieren?
00:03:56: Das Risiko ist zumindest erhöht wenn man sowas schon gehabt hat.
00:04:00: Und dann wenn etwas passiert Dann muss er darauf hoffen dass in dem Fall Ärzte oder Personal die das beherrschen um das wieder korrigieren.
00:04:10: das heißt Ich den Patienten jetzt zum Beispiel sagen würde im Vorfeld es ist wichtig, dass sie Verantwortung übernehmen für ihre Gesundheit.
00:04:19: Dann klingt das so wie soll man sagen so fordernd ja und der Patient währt sich in möglicherweise dagegen und sagt naja das ist doch mein Leben kann ich doch machen was ich will.
00:04:32: Das heraus von einer Situation aus allerdings dass wenn er sein Lebensstil natürlich auch machen darf, das auch völlig in Ordnung ist.
00:04:40: So weiter führt dann eben gibt er die Kraft etwas im seinem Leben zu steuern und zu verändern aus der Hand.
00:04:50: Das heißt, wenn er so weitermacht erhöhte das Risiko, dass sich das wiederholt ne?
00:04:54: Und ergibt dem ich sage jetzt mal Zufall sehr viel Spielraum.
00:05:00: und dann wenn etwas passiert was er dann wiederum nicht steueren kann gibt diese Patient die Verantwortung oder die Handlungsfähigkeit, sein Leben zu beeinflussen.
00:05:12: Oder in dem Fall seine Gesundheit, seinen Herz zu beeinflussen wieder in fremde Hände und muss darauf hoffen dass der es richtig macht.
00:05:20: natürlich für den Nachvollziehbar.
00:05:22: wenn er jetzt nicht alles hundert prozent läuft drüber neunzig Prozent oder sowas dann ist da natürlich die Frustration dar und das ist auch nachvollziehbare und das auch durchaus benennbar.
00:05:32: aber Er hätte die Möglichkeit gehabt die Kraft und die Power gehabt, das Leben vorher schon zu beeinflussen.
00:05:44: Die Wahrscheinlichkeit so reduzieren.
00:05:46: Das heißt er hat nicht Verantwortung für seine Gesundheit aber nochmal das andere Hände gegeben und ist dann darüber frustriert gewesen dass Dinge nicht so gelaufen sind wie er es gerne gehabt hätte.
00:05:57: Das heisst das Thema Verantwortungsübernahme ist eigentlich gar nicht so negativ konnotiert.
00:06:02: natürlich ist eine Herausforderung Und das kostet auch ein Stück weit irgendwie Kraft oder Energie.
00:06:08: Aber wenn wir Verantwortung verschieben und sagen, ich übernehme nicht die Verantwortung für etwas bedeutet dass die Kraft und die Power im Leben etwas zu verändern gebe ich in Fremde, in andere Hände und dann habe ich da deutlich weniger Spielraum noch mitzuagieren.
00:06:32: Und das erlebe ich, wie ich das Eingang schon erwähnt habe, durchaus auch in sozialen Medien.
00:06:39: Ich bin ja selber aktiv auf Instagram und LinkedIn... ...und merke es da immer wieder, dass da Verantwortung verschoben wird.
00:06:45: Also ein ganz großes Thema.
00:06:47: Man hat mir letztens mal gesagt, da werde ich mich dann auch irgendwann mal dran wagen.
00:06:50: Mal gucken, wie schnell das sein wird, weil es schon sehr herausforderndes Thema ist.
00:06:54: Das ist das Thema Beziehungen.
00:07:00: aber nicht nur auf sozialen Medien, Instagram.
00:07:02: Aber auch in meiner Praxis das dann davon gesprochen wird mein Ex-Partner war toxisch und diese Konstellation gibt es definitiv dass Partner toxisch sind oder ungesund für die Beziehung oder für einen selbst.
00:07:15: und dennoch wenn man dieser Haltung bleibt und sagt naja der der war nicht gut für mich oder er war toxische oder wie auch immer ... in dieser Haltung bleibt und quasi die Verantwortung an den Ex-Partner abgibt, dann verliere ich wieder die Kraft daraus etwas zu verändern.
00:07:38: Also nehmen wir das Beispiel zum Beispiel war bestimmen, war cholerisch und was auch immer... ... dann ist das die eine Seite, die andere Seite.
00:07:48: Aber wie gut ist meine Abgrenzbarkeit?
00:07:50: Wie gut ist meiner Fähigkeit... ... meine Bedürfnisse durchzusetzen oder zu sagen, wie auch immer?
00:07:55: Das sind bei manchen Persönlichkeiten sicherlich schwieriger!
00:07:59: Aber wenn ich die Verantwortung abgebe und sage, na ja der oder der ist schuld oder er hat das gemacht,... ... dann bleibt die Kraft dort und kommt nicht.
00:08:14: zu mir zurück.
00:08:14: Also ich gebe sie im Grunde genommen ab.
00:08:19: Bei LinkedIn ist etwas ähnliches, was ich beobachte, dass der Finger auf andere gezeigt wird und gesagt wird die hätten machen sollen oder man sollte das so und so machen und besser wäre.
00:08:30: Das ist ja durchaus auch berechtigt aber man gibt die Kraft der Veränderung ab.
00:08:37: Ich will da mit einem eigenen Beispiel das verdeutlichen.
00:08:43: vielleicht denkst du jetzt als Jörger, das ist nicht dein Thema.
00:08:46: Das habe ich auch lange gedacht.
00:08:47: ja, aber auch den Patienten gesagt, die müssen Verantwortung halten müssen, hab' ich nicht gesagt, aber es wäre sinnvoll sie bei der Verantwortung für das Thema, für die Erkrankung, für ihre Gesundheit wie auch immer und hab selber gedacht naja, übernehmen schon Verantwortungen.
00:09:02: Wer die letzte Folge gehört hat, erinnert sich vielleicht daran wer nicht gehört hat natürlich hören Der ändert sich dran, wie ich auch die Verantwortung auf die Damenwelt verschoben habe.
00:09:13: Also nicht die Damenwelt an sich aber auf die Beziehung, die ich geführt habe bis ich dann irgendwann gemerkt habe... ...die wiederholende Komponente in den ganzen Geschichten bin ich selber.
00:09:26: Jetzt kann ich so weitermachen.
00:09:30: Das hab' ich beim ersten und zweiten Mal gemacht.
00:09:31: das hätte ich auch so weiter machen können.
00:09:36: wie soll man sagen, mein Schema oder mich selbst oder meinen Antrieb.
00:09:41: Oder was mich antreibt könnte ich nicht in der Frage und dabei bleiben die Verantwortung zu verschieben und zu sagen das war derjenige oder in dem Fall diejenige?
00:09:54: dann wiederholen sich aber die Geschichten und ich gebe die Kraft der Veränderung also dass ich irgendwann mal Partnerschaft bin oder in einer Freundschaft bin die ausgewogen ist, die gleichmäßig ist.
00:10:08: Diese Kraft gebe ich aus der Hand indem ich wie soll man sagen?
00:10:12: Die Verantwortung verschiebe.
00:10:13: Das habe ich auch so gemacht bis ich dann irgendwann gemerkt hab Ich bin die wiederholende Komponente an der Geschichte und hol mir meine Verantwortung wieder zurück.
00:10:24: Ich geb sie nicht mehr ab sondern hole mir sie mir zurück und hole mir dadurch die Kraft da zurück etwas in meinem Leben so zu verändern, dass es sich positiv auswirkt.
00:10:37: Das heißt dieses Thema Verantwortung ist meines Erachtens deutlich negativ akonotiert als es tatsächlich ist.
00:10:44: das heißt wenn ich Verantwortung abgebe fühlt sich das ein Stück weit erst mal leichter an.
00:10:49: deswegen glaube ich tendieren einige auch dazu also Patienten aber genauso auch ganz normal im Privatleben Weil es schon ein Stück weit Energie braucht, die Verantwortung zurückzuholen und dazu auch zu stehen.
00:11:07: Und zu sagen naja gut das ist jetzt mein Anteil an der Geschichte aber Der deutlich positiver Aspekt ist dass ich mir die Kraft Zurückhole etwas zu verändern In meinem Leben ja sei es im privaten Bereich oder sei es auch wenn bei Erkrankungen.
00:11:26: also ich habe ganz unterschiedliche Patienten die ganz unterschiedlich mit den Erkrankungen gehen.
00:11:33: Also ich habe Patienten, die werfen kleine Sachen aus der Bahn weil sie das Gefühl haben die Handlehmungsfähigkeit zu verlieren, weil sie nicht die Verantwortung übernehmen und sagen naja gut was kann ich jetzt daran verändern?
00:11:47: Und es gibt welche hier wirklich schwere Erkankungen wo ich meinen Hut ziehe und sage krass wie die damit umgehen.
00:11:53: Ich habe jetzt kürzlich eine junge Patientin gehabt.
00:11:56: die war Ende des Teenage-Alters, und da stand dann eine kronenscheinzündliche Darmerkrankung im Raum.
00:12:02: Und die Diagnostik war ein bisschen schwierig.
00:12:05: Man muss gar nicht so selten ist bei Kronenschenzündlichen Darmerkrankungen am Anfang.
00:12:09: Ein bisschen defus, das heißt die Ärzte haben sich auch ein bisschen widersprochen.
00:12:14: Nicht in Sinne von weil sie nicht kompetent waren, sondern weil der Fall nicht eindeutig gewesen ist.
00:12:22: Also es ist nicht immer so einfach, dass klar darzustellen Und diese Patientin hat aber nicht die Verantwortung verschoben im Sinne von, ja warum machen sie nicht gescheite Arbeit und warum kriege ich jetzt nicht endlich meine Diagnose gesagt um eine Therapie sondern Sie hat darauf vertraut dass die ihr bestes tun den aktuellen Stand genommen.
00:12:45: Und gesagt wie kann ich jetzt idealerweise damit umgehen?
00:12:50: Also was ist mein Anteil?
00:12:52: und ihr Anteil war dann zumindest mal die erste Überlegung zu sagen, ich verändere etwas an meine Ernährung.
00:12:57: Dass ich zumindest das Risiko verringere, dass da Beschwerden auftreten.
00:13:02: Und hat sich dadurch die Handlungsfähigkeit die Kraft wieder zurückholen?
00:13:07: Wenn sie jetzt gesagt haben ja, die machen nichts und Diagnose, dann wartet sie drauf bis sie dann zurecht kommen
00:13:12: usw.,
00:13:13: dann vergibt sie die Handlungspfähigkeit ab, einmal anstatt sie sich zurückzuholen.
00:13:18: Heute spielt Alexander Zverev, ich bin total selber Tennis.
00:13:24: Total dabei und drücke ihm absolut die Daumen, dass er das schafft heute den Grand Slam in Paris zu gewinnen.
00:13:31: aber hinter Alexander zverev steckende krasse Geschichte und zwar hat der Typ I Diabetes.
00:13:40: Mehrere Ärzte haben ihm gesagt professionelles Tennis auf hohem Niveau ist mit Typ I diabetes nicht möglich.
00:13:47: Ich kann das absolut nachvollziehen, dass die Ärzte das gesagt haben.
00:13:50: Heutzutage sagten wir, wer hätte man sowas sagen können?
00:13:52: Sieht man ja!
00:13:53: Aber grundsätzlich mit dem Typ I so einen High-Level-Sport zu betreiben und der ist ja unter den Top drei seit Jahren manchmal vierter aber immer auf höchstem Niveau.
00:14:07: Das zu schaffen in einem Typ I Diabetes geht nur... Wenn man Verantwortung übernimmt.
00:14:14: Und das klingt, auch wenn ich das ausspreche verantwortlich ist, klingt irgendwie so negativ ja?
00:14:19: Aber er hat sich dadurch die Möglichkeit gegeben... ... solches Tennis auf so hohem Niveau zu spielen und seinen Traum oder seine Freude zu verwirklichen.
00:14:32: Das heißt, er hat nicht gehadert damit und gesagt Ich hab ein Typ eins und ich lieb aber Tennis.
00:14:37: Und kann nicht, und durf wie auch immer, sondern er hat sich die Verantwortung zurückgeholt... ...und gesagt, ich habe Typ eins hier Betis!
00:14:48: Und ich schaue welche Möglichkeiten.. ..ich habe trotzdem meinen Traum zu verwirklichen.
00:14:54: das heißt er hat es sich die Kraft und die Power.. ..zurück geholt und damit Handlungsfähigkeit geschaffen.
00:15:03: Das heißt dieses Thema Wenn etwas auf mich zukommt oder mich trifft und ich damit umgehen kann, im Bezug zum Thema Verantwortung macht einen großen Unterschied in meinem Leben.
00:15:22: In meinem persönlichen Leben aber auch an meinem Umfeld.
00:15:25: Das heißt Ich habe die Möglichkeit dadurch dass ich Verantwortung zurückhole und überlege wie kann ich mit so einer Situation umgehen?
00:15:32: Die Möglichkeit Kraft zu entfalten und mein Leben zu bestimmen Und der möglicherweise einfacher Weg zumindest zu Beginn, zu sagen ich verschieb die Verantwortung jemand anders hat die Schuld oder jemand anderes ist das Problem.
00:15:47: Fühlt sich vielleicht am Anfang leichter an.
00:15:49: also wenn man sich das so emotional vorstellt, die Verantwortung abzugeben fühlt sich dann erst mal leichter ein ja aber damit gebe ich die Kraft ab in meinem Leben etwas positiv zu verändern.
00:15:59: das heißt Ich weiß gar nicht, welches Wort ich dafür verwenden soll.
00:16:05: Ich werde passiv, ja?
00:16:08: Ich werde abhängig von den Entscheidungen anderer.
00:16:10: Abhängig ist das richtige Brief, der richtige Begriff.
00:16:13: Wenn ich Verantwortung abgebe dann werde ich abhängige von Entscheidungen anderen und da kann man absolut machen, jeder Mensch ist frei sein Leben zu gestalten wie er das möchte.
00:16:28: aber in Abhängigkeit gebe ich natürlich Verantwortung ab Ja, und damit auch die Kraft ab an meinem Leben etwas zu verändern.
00:16:38: Und ja wir sehen jetzt zum Beispiel an Misha Zverev ein Typ eins Diabetes und trotzdem High Level Tennis spielen auf höchstem Niveau.
00:16:50: Auf Weltklasse Niveaux müssen wir jetzt nicht alle machen das ist schon klar.
00:16:54: aber dieses Beispiel zeigt dass wir Herausforderungen haben können.
00:17:01: oder auch die Teenagerin wo die Diagnose eines einer chronischen Entzündlichen-Darm-Erkrankungen stand.
00:17:07: Wir können Herausforderung begegnen und sie können großen, klein sein.
00:17:11: es können auch Tumorerkrankungen sein und wir entscheiden aber wie wir damit umgehen möchten geben wir unsere Handlungsfähigkeit quasi ab und begeben uns in Abhängigkeit von unserem Umfeld oder von denjenigen die dann entscheiden müssen wie jetzt zum Beispiel beim Herzkranken Patienten dass das dann irgendwann ein Arzt wieder rettet eine Kardiologe oder übernehme ich selbst die Verantwortung.
00:17:35: Wir können nicht alles steuern, also wir haben jetzt den Teenager, also die Teenagerin mit der möglichen chronischen und entsinnlichen Damerkrankung.
00:17:46: Die hat nicht die komplette Handlungsfähigkeit.
00:17:48: Die Erkrankung oder zumindest stimmt da irgendwas nicht, ne?
00:17:52: Tumerkrankungen haben auch nicht immer etwas damit zu tun wie ich mein Leben geführt habe.
00:17:56: ja das sind manchmal auch genetische Faktoren mit beteiligt auch bei Herzerkrankung und so weiter.
00:18:00: Das heißt ich hab natürlich Fakturen, die ich nicht beeinflussen kann.
00:18:05: Auch was ich als Kind halt oder Jugendlicher erlebt habe Ich habe keine... Da habe ich wenig Spielraum.
00:18:12: der steigt mit dem Alter Und mit manchen Gegebenheiten kann ich nicht beeinflussen, mit denen ... ... darf ich lernen umzugehen.
00:18:20: Aber es gibt einen großen Anteil wo ich mir die Handlungsfähigkeit zurückholen kann indem ich Verantwortung übernehme.
00:18:30: Wenn man vielleicht mal so in die Kinder zurückblickt dann haben wir das öfter gemacht.
00:18:34: Da hat man dann irgendeinen Mist angestellt und dann wusste man jetzt gibt's Ärger Und da ist sie vorgestellt worden, wer war's?
00:18:43: Das ist dann dieses Gefühl von ich geb die Verantwortung ab.
00:18:45: Wenn ich dann sage, ich war es nicht oder der war es oder wie auch immer, dann machts mir das zwar leichter aber ich gebe die Handlungsfähigkeit ab.
00:18:56: Das heißt, ich kann nichts damit machen.
00:19:00: Also gegebenenfalls zwar der Strafe... aber ich gebe die Handlungsfähigkeit ab.
00:19:08: Das heißt, ich bin nicht mehr der Entscheider meines Lebens.
00:19:15: und das ist so.
00:19:16: das Gefühl wenn wir uns etwas passiert und wir geben die Verantwortung ab und wir zeigen mit jemandem auf dem Finger oder sagen ne ich übernehme die Verantwortung nicht dann wird sie irgendwann jemand anderes übernehmen.
00:19:28: dass das gleiche ist in Beziehungen ähnlich geht jetzt nicht ins Detail drauf ein.
00:19:34: Aber wenn ich da nicht Verantwortung für die Beziehung übernehme oder auch Erziehungen, dann übernimmt jemand anders den Teilen.
00:19:43: Oder den Handlungsbereichen und kann ich über diesen Bereichen nur noch wenig entscheiden?
00:19:51: Und wenn ich dann aber sage naja es läuft aber nicht in dem Sinne wie ich das gerne hätte... Dann soll man sagen beschwere ich mich über meine eigene Entscheidung.
00:20:03: Das heißt, ich gebe die Verantwortung ab, ich geb' die Handlungsfähigkeit ab und da funktioniert es nicht so wie ich das gerne hätte... dann ja... beschwer ich mich selber!
00:20:14: Weil ich hätte es ja zurückholen können.
00:20:16: auch wenn's in dem aktuellen Moment anstrengender ist Die Handlungsfähigkeit zurückzuholen, die Verantwortung wieder zurückzohlen So ist es dennoch langfristig gut für mich weil ich mein Leben gestalten kann.
00:20:32: Ich kann mir das Leben zu bauen, wie ich es gerne hätte und bin nicht mehr
00:20:38: abhängig.".
00:20:40: Das hat übrigens einen Riesenfaktor beim Selbstwert, die Selbstwirksamkeit ist jetzt eine neue Begrifflichkeit.
00:20:47: aber im Grunde ist es ja die Handlungsfähigkeit zurückzuholen Verantwortung fürs eigene... Handeln zu übernehmen, zu merken was dann passiert und positive Erfahrungen zu machen beziehungsweise auch negativ und sagen okay ich mache das jetzt anlassen.
00:21:00: Das heißt wenn ich mir die Handlungsfähigkeit zurückhole wirklich hole mir selbst Wirksamkeit zurück und es hat einen riesigen Effekt auf meinen Selbstbewusstsein, weil ich wirken kann.
00:21:14: Ich kann beeinflussen, mein Leben beeinflussend und darauf einwirken.
00:21:19: Und ich kann darauf einen positiven Einfluss haben.
00:21:21: wenn ich die verantwortung dauerhaft abgebe... ...und die Handlungsfähigkeit abgebe dann habe ich das Gefühl.. ..ich kann nicht handeln.
00:21:31: Begeben wir immer wieder Patienten und es ist nicht negativ gemeint.
00:21:36: Ich erinnere noch mal daran, dass ich selbst diesem Stema starke.
00:21:39: Aber ich gebe garantiert noch Punkte wo ich auch in dem Schema noch drin bin.
00:21:44: Aber es gibt viele Patienten die sagen ja hilft nicht und das hilft auch nicht Und das habe ich auch schon probiert ne?
00:21:50: Die sind In einer frustranen Situation und sagen dann auch manchmal kein Arzt kann mir helfen oder Niemand sieht mich oder wie auch immer.
00:22:01: natürlich braucht des Ärzte die sehen Und es braucht Menschen, die einen sehen.
00:22:08: Gleichzeitig ist es aber wichtig dass wir uns selber sehen und dass wir unsere Handlungsfähigkeit sehen und sie wieder zurückholen um gestalten zu können.
00:22:20: Ich glaube den Punkt habe ich jetzt einigermaßen darstellen können.
00:22:26: Am Anfang habe ich lange darüber nachgedacht weil ich das gestalten kann Punkt unheimlich wichtig finde.
00:22:33: Ich habe gemerkt wie in meinem Leben, wie stark ein das prägt und ich merke dass bei so vielen Patienten wie stark diese Entscheidung das eigene Leben prägte.
00:22:43: ja weil wir uns die Power und Kraft wegnehmen der Mensch auf der ganzen Welt der am stärksten unser Leben beeinflussen kann sind wir selber große Teile über die wir entscheiden können.
00:23:04: Das tut gut daran, wenn wir diese Handlungsfähigkeit und diese Kraft uns wieder zurückholen, uns die Verantwortung wieder zurück holen und uns die Möglichkeiten schaffen unser Leben zu gestalten auch wenn noch so viele Herausforderungen in unserem Leben sind.
00:23:21: Die wird es geben.
00:23:21: ein perfektes Leben gibt's nicht.
00:23:23: ja Wir sind auch nicht perfekt als Körper als Psyche.
00:23:27: wie auch immer da gibts immer stolper Steine.
00:23:31: Das heißt, die Herausforderungen werden kommen und wir können es aber gestalten.
00:23:39: Wenn ich diese Folge noch begleitet, berührt hat dann würde mich freuen wenn Sie mit einem Menschen teils von dem Du sagst ja ich glaube der könnte ganz gut gebrauchen für weitere Gedanken.
00:23:53: schaut gerne bei mir auf insta oder link den mit rein hofft und wünsche mir jetzt einfach dass du ein bisschen was mitnehmen konntest für den Alltag Und total schön, dass du dabei warst und ich freue mich bis zur nächsten Sprechstunde mit dem Leben.
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