Warum sich alles normal anfühlen – aber trotzdem nicht stimmig sein kann
Shownotes
Manchmal ist da dieses Gefühl. Nicht laut. Nicht klar. Aber da.
Eine leise Unruhe, die sich nicht erklären lässt. Obwohl im Außen alles passt.
Vielleicht kennst du das: Du bist in einem Leben, das eigentlich stimmt – und spürst trotzdem, dass etwas fehlt.
In dieser Folge geht es um genau diese Momente. Um das, was wir oft übergehen. Und um die Frage, ob diese Unruhe vielleicht kein Problem ist – sondern ein Hinweis.
Ein Hinweis darauf, dass etwas in dir gesehen werden will. Oder gelebt.
Weitere Impulse & Einblicke:
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00:00:00: Auf der einen Seite werden wir unruhig, wenn wir Dinge anders tun als sie tief in uns drin liegen.
00:00:06: Und auf der anderen Seite wären wir aber auch unruhmig, weil wir Dinge tun, die unserem gelernten System widersprechen.
00:00:13: Ich beobachte bei mir in der Praxis relativ viel das Patienten erst dann im übertragenen Sinne aufs Handy zu schauen und sie unterwegs sind, wenn sie vom Auto angefahren worden sind wenn sie dann eine Situation hatten und es gerade gehubt.
00:00:29: Ich habe gemerkt, dass diese innere Unruhe, die wir häufig weg haben wollen oder dieses Druckgefühl ja... Dass das gar nicht unbedingt, obwohl wir häufig dazu neigen oder viele Patienten von mir da zu neigen, dass das gar nie unbedingt ein negatives Gefühl ist.
00:00:44: Also negativ im Sinne von ich muss das weghaben.
00:00:51: Und mich hat einen Gedanke aus der vorletzten Folge nicht losgelassen.
00:00:59: Als die Andrea davon erzählt hat, dass sie auf dieser Party stand und das Gefühl hatte eigentlich ist alles gut.
00:01:07: Die ganzen Freunde sind da und eigentlich musste sie glücklich sein.
00:01:13: aber hat das Gefühl habt irgendwas stimmt nicht.
00:01:18: Sie gefragt warum ist sie nicht glücklich?
00:01:21: Was ist das für ein Gefühl?
00:01:24: Dieser Gedanke habe ich nicht losgelassen.
00:01:26: Ich hab da eine ganze Weile drüber nachgedacht, auch reflektiert in Bezüglich meinem Leben.
00:01:31: Er hat kürzlich einen Patienten gehabt und hat das auch noch mal angeteasert.
00:01:34: Da erzähle ich gleich nochmal was zu... Und ich habe mir die Frage gestellt wenn man jetzt in so einer Situation ist wie jetzt die Andrea oder wie das auch ein Lebensabschnitt von mir der Fall war wer hat sich das angefühlt?
00:01:49: Warum stelle ich diese Frage?
00:01:51: Weil in den Situationen weiß man ja häufig gar nicht was los ist.
00:01:56: Also die andere hat sich die Frage gestellt, ich habe mir die Frage in meinem Leben auch relativ häufig gestellt dass ich In der Situation war und das Gefühl hatte komisch seltsam.
00:02:11: Kann das vielleicht so ein bisschen versuchen zu vergleichen?
00:02:14: Weiß nicht ob du das schon kennst oder ob es selber schon erlebt hast wenn man so durch die Stadt tingelt Und entweder ein Handy vor der Nase hat und irgendetwas liest was man natürlich nicht machen sollte Und dann über Ampeln geht und so unterbewusst mitbekommt, dass jetzt die Ampel grün ist.
00:02:30: Da ist irgendwo ein Auto... ...und dann geht man so durch Stadt durch oder man hört einen Podcast, das ist gedanklich ganz woanders auch möglicherweise im Auto.
00:02:41: Dann passiert irgendwas Unerwartetes und plötzlich erwacht man so aus Natrons.
00:02:50: Also keine Ahnung.
00:02:51: wenn man dann überall die Ampel geht wird man so bewusst und nimmt dann wahr, da war ein Auto... wie bin ich eigentlich hergekommen?
00:03:02: Ja also beim Laufen durch die Stadt oder beim Autofahren.
00:03:07: Und eine ähnliche Situation ist das jetzt bei Andrea gewesen und ich habe mich daran erinnert dass da viele Situationen in meinem Leben auch waren und man ja dann kurz aufmerksam wurde und sich dann so einen Gefühl eingestellt hat von, ich würde mal sagen Unruhe, Unklarheit und man aber nicht so richtig wusste was man damit anfangen soll.
00:03:33: Wenn ich da in mein Leben ganz weit zurückblicke gab es immer wieder solche Momente die ziehen sich bis heute aber damals waren das relativ starker Moment.
00:03:45: Ich kann mich noch daran erinnern wo ich einmal an einem Strand lang gelaufen bin mit Bekannten aus meinem damaligen Umfeld nahen bekannten Und ich war noch in diesem, wie soll man sagen funktionierenden Kontext und bin dann an so einer Bar vorbeigelaufen.
00:04:10: Da war richtig Party!
00:04:11: Da war so richtig hart Party... Ich habe innerlich irgendwie stehengeblieben und hab gedacht Mensch der hätte ich so Bock drauf und hat mir die freie gestellt warum mache ich das eigentlich nicht?
00:04:28: Also zur Erklärung dazu, ich habe zwischen meinem... Lügen.
00:04:33: Sechzehnten und das muss ich echt nachdenken.
00:04:37: Sechsund dreißig, siebdreißigsten Lebensjahr keinen Tropfen Alkohol getrunken.
00:04:41: Das macht man nicht.
00:04:44: Es gehört sich nicht!
00:04:46: Und das war so ein Moment wo ich kurz stehen geblieben bin und dann hab' ich kurz reflektiert und hab' gesagt ja aber es gehört sich nichts.
00:04:53: Das machen wir nicht.
00:04:54: Das war also so ein kleiner Moment wo man sagt hmmm habe ich eigentlich Lust drauf, hab' ich Bock drauf.
00:04:59: Ich sag jetzt nicht dass jeder Party machen soll um Gottes Willen aber das sind so Momente wo man kurz wach wird und man weiß nicht so richtig was man damit anfangen soll weil irgendwas in einem drin sagt einem oder macht einen so wach so bewusst wie wenn man da über die Ampel unter unbewusst läuft und dann plötzlich das Auto kommt.
00:05:26: dann ist man so ein bisschen lost aber trotzdem auch ein bisschen bewusst und man neigt dazu oder ich habe dazu geneigt nicht mal ich hab dazugeneigt den kopf zwar in diesen situationen kurz anzuheben, aber dann wieder in den bekannten modus zu wechseln.
00:05:48: warum?
00:05:49: Ich kann nur darüber spekulieren.
00:05:51: also ich glaube es war auf der einen seite funktionieren zu wollen, mich zu definieren.
00:05:59: Aber das was ich tue und mache und dann keine in Anführungsstrichen Sekunde verschwenden aber auch glaube ich ganz stark die Prägung von diesen gelernten Systemen also wie Dinge zu laufen haben.
00:06:13: wenn man das Beispiel jetzt nimmt mit der Bar Da war ein kleiner Impuls in mir drin zu sagen, hätte ich echt mal Bock drauf und dann kam aber gleich das gelernte System.
00:06:26: Das gesagt hat, ne macht man nicht gehört sich nicht Selbstkontrolle whatever!
00:06:32: Und ja das ist so... du merkst schon es ist irgendwie schwer zu greifen wie sich diese Momente anfühlen.
00:06:43: Es ist so ein unklares undefiniertes Gefühl.
00:06:48: Ich habe den Eindruck, wenn da zwei Systeme aufeinandertreffen.
00:06:52: Das ist einmal das was tief in uns drin liegt also nicht dass im Tief drin liegt Partie zu machen aber tief in mir drin lag dann dieser Wunsch einfach mal auf Ausgelassenheit Spaß und Freude Und dann auf der anderen Seite des gelernte systemen zu sagen die selbstkontrolle man darf sich nicht verlieren alkohol ist kein thema und so weiter.
00:07:18: Und das ist glaube ich relativ tricky, wenn es dann auch auf den Modus Stress trifft wo wir sagen unser Leben ist so voll dass wir gar nicht dazu kommen nachzudenken Dann rutschen wir das psychologisch so automatisch in das bekannte Muster Das heißt wir gehen in so ein Automationsmodus und dann passiert irgendwas in unserem Leben.
00:07:46: Das muss jetzt nicht was riesiges sein, es kann auch etwas Kleines sein.
00:07:49: Und dann haben wir so kleine Momente der Aufmerksamkeit wo wir uns ja desorientiert fühlen und unklar fühlen... ...und dann gibt's hier eine Möglichkeit wieder in den bekannten Modus zu gehen indem ihr es weitermachen wie vorher.
00:08:11: also keine Ahnung wenn wir das Beispiel mit dem Handy Ja, also das Auto hupt.
00:08:17: Ich mach den Kopf hoch und denk mir... Ah ok!
00:08:23: Glück gehabt!
00:08:24: Aber der Gefahr ist ja vorbei und guck wieder aufs Handy und gehe weiter.
00:08:28: Das kann ich natürlich wiederholen und irgendwann ist es vielleicht auch enger, dass was passiert, aber dazu neigen wir.
00:08:35: Dazu habe ich auch geneigt die Dinge dann ähnlich zu machen.
00:08:38: Also aus der Situation damals keine Schlussfolgerung gezogen hat etwas in mir zurückgelassen, sodass ich mich bis heute daran erinnern kann.
00:08:48: Aber in der damaligen Situation... ...hat es zu keiner Handlung geführt.
00:08:55: Das heißt, ich habe den bekannten Modus fortgefühlt.
00:09:02: Bei Andrea, in der vorletzten Folge war das ja ähnlich.
00:09:06: Sie hat das auf dieser Party gemerkt und es hat aber eine ganze Weile gebraucht, bis sie sich den Raum gegeben hat, dass was tief in den drin liegt ... zu entdecken und zu schauen, was das mir dir macht.
00:09:22: Warum finde ich das Thema so spannend?
00:09:26: Auf der einen Seite werden wir unruhig... wenn wir Dinge anders tun als sie tief in uns drin liegen.
00:09:40: Und auf der anderen Seite wären wir aber auch unruhmig,... wenn wir die Dinge tun, die unserem Gelerntensystem widersprechen.
00:09:48: Wir haben von einem Freund im Psychotherapeut in den Spruch gehört Das schlechte gewissen schlägt nicht dann an, wenn wir etwas falsch gemacht haben.
00:09:58: Sondern... Wir etwas anders machen wie das was wir gelernt haben und das macht es natürlich herausfordernd dass wenn solche situationen auftreten Wir nicht klar einsortieren können Wohin wird jetzt packen sollen?
00:10:16: ist das jetzt das tiefe renne?
00:10:18: ich ja.
00:10:21: Ist es das gelernte system und ein eigener dazu, weil das Leben so voll ist im Stressmodus das zu machen was wir immer gemacht haben.
00:10:29: Und verpassen die Gelegenheiten... ...die Dinge so zu gestalten dass sie uns mehr Spaß machen.
00:10:40: Ich versuche das nochmal mit einem anderen Beispiel deutlich zu machen warum es ich dieses Thema so spannend findet.
00:10:47: ja mal angenommen wir möchten einen Herzinfarkt vermeiden.
00:10:52: Ein Herzinfakt möchte keiner haben Und wenn dann der Schmerz auf der Brust so groß ist, dass er nicht weggeht.
00:11:02: Dass ich einen Krankenwagen holen muss und mit blaulichter Notarzt in die Klinik muss und geschaut werden muss, dass ich das gerade noch überlebe, Katheter gemacht werde usw.
00:11:12: Dann ist das so.
00:11:13: letzte Eisenbahn.
00:11:17: aber besser wäre es ja, wenn man das frühzeitig merkt!
00:11:23: Die Frühsymptome sind Alles andere als so eindeutig.
00:11:27: Aber sie würden mich dafür schützen, einen Herzinfarkt zu bekommen und erst gar nicht in eine schwierige Situation zu kommen.
00:11:36: Ich beobachte bei mir in der Praxis relativ viel das Patienten erst dann im übertragenen Sinne aufhört aufs Handy zu schauen wenn Sie unterwegs sind, wenn Sie vom Auto angefahren worden sind Und nicht, wenn sie da ne Situation hatten uns grad gehubt.
00:11:55: Und die diffusen Symptome bei einer verängelten Hartz-Kranzgefäße kann sein, dass man dann Druck verspürt unter Belastung oder das man nicht mal so leistungsfähig ist.
00:12:07: Dass man nicht so gut Luft bekommt.
00:12:12: und ich glaube, dass ebenso eindeutig bei diesen Wendepunkten in unserem Leben diese Symptomen sind.
00:12:19: Dass wir merken irgendwas ist unreimig, irgendwas passt nicht ganz zusammen.
00:12:29: Ist es schwer, dem nachzugehen oder das zu entdecken?
00:12:33: Ich habe das mal mit einem Patienten veranschuldigt.
00:12:37: Er war kurz, ist gar nicht so lange her, war dabei mir in einer psychotherapeutischen Sprechstunde und er hat mir erzählt dass er immer wieder einen Druck auf der Wurst verspürt.
00:12:48: Lustig passt ganz gut zu dem Thema!
00:12:50: Und er hat alles abklären lassen, Kardäologe also der Herzarzt hat alles geprüft und gecheckt Und der hat gesagt, mit März hat das nichts zu tun und dann ist neurologisch abgeklärt worden.
00:13:00: Unter Lungenfachhatzen alles ist abgeklärt worden aber es ist nichts rausgekommen.
00:13:07: Er hat sich selber beobachtet und hat gemerkt dass dieses Gefühl von Druck immer dann auftritt wenn er Stress hat er später erst gemerkt in Situationen wo's unklar war.
00:13:23: Und dann hat er gesagt, naja sowas kann ja, man hat gelesen Google kann ja bei Stress auftreten.
00:13:28: So ein Druckgefühl wenn man viel Stress hat aber bei ihm ist es im Urlaub passiert.
00:13:32: Zwei in unklaren Situationen... Aber im Urlaub und er wollte, kam zu mir dann die Sprechstunde, die Psychiotherapeutisch-Sprechstunde hat gesagt Ich finde dieses Gefühl unangenehm und ich möchte das weg haben.
00:13:47: Ich möchte dass das nicht mehr auftritt.
00:13:50: Das heißt der Körper hat hier Ein Gefühl also jetzt in dem Fallen Druckgefühl aber ein Unruhrgefühl ihm gegeben.
00:14:00: Weil es gesagt ich fühle mich jetzt nicht mehr wohl ja das lange Jahre nicht wahrgenommen weil er im Ruf war, wenn er bei deinen Rentnern da hat er das dann wahrgenommen und das hat ihn irritiert.
00:14:11: ... das Gefühl und er konnte das nicht zu sortieren.
00:14:15: Er hat gesagt, wo gehört das hin?
00:14:17: Was ist das ja?
00:14:18: Es kann auch was anderes sein.
00:14:19: deswegen Arzt und Kardiologe... Und das finde ich so ein bisschen die Krugs an der Geschichte wenn wir durchs Leben gehen dass wir diese Schwellen oder diese feinen Punkte... ...nicht wahrnehmen und es verpassen mit uns selbst... ...Synchrone zu sein!
00:14:37: Ich erinnere mich noch dran vor... Boah jetzt muss ich schon nachrechnen wie viele Jahre es sind.
00:14:42: Ungefähr zehn Jahren Wo ich das Gefühl hatte, dass meine innere Unruhe so groß geworden ist... ...dass ich dieses Leben, was ich bisher geführt habe, dieses funktionieren Leben... ...dieses angepasste Funktionierenleben nicht mehr führen kann.
00:15:01: Das heißt ja mein komplettes Leben umgestellt!
00:15:04: Was war das für ein Gefühl?
00:15:05: Das war ein Engelgefühl, ein emotionales Engel-Gefühl und ich weiß aber, dass ich das immer wieder hatte.
00:15:15: Ich habe mich dann, als es so stark war und ich die Entscheidung getroffen habe.
00:15:19: Ich mache eine eigene Praxis.
00:15:21: Ich gehe meinen Weg jetzt vorerst mal alleine, dass ich mich daran erinnert habe, dass sich immer wieder solche Momente habe aber nicht darauf reagiert haben.
00:15:31: Nacheinander.
00:15:31: natürlich hätte ich mir gewünscht das ich schon früher diese Entscheidung getroffene hätte zu sagen dieses Unruhrgefühl das in mir auftritt oder wo mein Unterbewusstsein.
00:15:46: Ich weiß jetzt nicht, ob das die passende Begrifflichkeit ist aber mir signalisiert hey in deinem Leben Sollte etwas anders laufen ja so wie du es führst Das kostet dich viel zu energie dass bist du nicht selber Und habe dann im verlauf gemerkt Ja das hat mir ein stück weit gut getan Darauf zu achten Aber Es war immer diese herausforderung.
00:16:19: Wie ist es im Verhältnis zu der Veränderung.
00:16:28: Ich habe auch gemerkt, dass wenn diese Phasen aufgetreten sind... ...dass ich Sorge davor hatte,... ...das wenn ich etwas verändere, dass ich nicht weiß was dann passiert.
00:16:41: Dass das unklar ist in welche Richtung es geht.
00:16:47: Gerade als ich den großen Cut gemacht hab.
00:16:54: Dies ist so gewesen, Ich davor überlegt habe, okay wenn ich jetzt diesen Cut mache.
00:17:00: Wenn ich in die Selbstständigkeit gebe eine eigene Praxis mache was das für mich bedeutet finanziell von den Umständen ja als ich dann auch aus meinen sozialen Gefüge ausgestiegen bin war dass das gleiche.
00:17:13: was bedeutet das für Mich?
00:17:14: alles das was ich mir aufgebaut hab mein Leben lang gebe ich in Anführungsstrichen auf In der Annahme dass dieser Schritt den ich mache der richtige ist.
00:17:26: Also verstehst du, was ich meine?
00:17:30: Das ist... Und ich glaube das hält uns häufig in dem Leben, was wir haben.
00:17:39: Weil wir es kennen und wie die andere Seite nicht kennen.
00:17:43: Wenn man jetzt zum Beispiel nicht so das starke Selbstbewusstsein hat, ja, wie das bei mir der Fall war, wer die zweite Folge gehört, er weiß es, dass ich nicht Gewaltfall groß geworden bin, enge religiöse Verhältnisse, Grenzen wurden nicht ernst genommen.
00:17:59: Das heißt, wir wurden regelmäßig überschritten.
00:18:01: das heißt dass kommt ja in vielen Fällen dann noch dazu Dass das selbst wusste eigentlich so stark ist.
00:18:06: das heißt man kommt an so einen punkt Wo man das gefühl hat hier könnte veränderung geschehen.
00:18:13: Entweder wir sind im stressmodus machen es wie immer oder Wir wissen nicht ganz genau ist jetzt Wenn ich das jetzt ganz tief drin oder ist das mein erlernte system?
00:18:26: Das heißt ist nicht ganz klar auf wenig da hören sollte.
00:18:30: Und dann noch das Problem, wenn man funktioniert hat dass das Selbstbewusstsein nicht so ausgeprägt ist zu sagen naja Es ist schön, dass mein Umfeld was mich ja normalerweise geprägt hat Schön wenn mein ganzes Umfeld das so denkt.
00:18:46: aber ich geh trotzdem jetzt einen anderen Weg.
00:18:48: also schon eine Herausforderung und Ich habe gemerkt für mich mit der Folge bei André ist es auch rausgekommen Dass wir im Nachhinein beurteilen können oder oft sagen können, okay das ist der Punkt gewesen und da habe ich eine Entscheidung getroffen.
00:19:07: Und die hätte ihr vielleicht gerne fürgetroffen.
00:19:11: aber in der Entscheidung weiß ich dann ok da ging es um viel und Da hat sich das so und so angefühlt unruhig enge gefühl.
00:19:19: Ich hab mich wie im fremden leben gefühlt und dann bin ich raus gegangen.
00:19:26: Aber ich würde ich hätte gern jemanden gehabt Der mir sagt damals, wie es sich anfühlt wenn man in solchen situation ist und deswegen habe ich gedacht dieser gedanke lässt mich nicht los.
00:19:47: Und das möchte ich irgendwie teilen weil wir retrospective also in der rückschau einfach beurteilen können sagen ja da war der knackpunkt aber wie hat er sich angefühlt?
00:19:58: In der Situation verstehst du was ich meine.
00:20:01: im grund genommen geht an jeder diesen weg weiß nicht so richtig, wie es sich anfühlt und kämpft sich da durch.
00:20:08: Und der eine bleibt auf der Strecke in Anführungsstrichen und bleibt im alten Leben, im funktionierenden Leben oder wie auch immer geprägt und einer schafft's weil er lang genug durchhält ja?
00:20:20: Deswegen habe ich auch Andrea so gefragt hat gesagt Wie fühlt sich das an uns dann gesagt Ja wie Vogel und Wolf also Vögelchen schön lieb und funktioniert und dann kommt aber immer wieder So ein Gefühl auf ... so ein Unruhgefühl, ich bin hier falsch.
00:20:37: Ja?
00:20:39: Und wie bin ich dann damit umgegangen?
00:20:41: also... Wie bin ich denn vor zehn Jahren zu dem Punkt gekommen,... ...zu sagen das mache jetzt anders.
00:20:49: Da wird sicherlich jeder und anders sein aber für mich war es wichtig Raum zum Nachdenken zu haben.
00:20:56: Um das zu abstrahieren, um das zu überschlagen.
00:20:59: Zu sagen okay wie sieht mein aktuelles Leben aus?
00:21:02: ist es das Leben?
00:21:03: was was ich führen möchte, ist das tut es mir gut.
00:21:09: Welche Elemente in meinem Leben tun wir gut?
00:21:11: Das heißt für mich war's damals wichtig zu entschleunigen und darüber nachzudenken wie sich das jetzt anfühlt und wieder das nächste Schritt aussehen könnte.
00:21:30: Und hab das dann gedanklich ... überrissen.
00:21:33: Ich weiß noch, ich bin ganz viel auf langen Fahrten gewesen also damals bin ich zur Arbeit relativ weit gefahren.
00:21:38: Ich müsste lügen... tue ich natürlich nicht aber ungefähr eine dreiviertel Stunde das heißt ich habe da relativ viel Musik gehört und hab dann darüber nachgedacht was würde es bedeuten?
00:21:53: wie fühlt sich das an?
00:21:55: Und dann gab es noch einen kleinen Game-Changer, der es noch katalysiert hatte oder noch meinen Schwung gebracht hat.
00:22:04: Ich habe kurz von erzählt gehabt.
00:22:08: im Rahmen der Psychotherapeutischen Weiterbildung macht man so eine Selbsterfahrung wo man mit seine blinden Felgen entdeckt und da war ich in einer Gruppe drin und die waren nun alle nicht aus meinem bekannten Umfeld.
00:22:22: Die waren von Verstreut Ich glaube alle aus Bayern.
00:22:28: Ja, waren alles aus Bayern aber weit verstreut.
00:22:30: Das heißt ich hatte zum ersten Mal einen Spiegel von außerhalb.
00:22:36: Das heisst ich habe über den Teller rangeguckt und das hat mir noch mal ein Stück weit bewusst sein gebracht.
00:22:45: Selbstbewusstsein auch Bewusstheit im Sinne davon dass ich klarer denken konnte.
00:22:52: Ist nicht schwierig, nicht einfach in solchen Situationen über den Tellerrand zu gucken und so sagen ich nehme mir mal andere.
00:22:59: Meinungen mit ins Boot.
00:23:00: wir neigen dazu die bekannten Dinge zu wiederholen und sie immer weiterzumachen und sie auch zu verteidigen.
00:23:07: Und es ist eine Herausforderung über den tellerrand zuschauen und zu sagen naja Wie wäre's denn von dieser perspektive?
00:23:19: Mir hat das total geholfen neue Perspektiven bekommen.
00:23:24: Die Dinge langsamer zu machen, zu entschleunigen damit dieses Stressthema nicht da ist und zu abstrahieren was was bedeuten würde in meinem Leben.
00:23:31: Und dann bin ich natürlich nicht in Perfektion.
00:23:34: wenn ich zurückblicke denke ich mir hätte einiges anders und sicherlich auch besser machen können.
00:23:40: Ich bin den Schritt gegangen wird vielleicht auch sagen ein bisschen gestolpert bedankbar dafür die sich diesen diesen Schritt damals gegangen sind.
00:23:47: absolut richtig Aber es war schon eine Herausforderung klar.
00:23:52: Und wenn ich so zurückblicke, habe ich vieler solcher Momente gehabt kleinere und größere in denen vielleicht schon früher hätte eine andere Entscheidung treffen können.
00:24:02: Ich jammer dem nicht nach.
00:24:03: ja bin froh über den Weg den ich jetzt gegangen bin und merke aber dass diese innere Unruhe nicht nur in den großen Entscheidungen eine Rolle spielt sondern auch in den kleinen.
00:24:15: das heißt wenn ich das jetzt erlebe Wenn ich Entscheidungen treffe, wenn Dinge auf mich zukommen oder so.
00:24:21: Dann merke ich das auch dass ich diese inne Unruhe wahrnehme.
00:24:26: Schau was mit mir macht Was der Grund ist und wie Ich damit umgehen kann bzw.. Beziehungsweise was ich Auch für eine Entscheidung treffen Kann.
00:24:36: Ich habe gemerkt dass diese innere Unruh die wir häufig weg haben wollen oder dieses Druckgefühl ja Dass das gar nicht unbedingt Obwohl wir hoffentlich dazu neigen oder viele Patienten von mir da zu neigen, dass das gar nicht unbedingt ein negatives Gefühl ist.
00:24:56: Also negativ im Sinne von ich muss das weg haben.
00:24:59: Ich hatte mein Leben lang Angst vom Tinnitus und wusste meinen Stressniveau so hoch, dass ich damit rechnen musste, dass es irgendwann kommt.
00:25:10: Leider habe ich meine Konsequenz zu spät rausgezogen.
00:25:12: vor einem Dreivierteljahr in etwa Als sich mein Leben dann nochmal deutlich entschleunigt hat, ist der Tinnitus dann tatsächlich aufgetreten.
00:25:19: und da ich habe klar, Gott.
00:25:21: Wenn der mich jetzt meinen Leben lang begleitet, woher raus?
00:25:27: Habt dann aber irgendwann das Gefühl bekommen dass der Tunnitus gar nicht mein Feind ist.
00:25:33: Freund würde ich jetzt nicht sagen!
00:25:35: Also freu mir jetzt nicht, dass er da ist... Aber er ist ein Signal.
00:25:38: Das heißt wenn ich jetzt merke, ich treffe Entscheidungen die mir nicht gut tun ... oder das Stressniveau steigt, gönne wir keine Pause und so was.
00:25:47: Dann fährt der Teenitus hoch... ... und dann merke ich, oh jetzt wird es unangenehm!
00:25:51: Und dann macht's Klick wie das Auto im Straßenverkehr.
00:25:55: Was hupt?
00:25:55: Ach okay, kommen wieder ins Bewusstsein.
00:25:57: Oh ja, Stressnivus ist zu hoch.
00:25:59: Ich muss das machen.
00:26:00: Ich habe auch tatsächlich so ein Druckgefühl.
00:26:02: also wenn es mir emotional zu viel wird,... ... dann merk' ich das auf meiner Brüste.
00:26:08: Was ich damit sagen will, ich hab das relativ negativ konnotiert lange.... Und bin jetzt aber langsam zu dem Punkt gekommen, so sagen.
00:26:15: Nee das sind eigentlich Systeme die gut sind um mir zu signalisieren wo ich stehe.
00:26:20: ja weil wir lange nicht reagieren und dadurch dann hoffentlich reagieren.
00:26:29: Spannendes Thema bewegt mich immer noch.
00:26:33: Ich könnte auch mehr erzählen aber sonst wird es ein bisschen lang werden.
00:26:40: weiterführend in einer späteren Zulefolge aufnehmen.
00:26:43: Aber irgendwie hat mir das auf der Seele gebrannt, gerade nach den letzten Folgen und ich glaube auch für die nächste Folge ein Interview-Folge, die kommen wird.
00:26:52: Ich glaub da wird es noch mal so einen Punkt sein, der damit schwingt und deswegen wollte ich das Thema einfach nochmal auffassen.
00:27:04: Ja schön dass du dabei warst.
00:27:08: wenn es dich bewegt hat dann Bleib gerne dabei bei der nächsten Folge, ich würde mich total freuen und wenn du dieses Format diesen Raum supporten willst unterstützen willst dann lass mir gerne eine Bewertung da.
00:27:22: das pusht und macht sichtbar für noch andere.
00:27:27: Mach's gut schön dass du da warst ciao.
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