Über Lebensbrüche, Vertrauen und den Mut, dem eigenen Weg zu folgen - Melanie Wolfers

Shownotes

Wie formt uns das Leben, wenn unsere großen Träume plötzlich zerbrechen? Was nehmen wir aus den Bruchstellen unseres Lebens mit und wie finden wir den Mut, neu zu beginnen?

In dieser Episode spreche ich mit Melanie Wolfers über die Brüche im Leben und das Wiederaufstehen. In unserem Gespräch nehme ich dich mit auf eine spannende Reise durch Melanies bewegtes Leben: von ihrer Kindheit an der Ostsee und der Leidenschaft für die Querflöte über einen prägenden Bruch in ihrer Jugend, als ein Unfall ihre Zukunftspläne schlagartig verändert hat, bis hin zu ihrem überraschenden Weg zur Theologin und ihrem späteren Leben in einer Ordensgemeinschaft.

Du bekommst ehrliche Einblicke in Melanies Erfahrungen mit Krisen, Trauer und der Kunst, dem Leben Tag für Tag neu zu vertrauen. Außerdem verrät sie dir, warum ausgerechnet die Freude und Zuversicht zentrale Themen ihrer Arbeit und Bücher geworden sind, gerade in herausfordernden Zeiten.

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Bild © Ulrik Hölzel

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Transkript anzeigen

00:00:00: Auch ich würde mich an ihr Bett setzen.

00:00:06: Hand auf ihre Schulter legen, sie in A nehmen und sagen... Und das ist jetzt überhaupt nicht billig für Trösen, sondern es wird gut werden!

00:00:18: Das würd'

00:00:18: ich sagen.

00:00:22: Ja nee, weil die war echt traurig diese Melanie damals.

00:00:27: Es muss doch mehr als alles geben und dass alles was ich gelebt hab hat gestimmt Es war wirklich gut, es ist ja auch deutlich geworden.

00:00:39: Du merkst wie ich auflege wenn ich von dir erzähle.

00:00:41: und doch gab es da eben noch ein Unruhepol in mir eine Sehnsucht die mich nochmal raus geschickt hat und gesagt, ne stell deine Segel in den größeren Wind.

00:00:52: Bleib nicht hier sozusagen im Hafen oder in dem Guten wo du unterwegs bist sondern stell deine Wegel nochmal in größeren Sinn und wag dich aus Meer weil da wartet was auf dich.

00:01:07: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sprechstunde mit dem Leben.

00:01:12: Schön, dass du da bist!

00:01:14: Ich bin Ben und ich habe heute Melanie bei mir eigentlich Doktor Melanie Wolffas aber wir sind schon werdu

00:01:23: ja

00:01:23: obwohl uns heute zum ersten mal getroffen haben.

00:01:25: schön das du da warst.

00:01:26: ich freue mich sehr.

00:01:27: danke für die Einladung.

00:01:28: ich freu mich.

00:01:33: Ich lade ja immer Leute ein, wo ich das Gefühl habe Mensch.

00:01:35: Ich glaube aus dem Gesprächen und aus der Geschichte könnte.

00:01:37: was werden?

00:01:38: heute ist auch wieder so'n Gesprächspartner wo ich mir denke ich bin echt gespannt was da heute rauskommt.

00:01:45: Dann sind wir zu zweiter!

00:01:47: Ich bin auch gespannt.

00:01:49: Ich würde gerne mit dir... Ein ganzes Stück nach hinten rutschen.

00:01:55: Nimm uns in deine Welt mit.

00:01:57: als Jugendlicher als du vierzehn-fünfzehn Jahre alt warst Da hast Du Die Querflöte lieb gewonnen.

00:02:08: Wie sah deine Welt damals aus?

00:02:10: Und was waren so deine Ideen, wie dein Leben später aussieht mit fünfzehn und der Vulnerabilität der Pubertät?

00:02:19: Also ich komme aus einer großen Familie, habe vier Geschwister.

00:02:22: Wir leben oder haben gelebt an der Ostsee in Flensburg, nördlich von Flensbruck und du hast schon gesagt also ich hab die Querflüte lieb gewonnen, also ursprünglich hatte ich Blockfürte studiert wie man das so macht in der Grundschule, ne?

00:02:35: So Noten lernen, das macht man am besten mit Blockführten hört sich meistens fürchterlich an.

00:02:39: Und dann bin ich auf die Querflüte umgestiegen und das war einfach mein Instrument.

00:02:43: Das war mein Ding, also ich hab jeden Tag – das ist vielleicht gar nicht so ganz typisch wie man sich pubertät vorstellt – also ich habe jeden Tag einfach voller Freude mehrere Stunden Querflütte geübt weil es mich so erfüllt und begeistert hat und ich gemerkt habe daran kann ich mich ausdrücken.

00:02:58: Daran habe ich Freude und wenn ich so an den Tönen arbeite und an den Läufen und dann war ich im Orchester und in kleinen Gruppen in Quartetts gespielt Und das hat mich ungemein glücklich gemacht, weil ich so den Eindruck hatte.

00:03:14: Da kommt mein Inneres zum Schwingen und dann haben sich dann eben auch mit der Zeit zur Konzerte und so entwickelt dass ich Menschen bereichern kann, glücklich machen kann berühren kann.

00:03:26: War das so der Punkt wo du sagen würdest, dass hat dich an die zur Flöte gebracht?

00:03:31: Oder also diese die Resonanz die entsteht wenn du gespielt hast bei jemandem.

00:03:36: Dass der keine Ahnung in Lächeln auf die Lippen gekriegt hat oder dann nachher begeistert geklatscht hat weil es ihnen irgendwas gemacht hat oder war das schon auch ein wie soll man sagen Effekt auf dich selber wo du gemerkt hast boah wenn ich das Instrument in die Hand nehme dann tut mir das irgendwie Tut mir das irgendwie gut?

00:03:52: Ja, letzteres.

00:03:53: Das erste war ja nach ein paar Jahren und daraufhin habe ich auch nie hingearbeitet.

00:03:59: Das war dann schon ... wo ich dann einfach aufgetreten bin aber das ist hier nicht am Anfang.

00:04:04: Aber ich hatte einfach Freude an Musik machen!

00:04:10: Und bei der Querflöte, ich weiß nicht wie das ist.

00:04:12: Wenn man Klavier spielt, das kann ich nicht oder habe es ein bisschen gelernt aber so bei der Querflöta hab' ich den Eindruck da bin ich selbst werde ich zum Instrument weil der Atem ja auch so wichtig ist und irgendwie so der ganze Körper in Resonanz geht mit der Musik.

00:04:29: Das war für mich eine Quelle von Vitalität Glück und Zufriedenheit.

00:04:35: Ich stell mir die Querflötter immer ungemein unhandlich vor.

00:04:42: Man spielt ja hier drüben irgendwo.

00:04:47: Merkt man das dann Tatsil?

00:04:48: Oder verliert sich das irgendwann, wo man sagt ne, okay ich nehme die Flürte halt, ich spiel halt... Ob meine Hände jetzt ein halb Meter neben mir sind oder nicht krieg' ich gar nicht mehr mit?

00:04:55: Oder ist es schon im Verlauf immer noch so dass man denkt an so keine Ahnung bei einem Konzert, sondern anderthalb Stunden?

00:05:02: Jetzt habe ich aber langsam lange Arme, weil ich das da so schräg halten muss auf der Seite.

00:05:07: Ich glaube ... nie im Leben gedacht, dass die Querflöte unhandlich ist.

00:05:10: Echt?

00:05:12: Nein!

00:05:12: Sieht man mal, was der Beobachter war nicht und man selber nie darüber nachgedacht hat.

00:05:15: Ja also ich würde sagen... Also ich finde ein Kontrabass unhandlig.

00:05:18: wenn ich dann Leute sehe mit dem Kontrabassen im Brust oder so denke ich immer... Ach ihr Armleute und ich mit meiner Querflötung.

00:05:25: Das sind

00:05:26: kleine Klöchendinge.

00:05:27: Ne also das ist tatsächlich meine Assoziation.

00:05:29: sofort Querflüte denke ich mir die Hände bei der Blockflöten vor allem voll easy ne und Quer Flöte dann.

00:05:36: Ich stehe jetzt mir wahrscheinlich auf eine Frage, aber das ist immer so was ich mir vorstelle.

00:05:39: Ich meine natürlich also Profimusiker die müssen schon schauen auch wirklich gut Übungen zu machen gegen die typischen Belastungen aufgrund ihres Instrumentes.

00:05:49: Also sicher bei Querfilter oder bei Geige oder so muss man dann schon gucken dass die Schultern uns entsprechend entlastend und trainiert werden.

00:05:56: Aber das war für mich kein Thema.

00:05:57: Null Komma Null.

00:05:58: Du bist dann in die Konzerte gegangen.

00:06:01: Quartette keine Ahnung.

00:06:02: Auftritte hast gemerkt macht ihr einfach unheimlich Spaß.

00:06:05: Und dann hast du auch in diese Richtung gedacht als Jugendlicher.

00:06:09: Wie sah deine Zukunft aus?

00:06:11: Also was hast Du Dir vorgestellt, was war Dein Traum...

00:06:17: Ja ich würde betistet werden.

00:06:18: also es gab in Schäßig-Holstein damals eine tolle Möglichkeit das war gar nicht in Lübeck aber über die Musikhochschule Lüberg gewissermaßen Jungstudenten zu sein.

00:06:30: Das heißt ich hatte tolle Lehrer Lehrerinnen, also da hat man Harmonie und Lehre.

00:06:35: Und vorallem das Fach uns so gelernt um sich auf die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule richtig professionell vorzubereiten.

00:06:42: Das habe ich gemacht und es war für mich einfach eine ... das war irgendwie klar.

00:06:47: Ich werde wie gut es reicht ob ich Solo-Flitisten werde oder im Orchester bin oder so.

00:06:54: Das kann man ja in dem Stadium noch nicht so ganz erkennen aber für mich war klar ich möchte Flitistin werden.

00:06:59: Also es hat sich einfach stimmig und gut angefühlt.

00:07:01: Ja!

00:07:02: Ich hör so ein bisschen raus, für mich selbst gespielt... ...hat sie eigentlich ganz gut angefühlte.

00:07:06: Irgendwann hat man dann im Quartett gespielt,... ...dann sogar auf Konzerten hat sich gut angefüllt.

00:07:10: Die Rahmenbedingungen waren eigentlich gut um aufgenommen zu werden oder zumindest mal die Aufnahmeprüfung zu machen.

00:07:17: Klingt alles sehr geschmiert.

00:07:19: Ja, und das war innerlich wirklich auch.

00:07:20: Ich habe also um das große Wort Berufung zu sagen ja durch das Gefühl ich bin so...ich bin dazu berufen dass ist das was mich erfüllt oder für mich ist ein Bild also jetzt auch so wo ist meine Berufung?

00:07:31: Wo ist mein Ding?

00:07:32: Wo leuchten meine Augen auf?

00:07:33: und wo leuchte die Augen von anderen auf?

00:07:35: Also so, dass beides.

00:07:36: Das ist nicht nur um die Resonanz des Außen geht und nicht nur das was mir entspricht sondern wo meine Begabung, mein Wunsch, meine Wille, meine Sehnsucht... Wo es andere bereichert oder wo was Sinnvolles fürs Umfeld passiert, wo das zusammengeht.

00:07:54: Und das war für mich bei der Querflöte.

00:07:58: Ist das eine rückblickende Sicht von dir?

00:08:01: Wenn du zurückblickst, dass du das empfohlen hast Hast du das tatsächlich auch schon in diesem Jugendalter, später einen Jugendalter so differenziert wahrgenommen?

00:08:09: Oder war das eher so ein Gefühl.

00:08:11: Ich fühle mich jetzt einfach wohl.

00:08:14: Nein es war schon... Also natürlich wie ich es jetzt artikuliert habe steckt auch viel Reflexion drin.

00:08:20: So hab' ich es damals nicht gesagt aber Es ist mir vor allen Dingen eigentlich eher dadurch so deutlich geworden dass sich dachte Das ist meine Berufung als Jetzt gehe ich einen Schritt weiter.

00:08:29: Ich hatte einen Reitunfall und hat meine Schulter gebrochen Und da mal von heute auf morgen dieser Weg durchgestrichen.

00:08:37: oder dann hat sich einfach gezeigt, ich werde nicht mehr so gesund werden.

00:08:41: Weil es auch ein bisschen kompliziert war, dass ich Querflüte studieren kann und das war für mich eine ganz fürchterliche Zeit.

00:08:51: Da wurde mir noch mal tiefer deutlich wie wichtig mir die Querflütte gewesen ist weil ich einfach nur Rotz und Wasser geheult habe, weil ich gedacht hab Boah mein Ding meine Berufung ist durchkreuzt!

00:09:03: Wie alt warst du da?

00:09:05: Ich weiß das gar nicht mehr so genau.

00:09:06: Fünfzehn oder sechzehn, oder so.

00:09:08: Sechszehn?

00:09:10: Boah ich stelle mir jetzt krass vor!

00:09:12: Also ich erlebe jetzt meine Kinderkommunikär Pubertät.

00:09:16: der Große ist jetzt schon auch eher drin würde ich sagen wahrscheinlich noch nicht am Maximum aber das ist ja auch eine sehr sehr Entwicklungsstarke und auch ein Stück weit fragile Zeiten wenn man dann so sein Ding sage ich jetzt mal gefunden hat und das Gefühl hatte hier bin ich jetzt zu Hause es fühlt sich richtig an und dann passierten Unfall und dieser Traum ist von jetzt auf gleich weg, das stelle ich mir ziemlich erschütternd.

00:09:45: Also auch so ein bisschen Orientierung geht wahrscheinlich verloren weil man fängt ja ein Stück wird irgendwie dann bei null an.

00:09:52: also kannst du nicht reinladen wie sich das angefühlt hat dass dieser dieser Bruch von Das ist meine Lebensplanung und plötzlich ist die komplett anders

00:10:04: Genau, anders.

00:10:05: Ich wusste noch gar nicht wie das anders aussieht sondern ich wusste erst mal nur dass es ist nicht.

00:10:11: Also bei komplett bei null würde ich nichts sagen.

00:10:12: Das ist nicht mein Bild aber ich habe unglaublich viel geweint war total traurig und Da werden wir sicher auch noch draufkommen.

00:10:25: Ich bin ein Mensch, der so aus dem Christlichen Glauben lebt.

00:10:28: Ich hab mich auch immer gefragt ... Also wirklich im Gebet gerummelt oder gefragt, wenn das mein Ding ist?

00:10:33: Warum isst das jetzt nicht?

00:10:35: Das ist das, wie ich Menschen bereichern und glücklich machen kann.

00:10:39: Und auf einmal ist es das nicht mehr.

00:10:40: Es waren für mich ganz viele Fragen.

00:10:43: Ich war einfach wahnsinnig traurig.

00:10:46: Und zugleich war jetzt nicht so ... Ich bin jetzt irgendwie beim Punkt Null weil ich auch ein Mensch bin, für unglaublich vieles interessiert und ich dachte jetzt nicht, ja jetzt weiß ich nicht was sich mit meinem Leben anfangen kann oder so.

00:10:59: Also ich war schon auch... also ich habe mich jetzt nicht geängstigt dass ich jetzt nicht weiß wo meine Lebensreise hingeht.

00:11:06: Ich wusste es zwar in dem Moment nicht aber ich wusste das mich vieles Interessiert und hab irgendwie auch darauf vertraut, ich werde etwas finden.

00:11:13: Aber was ist, wusst ich in dem moment dann nicht?

00:11:15: Oder muss man ja auch nicht unbedingt mit sechzehn schon wissen wo's hingehen geht?

00:11:19: Aber ich habe es halt gewusst gehabt.

00:11:20: Und dann war auf einmal das, was mich so glücklich gemacht hat und mich so erfüllt hat ... Das war eben einfach nicht mehr.

00:11:26: Und das war einfach ganz ... Ganz traurig!

00:11:29: Ich konnte viele Jahre keine Querflötenmusik hören.

00:11:31: Ich bin in keine Konzerte mehr gegangen.

00:11:33: Ich konnte auch Kurwerke wie das Weihnachtsvorratorium oder so nicht mehr hören weil's da so schöne Querflüten solos gibt.

00:11:41: Es hat echt ein paar Jahre gedauert.

00:11:43: Also man spürte schon tiefer getan?

00:11:45: Ja ja...

00:11:46: Wenn wir eher zurückblickend oder vielleicht auch schon in der Zeit... Was hast du aus dieser Erfahrung mitgenommen?

00:11:56: Also ist es damals schon gewesen, dass du irgendwie gemerkt hast nach der Trauer und aus dem Frust oder aus dem Bruch.

00:12:05: Hast du damals dann schon irgendwie ... was mitnehmen können aus der Zeit oder ist es so etwas gewesen, wo du gesagt hast das hast du jetzt einfach ab damals erst mal nur stehen lassen.

00:12:15: Hast dich umorientiert, so richtig mitnehmen konntest du erstmal nichts.

00:12:25: Also ich finde

00:12:25: ... Ja?

00:12:26: Warum?

00:12:26: ich frag also... Es ist ja häufig so dass wir in Brüche kommen oder in Lebensphasen kommen die etwas von uns fordern und dann ist er häufig auch der Punkt, dass dann das Gegenüber sagt, ja das ist aber da und dafür gut oder das darf man da für gut... Das finde ich kann

00:12:39: man in dem Moment erstmal nicht gebrauchen.

00:12:41: ne

00:12:42: Genau.

00:12:44: Das kann man meistens nämlich gar nicht gebrauchen, wenn die Frage ist wann bist du überhaupt zu einem Punkt gekommen wo du gesagt hast was daraus mitgenommen oder bist du ganz lange an dem Punkt gewesen zunächst erstmal zu sagen okay es ist wie es ist ich akzeptiere das jetzt einfach mal und versuche trotzdem einen Weg zu finden.

00:13:03: ja ich glaube dass war's erst einmal ganz stark.

00:13:05: also Natürlich habe ich erst mal auch so gefragt, darum ist das so.

00:13:11: Aber diese Frage ist ja auch irgendwie nicht sehr zielführend auf Dauer, weil sie führt auch nicht in die Zukunft oder für irgendwas dass sich was Neues entdecke also im Bild gesprochen und das Leben lockt nicht im Rückspiegel sondern von vorn.

00:13:22: Also wenn ich immer zurückschaue Mensch wie traurig es ist dann fühlt mich das auch nicht weiter.

00:13:27: Und ich glaube da hat mir schon auch mein Naturell so ein Stück geholfen und sicher auch wie ich so familiär aufgewachsen bin, dass ich auch einen Vertrauen ins Leben habe Und irgendwie, auch wenn ich nicht wusste wo es hingeht.

00:13:41: Aber doch auch irgendwie weitergegangen bin und nicht völlig zerstört war am Bogen.

00:13:49: Ich konnte sicher in der Zeit jetzt erst mal keinen Sinn daraus gewinnen.

00:13:53: also so diese Frage irgendwo das wird ja auch schon für was gut sein halt.

00:13:56: ich finde ganz wichtige frage in einem Verarbeitungsprozess in der Krise irgendwann mich auch zu fragen ja kann ich mir vorstellen dass daraus möglicherweise auch etwas Gutes erwächst.

00:14:05: aber Die habe ich mir erst mal in der Zeit, glaube ich nicht gestellt die Frage.

00:14:13: Aber dann bin ich einfach auch gute andere Wege gegangen, die mich glücklich gemacht haben und es hat sich aus so ein Stück Frieden eingestellt.

00:14:20: und ganz ehrlich heute also wenn ich so heute darauf zurückschaue oder auch schon vor fünfzehn oder zwanzig Jahren würde ich sagen ja dass ich heute die Bin, die Ich Bin verdanke ich auf diesem Unfall.

00:14:34: Also so, ich wäre einfach ganz woanders wahrscheinlich mein Leben wenn ich Flutistin wäre.

00:14:38: Und ich bin dankbar für mein Leben wie es heute geworden ist und das gibt mir auch Vertrauen, wenn wieder mal Schwieriges kommt oder auch ein Vertrauen in der Begleitung von anderen irgendwie zu sagen nicht zu früh mit der Sinnfrage daherzukommen.

00:14:51: Das ist auch übergriffig und verletzend.

00:14:55: aber trotzdem darauf zu vertrauen und es kann... Ich möchte mir und dem Leben die Chance geben dass sich aus einer ganz fürchterlichen Situation möglicherweise auch etwas Gutes entwickelt.

00:15:05: Also ich hör so ein bisschen raus, dass du schon auf deinen Emotionen freien Lauf gelassen hast.

00:15:10: Du hast gesagt, du hast viel geweint und frustriert.

00:15:12: Es war schon ... Du hast lange nicht Flötenmusik hören können.

00:15:16: Auf der anderen Seite hast du aber auch damals nicht bei Null gewesen.

00:15:19: also hat es schon irgendwie das Vertrauen daran.

00:15:22: die Dinge werden sich schon irgendwie auch gut entwickeln.

00:15:24: Aber gleichzeitig war der Frust da.

00:15:27: Wie hast du dann deinen weiteren Weg gefunden?

00:15:29: Also du Flödenkarriere war dann quasi von jetzt auf gleich.

00:15:35: Ich muss tatsächlich daran denken an eine Folge, die ich schon aufgenommen habe auch mit diesem Bild... ... der Schwangerschaft und der Fehlgeburt, also da ist ja auch so ein Bild.

00:15:47: Da tut sich eine Welt auf wie sich alles entwickelt... ... und mit einem Schlag plötzlich alles vorbei.

00:15:52: Und dann zu sagen okay ich orientiere mich jetzt neu.

00:15:55: Wie ist das denn bei dir gewesen?

00:15:56: Also du hast jetzt dann, wie soll man sagen einen neuen Weg eingeschlagen.

00:16:02: Flöte war erst mal kein Thema mehr.

00:16:05: Wie hast du dich dann neu orientiert?

00:16:08: Ich habe mich tatsächlich gefragt ob ich Blockvirtus studiere.

00:16:11: Bin da noch mal intensiv eingestiegen Und weil ich die Musik nicht lassen wollte.

00:16:15: Aber hab gemerkt, nee das ist mir viel zu eng auch von der Literatur her, von den Möglichkeiten hier und habe mich dann relativ schnell dagegen entstanden?

00:16:22: Ja und da hab' ich ja auch MWF mit Schule gemacht und Abbie gemacht und so... Ja, ich hatte eigentlich ehrlich gesagt verschiedene Möglichkeiten vor Augen die mich echt gereizt haben.

00:16:34: Ich hätte gerne Biolandwirtschaft studiert weil ich bin durch und durch ein Mensch der sehr naturverbunden ist und damals war so Waldsterben und so in meiner Zeit als ich Abi gemacht habe das große Thema und ich dachte ich möchte irgendwie Landwirtschaft betreiben Ja, wo ich was zum Schutz unserer Natur und unserer Welt beitrage.

00:16:55: Das war ein Gedanke.

00:16:56: Zweite war, ich möchte Biologie studieren weil die Wissenschaft vom Leben oder das Lebending einfach unglaublich faszinierend finde.

00:17:03: Und die dritte Möglichkeit oder echte Alternative, weil ich möchte Ärztin werden?

00:17:08: Und die vierte, Ich möchte Theologie studieren.

00:17:10: Es war also ein ziemlich bunter Strauß!

00:17:14: Und alles hätte mich gereizt.

00:17:18: Ja, und dann hab ich mich.

00:17:20: Eigentlich wollte ich für ein Jahr nach Lateinamerika dort in so Missionaren auf Zeit einfach in einem Brennpunktviertel mitzuarbeiten in einer Ordensgemeinschaft.

00:17:30: Und bin aber danach am Abitur operiert worden.

00:17:32: Dann war irgendwie klar, dass ... Ich kann das gesundheitlich nicht.

00:17:35: Dann lag ich da im Krankenhaus und hatte genau zwei Wochen Zeit, weil die Immatrikulation endete, mich für irgendwo in Deutschland einschreiben.

00:17:45: Und Medizinetest hatte ich nicht gemacht, also weil ich ja eigentlich den noch machen wollte bevor ich ins Ausland geh für ein Jahr.

00:17:50: Da fiel das schon mal flach.

00:17:51: und dann dachte ich einer fängst du mal mit Theologie in Freiburg an, Freiburch kannte ich, fand ich eine tolle Stadt- und Theologie, das ist so ein breites Studium mit Philosophie, mit Geschichte.

00:18:03: Das ist so'n breite Studium, das bereichert dich auf jeden Fall und innerhalb des Jahres orientierst du dich dann was du willst.

00:18:09: Und bin nach Freiburg gegangen und habe angefangen mit Theologie-Studium, hab dann auch den Medizinerintest gemacht.

00:18:15: Und wäre wohl auch möglich gewesen, dass ich einen Studienplatz habe aber... ...hab' dann so gemerkt, hat dann so Feuer gefangen an der Theologie aus verschiedenen Gründen das sich gemerkt hat was ist das richtige Studium?

00:18:27: Da bin ich am rechten Fleck!

00:18:30: War das in der Schulter-OP also

00:18:31: davor?!

00:18:32: Ja, also in der Schulzeit war Schulter OP und dann nach dem Abitur war eine Hüft-Operation.

00:18:37: Und das wäre einfach gesundheitlich nicht gegangen, dass ich dorthin gehe.

00:18:40: Okay aber höre ich das falsch auf wieder einen Punkt wo dich eine Operation oder so ein Thema ein Stück weit wieder eingeschränkt habe in deiner

00:18:50: Zukunftswahl?

00:18:51: Stimmt!

00:18:51: Ja.

00:18:51: Okay.

00:18:53: Stimmt hab' ich jetzt gar nicht so vor Augen gehabt, aber ist richtig ja.

00:18:56: Ok.

00:18:57: Ja.

00:18:58: Ok und dann Theologie.

00:19:00: Genau.

00:19:02: Spannend Ist ja jetzt auch nicht so der klassische Weg, oder?

00:19:05: Das ist

00:19:06: jetzt nicht so da.

00:19:07: Der Oberrenner glaube ich, wo die Leute hinströmen zum Studium und wie wohl es damals noch ein bisschen mehr war als heute.

00:19:12: Ja.

00:19:13: Naja, ich glaub' heute ist... Wie lange ist das jetzt her?

00:19:16: Ich habe neunzehntneunzig angefangen zu studieren.

00:19:19: Schon ein bisschen.

00:19:19: Sechsunddreißig

00:19:21: Jahre.

00:19:21: Ja, schaust

00:19:22: dir an!

00:19:24: Wow, das weiß

00:19:26: man.

00:19:27: Krass

00:19:32: Als ich versuch mich gerade so ein bisschen in diese Situation reinzufühlen, wie das ist.

00:19:38: Also dann Operationen an der Schulter, dann konnte man das nicht mehr machen und dann hast du einfach einen Weg weitergemacht.

00:19:44: Dann gab es erneut eine Operation die dich ein bisschen eingeschränkt hat und kurz vorher gesagt komm ich glaube ich fühle am ehesten Theologie und da hast du's gemacht und da aber durchaus wohlgefühlt.

00:19:53: Ja das ist gar kein Ausdruck.

00:19:54: Das war richtig gut ja?

00:19:56: Richtig gut!

00:19:58: Vielleicht muss ich sagen, warum ich Theologie studiert habe.

00:20:00: Weil also... Also es gab in meiner Jugend so einen ... Ich komme aus einer Familie wo mein Eltern der Glaube wichtig war und ich bin da drin so aufgewachsen.

00:20:18: und wie das dann so ist wenn man so zwölf dreizehn ist oder so Füsste auch so ein bisschen abständig oder, ach so Sonntag Gottesdienst oder so ist jetzt nicht irgendwie so toll.

00:20:28: Und dann gab es aber... Ich bin eine Freundin zuliebe in ne Kloster mitgefahren.

00:20:33: Das Einzelne, ich war mit zwölf oder dreizehn das erste Mal mein Leben einen Wegkreuz gesehen.

00:20:37: Was gibt's bei uns oben in Norddeutschland?

00:20:39: Und bin ich einer Freundin, zur Liebe die da auf zum Kurs war mitgefahren in einem Kloster und da gab es eine Erfahrung im Gottesdienst, die mich ganz tief berührt hat.

00:20:47: Ich kann diese Erfahrung nicht so in Worte bringen weil manchmal also ich finde je näher dich eine Erfahrung innerlich betrifft umso schwerer ist das Worte dafür zu finden.

00:20:57: Und vielleicht primär an den Folgen dieser oder an den Wirkungen andeuten, wie wichtig sie für mich in der Tiefe war.

00:21:06: Also nach diesem Erlebnis, ich war ja dreizehn Jahre alt, war für mich ganz selbstverständlich das sich meditiere und seit meinem drezehnten Lebensjahr meditiere ich täglich oder hab da abends mit Zeit genommen fürs Gebet wo ich wusste naja diese Mönche da im Kloster die beten jetzt auch dass ich irgendwie so eine innere Verbundenheit hatte weil sonst war hier ein bisschen so allein Hansel auf weiter Flur.

00:21:27: so in Norddeutschland ist es nicht so ausgeprägtes illegöse Leben Und ähm, ja und... Der Glaube ist für mich einfach eine ganz ... oder so.

00:21:39: diese Suche nach diesem göttlichen Geheimnis im Leben.

00:21:42: Und das Ahnen von, das war für mich ein ganz wichtiger Komponente auch als Jugendlich und auch in meinem Ring mit dem, dass meine Querfüllte durchgestrichen war unter dem, was ich nach Lateinamerika in den Nordosten von Brasilien gehen wollte.

00:21:56: So, einfach zu schauen wie kann ich für Menschen da sein?

00:21:59: Weil der Glaube an eine ganz große soziale Dimension hat, der christliche Glaube.

00:22:06: Als ich dann da im Krankenhaus lag und nicht so wusste, was ich studiere oder was aus diesem Blumenstrauß an Möglichkeiten jetzt wählen möchte.

00:22:16: Also die Theologie hat mich schon sehr gereizt bei mir der Glaube eben sehr wichtig war in meinem Leben und ich auch zugleich ein Mensch bin, der verstehen will, ein verantwortungsvolles und verantwortetes Leben führen möchte und wissen eigentlich mehr verstehen wollte.

00:22:33: Wie kann ich es intellektuell verantworten, dass ich mit meinem Leben auf dieses Vertrauen, auf diesen Glauben auch bauen möchte?

00:22:46: Und das war wirklich ein existenzielles Interesse, warum ich Theologie studiert habe.

00:22:50: Ein spirituelles Interesse.

00:22:51: und auch eine Interesse weil ich dachte naja und wenn ich dann möglicherweise dann mal später eben wirklich dann Theologin bin Ich bin davon überzeugt, dass es im Leben einer jeden Person eine göttliche Dimension gibt und die das Leben bereichern kann.

00:23:06: Und ich möchte Menschen darin unterstützen oder bereichert oder inspirieren auch das zu entdecken.

00:23:13: Das waren so zwei meiner Motive, warum ich dann eben in der Theologie gelandet bin.

00:23:18: Wie gesagt, ich wusste am Anfang ja nicht willig ist wirklich also bleibe ich da auf Dauer?

00:23:26: Und Medizin wäre genauso toll gewesen.

00:23:29: Ich hab ja echt hin und her gewohnt, ne?

00:23:31: Eines morgens bin ich aufgewacht und wusste ... du bleibst bei der Theologie!

00:23:37: Und später ist da noch die Philosophie dazu gekommen.

00:23:40: Ja, weil ich finde...

00:23:44: Jetzt find' ich mir spannend.

00:23:46: Jetzt find's es erst spannend.

00:23:47: Oh, ich fand das auch nicht unspannend.

00:23:49: Nee,

00:23:49: nicht unsspannend aber ich find dieser ... Ich würde jetzt nicht sagen Kontrast, aber das ist ja eine ganz andere Herangehensweise.

00:23:58: Ja, aber beides zugleich.

00:24:02: in beiden Fächern wendest du dich den Grundfragen des Lebens so?

00:24:08: In beiden Fächern und je nachdem wie man Philosophie studiert natürlich.

00:24:13: Und ich wollte... Also auch in der Theologie werden die Grundfragen des Menschleins behandelt.

00:24:20: Das geht jetzt ja nicht darum, irgendwie komische Satzwahrheiten auswendig zu lernen sondern das ist total existenziell wenn man es so betreiben möchte.

00:24:27: Dann habe ich aber gemerkt, ich brauche eigentlich noch ein Instrumentarium wo ich nochmal auch freier von oder ich würde gar nicht sagen freier aber nochmal allgemeiner von den Grundlagen her Versuche zu verstehen Was ist der Mensch, was können wir?

00:24:47: oder mit den großen Fragen von Kant?

00:24:49: Was kann ich wissen.

00:24:50: Wo sind die Grenzen unseres Wissens?

00:24:54: Wie sollen wir leben?

00:24:55: und wie gelingt dieses falls du das auch kennen solltest diese Brücke von dem Ich weiß was gut wäre und dem ist dann noch zu tun da gibt es manchmal einen Graben dazwischen.

00:25:05: Und wie kann ich wie kann das gelingen diese Brücken zu zu schlagen worauf dürfen wir hoffen, wer ist der Mensch und wofür sind wir auf der Welt?

00:25:15: Und das wird ja auch in der klassischen Philosophie bedacht.

00:25:20: Ich sage mal so ein Stückchen Weltanschauungsfeier mich diesen Fragen zuzuwenden weil ich auch glaube dass sich dadurch eine bessere Theologin bin

00:25:29: Ist immer noch so ein Traum von mir, Philosophie studiert.

00:25:31: Ja macht das halt!

00:25:31: Ich muss mal was trinken.

00:25:35: Die Zeitmusik haben wir aber ich denke mir ja später vielleicht.

00:25:37: also wenn sich dann einen Raum bietet wenn man gesetzt da ist vom Alter dann kommt die Vielleichtzahl vielleicht rein.

00:25:41: Aber ich finde es ist also ich lese unheimlich gerne solche Ich würde nicht sagen Abhattel und Theorien, das ist so abgehoben.

00:25:50: Aber diese Auseinandersetzung.

00:25:52: Nein, heute bist du jetzt dran!

00:25:53: Ja,

00:25:54: die wird mich interessieren, macht mich neugierig.

00:25:55: Okay gut.

00:25:57: Es gibt so tolle Philosophen, die sich lesen...

00:26:00: Jetzt im Nachhinein würdest du sagen dass dir diese Erfahrungen, also dass du vom Typ her schon jemand bist der grundsätzlich Antworten auf Fragen sucht die Frage des Lebens oder würdest du sagen, dass diese Erfahrungen dich schon auch geprägt haben durch dieses.

00:26:19: Du wolltest eigentlich flötigst denn wer hat ein Bild von deinem Leben kaputt?

00:26:23: ja?

00:26:25: Dann wolltest du eigentlich ins Ausland und dann ist es wiedergebrochen.

00:26:29: Würdest du dass du primär so ein Mensch bist, der grundsätzlich diese Antworten sucht oder ist das schon auch dein Leben gewesen was dich gelehrt hat zu sagen?

00:26:38: ich möchte es einfach verstehen weil wenn ich solche Erfahrungen mache gibt's auch andere Menschen diese Erfahrung machen und die suchen ja auch.

00:26:45: Und die wollen ja auch irgendwie antworten.

00:26:46: kannst Du beschreiben was da welche Rolle bei dir gespielt hat?

00:26:51: Ich glaube beides.

00:26:52: also ich denke schon dass ich ein Mensch bin der vom naturell her von der intellektuellen Neugierde her von dem dass sich das Leben ungemein spannend finde einfach den Dingen auf den Grund gehen möchte.

00:27:05: Und das Zweite, natürlich habe ich meine Lebensgeschichte geprägt mit dem vielen Guten was sich erlebt hat, mit dem Herausforderungen und Schwierigen... Ja und mit dem dass ich schon auch gemerkt hab und natürlich immer mehr Merke im Lauf oder natürlich vielleicht nicht aber auch immer mehr merken im Laufe des Lebens Dass so eine Kultur der Nachdenklichkeit und Innerlichkeit dein Leben total bereichert.

00:27:33: Also ich bin ein sehr fröhlicher Mensch, ein Mensch der in Beziehung ist und ein outgoing Mensch ist aber auch ein Mensch, der sehr gerne alleine ist.

00:27:42: Ich gehe gerne alleine auch spazieren oder wandern.

00:27:46: Ich such die Stille weil ich finde dass das mein Leben und meine Beziehungen einfach eine Tiefe verleiht, die mein Leben ungemein bereicherte.

00:28:01: Also von daher ist es beides.

00:28:03: Ja genau, naturell und wie ich geworden bin und dass sich einfach merke das so eine ja so eine, ja ich sag nochmal ne Kultur der Innerlichkeit hört sich vielleicht ungewöhnlich an und ist auch nicht super modern aber ich halte sie für ziemlich wichtig damit wir gut leben.

00:28:21: Du bist ja dann irgendwann an die Uni gekommen?

00:28:24: Ja nach München du hast ja dann auch doziert bis Seelsorgerin gewesen.

00:28:31: kannst du uns in die Welt noch mal rein oder mit in diesen Weg nehmen.

00:28:35: Also kriegen jetzt langsam so ein Bild von Melanie vor Augen, wie sie denkt und wie sie fühlt was sie für Erfahrungen gemacht hat.

00:28:43: Jetzt kommst du in eine Studierung der dir unheimlich gut tut, der dich so ein Stück weit auch aufblühen lässt.

00:28:49: dann nimmst du noch einen zweiten Komponent hinzu und sagst naja also ich glaube ich möchte das nochmal bisschen differenzierter betrachten oder von einer anderen Perspektive.

00:28:57: und dahin hast du dich...ich sage jetzt mal so ... aufgelöst gefunden, dass du dann auch irgendwann doziert hast und an der Uni kannst du uns da noch mal mitnehmen.

00:29:08: Also das eine ist ja wie soll man sagen zu lernen... ...und das andere ist dann etwas weiterzugeben von dem was man gelernt hat.

00:29:17: Ja ich möchte noch die dritte Komponente sagen.

00:29:20: Ich habe in Freiburch eben dann hauptsächlich studiert und dort dann auch promoviert in Ethik.

00:29:26: Und parallel dazu, weil ich schon so gedacht habe, ich möchte was weitergeben.

00:29:31: Menschen weitergeben und mich damals auch schon so gefragt hab könnte Ordensleben das für dich sein?

00:29:36: War ich mir nicht sicher aber dachte ich da möchtest du für dich selber einfach nochmal gucken.

00:29:41: Und habe dann eine Psychotherapie gemacht, eine ganz relativ lange, so eine Gesprächspsychotherapie.

00:29:47: Drei Jahre zweimal in der Woche nicht weil ich jetzt irgendwie ein Krankheitslei, also weil ich leidend war sondern das war einfach gab es da die Möglichkeit ja durch die Diözese damals dass in einem Psychotherapeut einfach Leuten die in die Seelsorge gehen wollen ermöglicht sich selber besser kennenzulernen weil du in der Seelsorge oder als Beraterin Begleiterin primär selber das Instrument bist.

00:30:13: Da habe ich wieder das Bild des Instruments, genau und ich wollte meine innere Klangfarben und Stimmungen wir kennenlernen um in Begegnung mit anderen auch gut oder besser hören Fragen und begleiten zu können.

00:30:23: Und das ist für mich ein ganz ganz großer Schatz in meinem Leben.

00:30:25: Das ist nochmal so.

00:30:26: der dritte Punkt So der war also die Wissenschaft uns ja genau und dann bin ich nach München gegangen Und das ist eine tolle Stelle.

00:30:33: Also vor allen Dingen in der ganz, ganz tolle Stelle ich war Hochschulseesorgerin da gibt es so von der katholischen evangelischen Kirche gibt es ja so Gemeinden an der Universität und ich war an der LMU also an der Ludwig-Maximiliums-Universität war ich einer im Team in der Hochschulseesorge und ich habe mich gefühlt wie ein Fisch im Wasser.

00:30:49: Ich kam ja gerade so frisch aus von der Uni, vom Promovieren und diese Lebensphase ist ja so ungemein spannend.

00:30:57: Und so ungemein anstrengend wenn man nicht so genau weiß wo die Lebensreise hingeht und man viele Optionen hat oder denkt is es das?

00:31:03: Oder merkt ich bin da unterwegs und es passt nicht.

00:31:05: und was soll ich denn tun?

00:31:07: Und da habe ich einfach mit Studierenden gearbeitet, hab ganz viel Menschen begleitet.

00:31:11: Hab in der Uni-Kirche am Sonntag gepredigt, hab viele Kurse angeboten, Wanderungen und spirituelle Kreise.

00:31:19: also da hab' ich mich gefühlt wirklich...

00:31:21: Da geht mir das Herz auch wenn die zuhört!

00:31:23: Ja

00:31:23: es war so mein Ding Es war so toll Ich war so glücklich hatte eine tolle Wohnung in München nette Freunde und München ist ne tolle Stadt.

00:31:32: und dann die Umgebung bin gern gewandert.

00:31:34: Genau das war eigentlich mein ganz ganz ganz ganz großes Hauptbein.

00:31:37: und dann hatte ich ein klitzekleines Spielbein, da habe ich dann auch gelehrt Philosophie aber nicht an der Uni sondern an der philosophischen Hochschule.

00:31:44: Und genau das war auch gut, aber bei dem anderen das war mir eigentlich noch viel wichtiger.

00:31:52: Was

00:31:52: war die Wichtung

00:31:53: hier?

00:31:53: Also die Hochschulseelsorge also existenziell mit Menschen unterwegs zu sein und nicht primär wissenschaftlich.

00:32:01: Also es hat sich dann immer wieder noch mal die Frage gestellt, bleib ich gehe zurück an die Uni und mach da weiter.

00:32:06: Aber hab mich dann immer dagegen entschieden, weil ich gedacht habe, das sind dann so ganz stark meine Gesprächspartner, die Bücher – und ich finde Menschen als Gesprächspartner doch ein bisschen interessanter!

00:32:16: Ich spüre wie du geradezu aufblüßt wenn du davon erzählst.

00:32:25: Du atmest tief ein und der kommt richtig Energie Aber irgendetwas hat dir hier fehlt, hast du geschrieben?

00:32:35: Ja.

00:32:36: Es war alles rundherum gut!

00:32:38: Es war wirklich gut und zugleich habe ich mich – und das fing ja nicht da an sondern auch schon ein bisschen davor aber da wollte es irgendwie immer stärker – er hatte sich so gedacht, ja aber Melanie für dich steht eigentlich noch eine Frage an die es gilt zu klären nämlich ist Ordensleben der Lebenslicht Also als Ordensfrau in der Gemeinschaft mit anderen Frauen gemeinsam unterwegs zu sein.

00:33:02: Und diese Frage, die hatte mich schon mehrere Jahre begleitet – ich habe mir immer wieder auch Ordensgemeinschaften angeschaut und das waren auch gute Ordens-Gemeinschafte.

00:33:11: also so wo ich sage, boah, die kann ich auch empfehlen dass man dort hingeht.

00:33:14: aber ich bin dahin gegangen und dabei sind sie eigentlich relativ schnell gemerkt.

00:33:18: Das ist nix!

00:33:21: Ich sag gerne, es gibt so einen Stallgeruch.

00:33:23: So ähnlich wie wenn man in eine Familie kommt oder was weiß ich irgendwo, dann merkt man so ne Atmosphäre und ich hab immer gemerkt ... Nee!

00:33:32: Das funktioniert nicht.

00:33:33: also die werden mit mir nicht glücklich und ich werde mit denen nicht glücklich.

00:33:36: Ich glaub da passt jetzt ein ganz gut... Also ich habe dein Buch gelesen, dann haben wir ein Zitat drin.

00:33:42: Mir ist klar das klingt verrückt und bisweilen denke ich selbst Männer nie du spinnst.

00:33:48: Das hab' ich geschrieben?

00:33:49: Okay, das weiß ich schon gar nicht mehr.

00:33:52: Das heißt es war schon ein heftiger Prozess.

00:33:56: Wir stellen uns das vor dieses Leben in München und eigentlich ist alles in Ordnung Fisch im Wasser Dieses Ordensleben, also irgendwie catcht mich das.

00:34:08: Aber innerlich ist es schon ein ganz schöner Kampf gewesen.

00:34:10: Also du hast es so beschrieben als ich glaube es war ein Tagebuchauszug von dir gewesen.

00:34:16: Ah ja, jetzt weiß ich, ja das ist der Tagebuch Auszug genau!

00:34:19: Genau weil ich habe sie nicht so im Buch geschrieben aber es ist auch ein Tagebausauszug aus dem Reimbuch richtig?

00:34:24: Ja genau.

00:34:25: Ich bin dann durch Zufall den Salvatorianerinnen begegnet dass die Gemeinschaften der ich heute bin und da hat mich das echt geflasht, wo ich gedacht habe, diese Frauen und wie die leben.

00:34:38: Das könnte was sein!

00:34:40: Und ich war total glücklich weil eine lange Sehnsucht und Suche auf einmal deutete sich da an der Kanzle Tür geben durch die ich gehe.

00:34:51: Ich war total Glücklich und ich hab zugleich richtig Schiss gekriegt Weil das kann jetzt ernst werden.

00:35:03: Also wow diesen Schritt zu gehen Und ich habe relativ schnell mich auch entschieden, also ich hab die im September kennengelernt.

00:35:11: Ich habe im Januar gekündigt und im Juli habe ich meine Zelte in München abgebrochen.

00:35:16: Das ging dann auch relativ schnell aber es war überhaupt nicht angstfrei!

00:35:19: Also wie man vielleicht auch schon gemerkt hast du vielleicht?

00:35:22: Ich bin jetzt nicht ein Mensch der so Schnellschüsse macht und unüberlegt Dinge tut... ...ich bin da ja auch einen langen Weg gegangen und auch einen begleiteten und ich habe gespürt das kann es sein.

00:35:31: und zugleich gab es natürlich auf viele äußere Widerstände und innere Widerspende.

00:35:36: Also so die Angstmänner, sag mal... Es stimmt hier einfach gerade alles!

00:35:40: Und so eine Stelle, die so passgenau ist, also findest du die überhaupt noch einmal?

00:35:45: Weil was isst?

00:35:45: Du gehst in die Gemeinschaft und dein Traum entpuppt sich als... Ja.

00:35:53: Ist okay.

00:35:54: Aber es stimmt nicht.

00:35:55: Und ich packe wieder meine sieben Sachen und gehe.

00:35:58: So das war ein... Ja, das hat mich natürlich schon auch echt beunruhigt oder hat mich geängstigt.

00:36:07: Und zugleich war mir so klar... Also ich werde nicht durch Besuche klären können ob es stimmt oder nicht.

00:36:15: Das werde ich nur klären kann wenn ich wirklich aufbreche und Erfahrung mache.

00:36:21: Und den Mut meine Zelt hinter mir abzubrechen und dann eben damals nach Österreich zu gehen, den habe Also zum einen daraus gewonnen, dass ich wusste komm du bist da ein lang Weg gegangen und hier spricht vieles dafür.

00:36:34: Und du wirst auch wenn du gehen solltest nicht auf der Straße landen und so.

00:36:37: Ich hatte natürlich schon einfach ein gutes Umfeld sozusagen aber vor allen Dingen wusste ich Melanie Wenn Du jetzt nicht gehst dann bist du vielleicht zehn Jahre weiterhin total glücklich in der Hochschulgemeinde an der Uni und so.

00:36:48: Aber irgendwann musst du dich fragen lebst du nicht an einer erfüllteren Weise deines Lebens vorbei?

00:36:55: Und mit diesem nagenden Zweifel wollte ich nicht leben.

00:36:58: Du beschreibst irgendwann eine Szene, ich weiß nicht wo ich die zeitlich hinpacken kann.

00:37:02: Wo du in der Stelle angenommen hast als Reinigungskraft?

00:37:06: Nein das war mein Kollege!

00:37:08: Das Buch haben wir zu zweit geschrieben.

00:37:10: Das war Andreas, das Buch haben wir jetzt so zweit geschrieben.

00:37:12: Du meinst den Atlas der unbegangenen Wese?

00:37:14: Ja ja genau.

00:37:15: Wo ich das erst mal wirklich relativ stark auch von meinem biografischen Weg erzähle.

00:37:20: Das war mein Kollege, der ist in eine Ordensgemeinschaft eingetreten.

00:37:23: Das waren eine andere im Frankreich und das war er.

00:37:30: Also für mich ist das so, als ich das gelesen habe... ...das ist ja dann zu sagen ok ich studiere jetzt Theologie anstelle Medizin.

00:37:39: Das ist ja schon wo ich sage okay ist jetzt nicht so der Mainstream, aber du hast dich damit absolut dann auch wohlgefühlt.

00:37:47: Aber zu sagen aus einer, wie soll man sagen, Position das wo also an der Uni arbeiten Dr.

00:38:01: Zu sein... ...zu dutzieren und dann so ein gutes Umfeld zu haben Und dann zu sagen ich gehe in einen unsicheres Feld in die absolute Vereinfachung, obwohl ich mich eigentlich super wohl fühle.

00:38:28: Das ist ja schon also ein krasser Sprung.

00:38:36: Wir Menschen streben nach Sicherheit, Sicherheit ist so ein großes Bedürfnis wo wir uns safe fühlen.

00:38:42: natürlich hast du in deinem Leben an Anfang früh schon gemerkt okay auch wenn ich mich irgendwo sicher fühle ... ist vielleicht nicht immer da, wo ich sie sehe.

00:38:52: Ja?

00:38:53: Aber das ist natürlich ein enormer... ... Bruch zu entscheiden und zu sagen okay, ich gebe dieses... ... Anführungsstrichen sichere Leben auf,... ... weil ich tief drinnen das Gefühl habe,... ... dass ich mich vielleicht woanders erfüllter fühlen würde.

00:39:10: Und wir merken ja auch durch das Ziel, es ist ja nicht so gewesen, dass du dich ja von heute auf morgen fuhlst.

00:39:14: Ich gehe jetzt ne, sondern das ist ja ein langer Prozess gewesen,... ... wo dann auch gesagt hast ok, ich höre... von meiner innere Strimme auf, dass ich sage okay.

00:39:26: Ich gehe in ein vermeintlich unsicheres Leben eine Annahme das mir mehr mit mir schwingt.

00:39:36: Ja also und es war wirklich ja weil ich wusste wenn ich wenn ich das jetzt nicht tue dann lebe ich eigentlich einen Stück im Widerspruch zu mir und dem was ich tief innerlich spüre dass da ne Frage ist die geklärt werden will Und eine Sehnsucht danach, ich meine ich habe mich ja auch danach gesehen oder ich hab mir gewünscht mit anderen.

00:39:58: Ich mein warum bin ich Ordensfrau?

00:40:00: Weil ich irgendwie gemeinsam mit anderen leben wollte weil ich ein Leben aus der Stille führen möchte mich gemeinsam mit anderen dafür einsetzen möchte, dass unsere Weltenstückchen besser wird.

00:40:11: Also ich bring gerne so ein Bild nicht nur für das Ordensfrau sondern auch fürs Christin sein.

00:40:16: oder ja die Hände falten und die Ärmel hochkrempeln also aus der stille Leben und das eigene dazu tun irgendwie in dem Bereich was meine Gaben sind und in dem Umfeld die Welten stückchen heller zu machen besser zu machen.

00:40:29: und das war meine Sehnsucht.

00:40:33: Das hatte ganz viel mit meiner inneren Stimme zu tun.

00:40:36: Es gibt ein Satz von Christa Wolf, der heißt es muss doch mehr als alles geben und das alles was ich gelebt habe hat gestimmt.

00:40:46: Ist da wirklich gut?

00:40:48: Du merkst wie ich auflebe wenn ich von dem Menschen erzähl.

00:40:51: Und doch gab es eben noch einen Unruhepol in mir eine Sehnsucht die mich ... noch mal rausgeschickt hat und gesagt, ah nee, stell deine Segel in den größeren Wind.

00:41:01: Bleib nicht hier sozusagen im Hafen oder in dem Guten wo du unterwegs bist sondern... ...stell deine Wege nochmal in größeren Sinn und wag dich aus Meer weil da wartet was auf dich.

00:41:14: Krass!

00:41:17: Was ich spannend finde.

00:41:17: also wenn man so deine Literatur liest ja?

00:41:20: Und auch das was du so machst.

00:41:23: Du hast ja schon sehr starken ... drang dazu für Individualität.

00:41:32: Finde deine Individualitäten, das ist ja... Dein Weg ist auch sehr markant zu sagen... Also du merkst schon ich tue mir schwer damit zu sagen Ich bin an der Uni, ich leere da und für mich wäre es nix.

00:41:48: Muss es nicht?

00:41:48: Genau!

00:41:49: Und das ist der Punkt, das finde

00:41:50: ich...

00:41:51: Das ist das Spannende.

00:41:52: Viele würden zum einen wegsagen Warum?

00:41:57: Bleibt doch in der sicheren Sphäre, wie auch immer.

00:41:59: Und das finde ich so spannend, dass glaubst du, dass es auch aus deinem Prozess her entstanden ist die Dinge, die Du erlebt hast den Menschen, denen Du begegnest zu sagen jeder Mensch ist individuell und jeder Weg ist individuelle mag er auch noch so ungewöhnlich sein weil Du sitzt hier und bist glücklich ja und Du machst Dinge die nicht jeder machen würde, aber es fühlt sich also zumindest aus der Beobachtung so an als wenn's genau der Weg ist den du fühlst.

00:42:32: Und das gibt doch nichts Schöneres?

00:42:34: Also jetzt auch von meinem Beruf her oder ich denke das ist dein Beruf auch und was du hier mit dem Podcast machst... Es gibt doch Nichts Schöeneres als Menschen zu ermutigen In sich hinein zu heuchen, ihre Stimme zu entdecken.

00:42:48: so trau dich es ist dein Leben.

00:42:50: Dein einmaliges kostbares Leben und horchendich hinein und Entdecke ja jeder von uns trächt ein Kompass in sich und jeder von Uns ist so einmalig wie der Fingerabdruck.

00:43:03: Und ich glaube Und je mehr wir wirklich in unsere Individualität und Persönlichkeit finden, das meint ja überhaupt nicht manchmal kommt.

00:43:11: Dann ist es irgendwie so Egoismus oder irgendwas aber gar nicht.

00:43:15: Das heißt auch, wir werden umso beziehungsfähiger.

00:43:17: Je mehr wir in unserer Individualität finden, umso mehr können wir auch das Leben wie wir Welt bereichern können.

00:43:27: Was zum Menschen gehört?

00:43:28: Wir wollen ja auch positive Spuren hinterlassen davon bin ich überzeugt!

00:43:32: Und je mehr wir in unser eigenes finden, umso mehr sind wir eine Bereicherung für unsere Umfeld.

00:43:36: Ja und ich bin davon zutiefst überzeugt aufgrund meiner Lebenserfahrung, aufgrund dessen das sich Menschen begleiten darf und auch aufgrund meines Glaubens.

00:43:46: Wartengenommen du würdest die jetzt begegnen?

00:43:48: Ich mir!

00:43:48: Okay.

00:43:49: Du wär... also die heutige Melanie begegnet der fünfzehnjährigen.

00:43:54: Ach so okay ja.

00:43:56: Was wäre so über... Also was würdest du machen wenn du ihr begegne würdest?

00:44:02: Du würdest sehen, wie sie keine Ahnung.

00:44:04: Vielleicht hast du noch das kindliche Bett vor Augen?

00:44:07: Liegt dem Bett und krieg schon ein Kloß im Hals.

00:44:10: Liegt den Bett und weint und du würdest dich daneben setzen.

00:44:12: Das würdest du machen!

00:44:13: Also aus der Erfahrung heraus die du... also du hast dein Leben gelebt oder du hast das Leben der jungen Melanie gelebt bis jetzt aber wo jetzt?

00:44:23: nicht dass ich das Falsche sage, thirty-fünf Jahre weiter.

00:44:26: Ich bin jetzt ...

00:44:27: Sechs und dreißig Jahre, glaube ich, Mama.

00:44:28: Ja?

00:44:29: Neunzig, sechs, zwanzig Jahre bis jetzt weiter.

00:44:31: Die Querführte war ja noch ein bisschen vorher, also vierzig Jahre weiter.

00:44:35: Wie soll man sagen?

00:44:36: Dein eigenes, sechsten, dreißige Jahre älteres Ich setz dich daneben.

00:44:40: Und was würdest du tun?

00:44:42: Oh je, kommen wir fast erst mal trenen weil die so traurig war.

00:44:45: Diese Melanie war verdammt traurigt damals mit fünfzehn.

00:44:56: Ach, ich würde mich einfach an ihr Bett setzen Hand auf ihre Schulter legen Sie ihn aahnehmen und sagen Und das ist jetzt überhaupt nicht bildig für Trösen, sondern es wird gut werden.

00:45:14: Das würde ich sagen.

00:45:18: Ja, nee weil die war echt traurig diese Melanie damals.

00:45:22: Genau!

00:45:23: Es wird gut wären.

00:45:25: Vertrauen.

00:45:28: Ich glaube dass wir häufig in diesen Lebenskrisen einfach so wirklich trauriger sind und frustriert vielleicht in den Momenten auch das Gefühl haben, es geht nicht weiter oder wie soll's weitergehen und dann kommt noch mal ein Umbruch.

00:45:49: Und da denkt man sich...

00:45:52: Das ist so wichtig, sich das zu erlauben!

00:45:57: Es ist so hilfreich wenn Menschen an der Seite sind die davor nicht Angst haben und die anders nicht ausreden wollen sondern die einfach da

00:46:06: sind.

00:46:10: Toll Melanie ist glücklich geworden Auch wenn sie keine Flötenkarriere eingeschlagen hat.

00:46:15: Auch wenn Sie nicht an der Uni geblieben ist sondern wirklich ungewöhnliche Wege gegangen ist.

00:46:25: Jetzt sind wir durch die Brüche deines Lebens.

00:46:28: Muss

00:46:29: man gerade meine Bilder ein bisschen sauber machen?

00:46:30: Ja, aber ich will dir zu!

00:46:32: Jetzt sind wie durch die brüche des Lebens gegangen und haben gemerkt das bewegt dann ja emotional.

00:46:39: Junge Melanie vorgestärkt hat es berührt dich immer noch diese Zeit.

00:46:43: Du hast erzählt davon dass du lange Flöte nicht hören konntest.

00:46:45: Das hatte ich sehr stark berührt Und später gab es dann auch Umbrüche und du begegnest ja an oder bist als Seelsorgerin.

00:46:56: Viele Menschen begegnet ihr auch Herausforderungen haben, aber du begehnest ja immer noch wenn du... Also gehe ich jetzt mal ziemlich schwer davon aus, wenn du auf Wanderungen gehst mit anderen.

00:47:10: Beginn ist er immer noch.

00:47:12: wie soll man sagen starken Schicksalen?

00:47:14: Ja!

00:47:16: Und gleichzeitig ... hast du Bücher rausgebracht oder hast dich mit Themen beschäftigt wie Zuversicht?

00:47:26: Und jetzt im aktuellen Buch, was du herausgebracht hast auch mit der Freude.

00:47:31: Ich finde die Einleitung super spannend weil du sagst eigentlich ist das Leben heute zu ernst als dass wir über Freude schreiben.

00:47:38: aber vielleicht sollten wir gerade deswegen über Freudeschreiben.

00:47:44: Wie ist es dazu gekommen?

00:47:45: also... Wir haben uns jetzt ein Stück weit oder einen Abriss von deinem Leben mitbekommen.

00:47:50: Es sind ja sehr viele Umbrüche, Neu-Anfänger und irgendwie hat sich es immer als ... wie soll man sagen?

00:47:55: Als Dein Weg erwiesen, um den Du gegangen bist trotz der Herausforderung, trotz de Inbrüchen, trotst dessen dass du viel Schicksalen auch ins Gesicht gesehen hast und trotzdem machst du dich entschieden über so etwas wie Zuversicht oder jetzt auch Freude zu schreiben.

00:48:13: Was hat den Impuls aus diesen vielen Jahren der Erfahrung in dich gelegt zu sagen, ich schreibe ein Buch darüber.

00:48:21: Was Freude bedeutet?

00:48:29: Also ich habe ja ein paar Bücher geschrieben und ich sage gerne nicht Ich suche die Themen sondern die Themen finden mich.

00:48:36: Also du hast das Buch Zuversicht erwähnt.

00:48:39: da hab' ich mich ran gesetzt zu Beginn einer Pandemie weil... Ja, die haben wir damals gebraucht, die Zufersicht oder einfach auch viele auch aufgrund Ich habe ja ein eigenes Podcast vieler aufgrund meines Podcasts, mir schreiben oder so.

00:48:53: Und um Stütze da eben auch oder sagen was sagen Sie denn?

00:48:58: Also ich erlebe häufig dass die Themen mich finden und jetzt beim Thema Freude war das eben diesmal so'n bisschen anders also so... Ich hatte schon vor drei Jahren den Impuls, ich möchte einen Buch über Freude schreiben.

00:49:11: Da bin ich gesagt ne also man geht ja gar nicht!

00:49:13: Das ist so.

00:49:14: Ist das nicht naiv oder gar zynisch?

00:49:18: Oder so eine Art von milder Realitätsverweigerung, wo unsere Welt so bedrängt ist.

00:49:23: Weil wir leben ja, finde ich in immer krisengeschüttelteren Zeiten also persönlich zwischen menschlich gesellschaftlich global und Ich habe noch nie solange gebraucht mich für mein Buch zu entscheiden wie für dieses Buch.

00:49:34: Ich hab echt drei Jahre gebrauchte.

00:49:36: Ich schreibe und die schreibt mich, dann habe ich zwischendurch was anders geschrieben.

00:49:40: Und dann habe ich irgendwann letztes Jahr gedacht Melanie, aber das Thema lässt dich nicht los.

00:49:44: Weil du hast ja auch immer den Impuls es ist so wichtig zu schreiben nach Dich okay?

00:49:48: Dann fange ich doch einfach mein Buch damit an von meinem inneren Ringen zu schreiben und mal gucken was dann passiert.

00:49:54: Ich war nicht ob Du Gelegenheit hattest da ein bisschen weiter reinzuschauen.

00:49:57: Also ich beschreibe immer wieder im Buch selber wie's mir gerade mit dem Thema geht und diese Frage passt das denn überhaupt nicht.

00:50:10: ganz frisch raus, also als ich so mich mit dem Thema beschäftigt habe Freude.

00:50:14: Es ist ja so verrückt ne?

00:50:16: Also einerseits wünschen wir alle uns Freude weil freut unserem Leben Glanz und Leichtigkeit verleiht.

00:50:22: und hey unser Leben ist einmalig und kostbar.

00:50:26: Wir leben es nur einmal.

00:50:27: deswegen sollten wir irgendwie das Beste daraus machen.

00:50:30: Und der Freude Raum geben!

00:50:31: Und andererseits ist Freude eben ein Gefühl was doch auch... vielleicht mit das schönste Gefühl, sondern auch ein Schwieriges.

00:50:39: Also es gibt viele Widerstände innere biografische oder eben auch so im Blick auf unsere Zeit.

00:50:45: ja kann ich mir erlauben mein Buch über Freude zu schreiben oder da freudem Lebenraum zu gehen wo unsere Welt dem Bach runtergeht.

00:50:51: und was ich so gelernt habe im Schreiben auch im Blick gerade auch auf die gesellschaftspolitische Dimension von Freude nicht trotz sondern wegen der Dunkelheit da draußen gilt es der Freude Raum zu geben.

00:51:04: bei Freude ist, vor allem wenn wir uns gemeinsam freuen.

00:51:07: Irgendwie so ein lebendiger Protest... Wenn wir uns freuen sind werden lebendige Protest gegen dieses kollektive Ertrinken in Elend und Entmutigungen.

00:51:19: Das habe ich schon auch im Kontakt mit Menschen und wenn ich auch Medien lese und so.

00:51:23: Ich halte schon diese verbreitete Entmutigung für eine der ganz großen Gefahren unserer Zeit weil dann Wenn ich denke, es bringt eh nichts sich einzusetzen.

00:51:31: Dann lege ich die Hände ins Schoß und dann haben wir ein echtes Problem.

00:51:36: Also von daher, genau Freude macht unser Leben reich individuell.

00:51:41: Es ist zwischenmenschlich und Freude auch nochmal so die Frage innere Stimme hören das ist mir total wichtiger Punkt.

00:51:50: Ich finde Freude macht ja nicht nur im Bereich, hat nicht nur unser seelisches Leben oder fördert unsere Gesundheit oder unsere Beziehung sondern Freude ist auch eine total wichtige Orientierungshilfe im Alltag.

00:52:05: Also wenn ich mich frage vor einer Entscheidung Oder als ich mich dann gefragt habe Als ich dann länger in der Ordensgemeinschaft gelegt habe und will ich mich wirklich an die Gemeinschaft binden?

00:52:15: Das ist ein längerer Prozess.

00:52:18: Da ist so Die Frage ja spüre wenn ich mir vorstelle, ich lebe mein Leben als Ordensfrau in dieser Gemeinschaft sicher an ganz vielen verschiedenen Orten.

00:52:29: Spüre ich da eine innere Freude?

00:52:33: Das ist ein ganz zentrales Kriterium vor Entscheidungen!

00:52:37: Also so Freude ist so'n Echo existenzieller Wahrheit dass sich den Eindruck hat das ich spüre Ich bin da auf dem richtigen Weg.

00:52:45: Also natürlich, also genau es geht um diese tiefe Freude.

00:52:48: Weil sie anzeigt weil ich da ein Stück mehr in Übereinstimmung bin mit mir und das heißt ich glaube dass die Freude auch zu unserem inneren Kompassystem gehört, dass uns zeigt ja geh'n diese Richtung und nee gehe nicht in diese Richtung!

00:53:04: Also natürlich kann dauern eine Fraudlosigkeit auch ganz andere... Gründe haben, Depressionen usw.

00:53:09: Das muss man abklären.

00:53:10: aber jenseits dessen was du aus deiner Erfahrung auch als Arzt und Therapeut sagst ist so eine dauernde Traurigkeit und Freudlosigkeit oder das Gefühl von innerer Freude, innerer Freiheit sind ganz wichtige Kriterien.

00:53:26: umzuspüren komme ich damit meiner Identität mit dem wer ich bin, wer ich sein will was mich erfüllt und wie gut unterwegs bin in Berührung Und auf.

00:53:35: deswegen habe ich ein Buch über Freude geschrieben und es hat mir selber totale Freude gemacht.

00:53:40: Neben all der Krise, die es natürlich auch geht beim Buchschreiben das ist normal.

00:53:44: Ich spüre so in deinem Leben raus dass es wie soll man sagen... nicht so ein Kippen gibt, sondern eher so einen Gleichgewicht zu sagen.

00:53:52: ja ich war damals als Jugendliche traurig und trotzdem habe ich irgendwie die Zukunft gesehen.

00:53:57: Es gibt Herausforderungen im Leben und trotzdem gibt es aber auch die Freude.

00:54:00: Und

00:54:00: das ist so wichtig?

00:54:01: Es gibt Sicherheit, die ich habe durch Freunde was auch immer und trotzdem kann ich aber etwas riskieren.

00:54:06: also ich spüre so ein bisschen raus dass Dein Leben viel davon geprägt war, zu sagen es gibt nicht nur diesen einen Schwerpunkt sondern das war oft ein Gleichgewicht.

00:54:15: Ja es gibt das aber auch das und dass das irgendwie ein gewisses Gleichgewich geschaffen hat.

00:54:20: also jetzt in den jüngsten Zeiten du hast auch schwer mit Covid gekämpft ne?

00:54:24: Und gleichzeitig haben sich aber Entwicklungen aufgetan wo du sagst ja das ist aber auch super positiviert zum Beispiel eine Fernsehsendung oder so was ich habe so das Gefühl In deinem Leben hat sich ein Gleichgewicht geschaffen, dadurch dass es halt schon Gegenpole gab.

00:54:40: Aber die sich in gewisser Weise auch irgendwie ... Dadurch das du sie hast stehen lassen.

00:54:45: Wie soll man sagen Gewicht gebracht haben oder eine gewisse Ruhe?

00:54:48: auch ja?

00:54:50: So unruhig dein Leben irgendwo sich ansieht so strahlts auf der anderen Seite aber irgendwie dann auch wiederum eine Ruhe aus.

00:55:00: Ja und vielleicht liegt die Ruhe dann darin weil das was du grad beschreibst ist ja das Leben.

00:55:06: Also, ja.

00:55:07: Nee so ist es doch oder?

00:55:08: Es ist jetzt nicht nur Melanie's Leben sondern das ist das Leben.

00:55:11: also es gibt herausforderndes.

00:55:13: Es gibt Schwieriges und manchmal gibt es Beinhates aber es gibt immer auch das andere.

00:55:19: Das ist nur die Frage ob ich das sehe.

00:55:21: Es geht immer auch dass andere und und es gibt aber eben nicht nur das Und dann werde ich naiv und blende das andere aus.

00:55:28: Ich glaube, wenn ich nur dahin zum positiven Schauenbild ist es total fragil und muss alles andere wegdringen.

00:55:36: Dann ist man auch nicht in der Ruhe weil natürlich dauert dann unterirdisch die Angst wo man ja auch merkt so spielt das Leben ja eigentlich nicht und da muss sich das verdrängen und umgekehrt nur dazu sein.

00:55:45: kommt man irgendwie auch nicht aus dem Puschen wird man in Norddeutschland sagen.

00:55:48: Das macht das Leben auch nicht froh und erfüllt Und ich glaube, also genau was du gerade beschrieben hast.

00:55:56: Diese Polarität ist das Leben und ich glaube wir kommen dort in... Das ist für mich auch ein Kennzeichen von oder vielleicht einen ja doch so eine innere Heiterkeit die auch in Krisenzeiten trägt oder sich auf jeden Fall immer wieder einstellt.

00:56:14: Die verdankt sich glaube ich dem dass sich sozusagen immer mehr zum Gesamtpaket des Lebensjahr sagen kann Und wenn ich das kann, dann bin ich nicht im Widerstand.

00:56:24: Wenn ich mich auf Dauer gegen etwas reibe oder an etwas reibere, werde ich mit der Zeit wund.

00:56:31: Ich glaube so diese Kunst auch resignieren zu können, manchmal was total Positives akzeptierend zu können.

00:56:39: Das ist eine ganz große Kunst und damit verbunden die Kunst des Trauerns und zugleich eben die Kunst... der Leichtigkeit des Lebensraum zu geben.

00:56:49: Und da habe ich ja schon den Eindruck, dass das so überhaupt nicht selbstverständlich ist und deswegen mache auch so ein Fledevier für die Freude weil es überhaupt nicht Selbstverständlich aus verschiedenen Gründen ist der Freude und der Leichtigkeit wirklich Raum zu geben und ihr auch eine Priorität einzuräumen.

00:57:09: Ich hab dich gebeten gehabt ne Chronologie von dir zu geben, chronologisch mit meinen Steinen Am Ende einen total witzigen, eigentlich spannenden Satz geschrieben.

00:57:19: Also unter der Chronologie nichts von all dem was ich heute beruflich tue habe ich aktiv angestrebt.

00:57:26: ja ich hab nicht einmal davon geträumt.

00:57:27: es war ein Zusammentreffen von äußeren Umständen Anfragen und innerer Bereitschaft.

00:57:32: irgendwie finde ich ist das eine gute Zusammenfassung von dem wie dein Leben gewesen ist wenn du jetzt so zurückblickst ne?

00:57:39: Der Satz ist ja relativ prägend für dein Leben Was ist so?

00:57:42: das wo du sagen würdest Das ist die Kern-Message, die du jetzt für dich mitgenommen hast aus den gut fünfzig Jahren.

00:57:54: Die Kernmessage von wem oder was?

00:57:57: Von dir!

00:57:57: Wo du jetzt zurückblicken würdest und sagen würdest das ist so das, was du mitnimmst, was für dich in deinem Leben wichtig geworden ist oder wo du sagst dass das nimmst du mit.

00:58:09: Das

00:58:23: reicht im Leben Tag für Tag neu die Hand.

00:58:31: Ja, hab Mut das Dunkle zuzulassen und ein weites Herz Das helle wirklich in dich rein zu lassen aufzunehmen und zu leben.

00:58:45: Und als christin würde ich sagen also wenn ich sage erreicht dem Leben jeden tag die hand also so die ermutigung zu vertrauen.

00:58:52: Als christin würd ich sagen ja vertraue dem leben weil weil du Weil Gottes mit dir lebt oder weil du in Gottes Licht dich bewegst und verschenkt dich an die Welt?

00:59:06: Vielen Dank.

00:59:09: Ich finde es wirklich spannend, also jedes Mal wenn ich hier sitze und Menschen auf eine ganz besondere Art und Weise kennenlerne und sehe wie individuell wir tatsächlich sind und wie individuelle Wege wir auch finden können.

00:59:23: Wenn wir uns dafür öffnen das Zulassen ist es jedes mal für mich echt ein Geschenk solche Menschen will ich kennenzulernen.

00:59:31: Vielen, vielen Dank, dass du da warst.

00:59:33: War sehr, sehr schön!

00:59:33: Ich danke dir für deine Offenheit und für deine Zeit.

00:59:36: Und ja... war eine echt schöne Zeit.

00:59:40: Vielen dank dir!

00:59:41: Ich denke dir für die Einladung und ich danke dir wirklich, dass Du diesen Raum eröffnest weil ich glaube, dass DU unglaublich viele Menschen bereicherst dadurch.

00:59:49: Und dass wir es auch gemeinsam gemacht haben.

00:59:51: Danke!

00:59:54: Das war eine Folge von Sprechstunde mit dem Leben.

00:59:58: Ich finde super schön, dass Sie dabei warst Berührt mich halt nach, merkt ihr an der Geschwindigkeit meiner Stimme.

01:00:06: Wenn es euch auch berührt hat und wenn ihr das Gefühl habt, das bräuchte vielleicht jemand die Folge dann einfach gerne teilen.

01:00:15: Und natürlich falls ihr es noch nicht habt gern abonnieren damit ihr die nächste Folge nicht verpasst.

01:00:19: Schön dass du dabei warst.

01:00:22: bis zum nächsten mal dein Ben.

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