Vom Gefühl, falsch zu sein – zur Freiheit, nichts mehr werden zu müssen: Helen Poraj

Shownotes

Heute habe ich Helen zu Gast, auf die ich durch ihre tiefgründigen Texte aufmerksam geworden bin. Gemeinsam sprechen wir über ihre behütete Kindheit im Schwabenland, prägende Routinen mit ihrer Familie und die Herausforderungen, die Ängste und Zwänge schon früh in ihrem Leben mit sich brachten.

Du erfährst, wie Helen zwischen familiärer Geborgenheit und inneren Konflikten ihren Weg gesucht hat. Erst im Gesang und Tanz, später dann in der Klarheit der Mathematik. Auch Themen wie Zen-Meditation, Perspektivwechsel im eigenen Erleben und der Umgang mit tiefgreifenden Lebenskrisen spielen eine große Rolle. Helen teilt offen, wie sie gelernt hat, mit Schmerzen und Enge umzugehen und beschreibt, wie aus der Suche nach Kontrolle schließlich eine Versöhnung mit dem Leben selbst entstanden ist.

Freu dich auf ein inspirierendes Gespräch darüber, was es bedeutet, sich selbst und die eigenen Emotionen wirklich zu verstehen und warum manchmal genau das der Schlüssel zu mehr Leichtigkeit und innerer Freiheit sein kann.

Links Helen:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, ich habe am stärksten gelitten neben dieser Schwierigkeit der Zustände unter eine Art von Gefühl des Getrennzeins vom Leben.

00:00:08: Also ich bin irgendwie hier und mit meinen Schwierigkeiten und meiner Enge und meinen Zuständen irgendwie so gefordert und leide darunter.

00:00:18: Und es gibt eine Scheibe wie so eine Glasscheibe durch die ich dann nach draußen schaue und denke okay da draußen findet irgendwo Lebensstatt aber ich spür's nicht.

00:00:28: Die Ängste und alles, was ich durchlebe... Das ist es schon.

00:00:31: Genau das ist es!

00:00:33: Ich muss nirgendwo hier hinten.

00:00:34: Es fehlt nichts mehr in dem Sinne.

00:00:36: Woher war das Erleben immer?

00:00:38: Es fehlt irgendwas.

00:00:39: Es müsste irgendwas anders sein.

00:00:40: Ich muss noch irgendwas rausfinden.

00:00:42: Und jetzt ist tatsächlich das Erlebnis.

00:00:44: Ja, ich forsche immer noch aber eben nicht mehr aus diesem... Ich sage mal aus diesem Zwang heraus oder aus diesem Leid heraus.

00:00:52: So wie ich halt da bin und weil's mir Freude macht.

00:00:59: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sprechstunde mit dem Leben.

00:01:04: Schön, dass du da bist!

00:01:06: Ich bin Ben und ich habe heute Helen bei mir – hallo Helen!

00:01:10: Hi, dann freut mich dazu

00:01:13: sein.

00:01:14: Mich auch absolut ja.

00:01:16: Wir haben heute eine spannende Reise vor uns und ich bin auf dich aufmerksam geworden über deine Texte, über die sprechen wir später noch.

00:01:29: Ich weiß gar nicht mehr welcher Text es war.

00:01:31: Den hattest du bei LinkedIn veröffentlicht und ich habe mir gedacht, hm ich glaube da steckt ganz schön viel Tiefe drin.

00:01:38: also nicht nur in einem Text natürlich auch sondern von dem Auto der das geschrieben hat ne?

00:01:43: Das war's denn im Fall Du und hab' ich gedacht... ich glaub die spreche ich mal an.

00:01:48: und dann folgt noch ein paar mehr Texte wo ich gedacht habe

00:01:50: mmh

00:01:51: ich glaube die hätte ich gerne bei mir hier auf den Sessel.

00:01:55: und heute bist du da Bevor wir in die Tiefe gehen oder in diese herausfordernden Themen, zu Beginn vielleicht mal die Frage hast beschrieben dass du behütet groß geworden bist.

00:02:15: Ich glaube wohl gehütet hast du es formuliert?

00:02:17: Dass du wohl gehitet im ... ich glaube Geisling ist noch schwarbelendlich, gell?

00:02:21: Ziemlich

00:02:22: jetzt schwarblendlich.

00:02:22: Klar!

00:02:23: Dass du eigentlich wohl gehutet groß geworden Diese wohlbehütete Komponente, was hat das ausgemacht für dich?

00:02:37: Eine gewisse Unauffälligkeit vielleicht sogar.

00:02:40: Also meine Eltern waren so Mitte zwanzig als ich kam und dann meine zwei Schwestern und so schwäbisches Dorf alles überschaubar.

00:02:49: irgendwie.

00:02:50: Meine Eltern sind nach wie vor zusammen.

00:02:53: Dieses Familienleben hat immer stattgefunden, weil es von außen betrachtet auch intakt ist.

00:02:58: Ich habe auch häufiger die Rückmeldungen bekommen von anderen.

00:03:01: Ja bei euch ist das ja irgendwie so, wie man sich das vorstellt.

00:03:07: Es war immer jemand da, ich bin mit vielen Kindergarten gekommen und bis dahin war immer irgendjemand entweder Mama, Papa oder Oma da.

00:03:15: Also so von außend betrachtet eben gab's jetzt keinelei Anhaltspunkte die jetzt darauf hingewiesen hätten, dass irgendwas nicht in Ordnung sein könnte.

00:03:26: So aus Kindersicht auch.

00:03:29: Geißling hat ja schon ein paar Tausende.

00:03:31: Bist du direkt in den Geißlingen groß geworden?

00:03:33: Nee

00:03:33: geboren im Nachbarin zu einem wirklich kleineren Nachbardorf.

00:03:38: Das heißt, kann ich mir so klassisch vorstellen.

00:03:41: Da gab es dann auch keine Handys und keine iPads?

00:03:43: Nein!

00:03:44: Das heißt bis dann irgendwie auf der... Ich sag jetzt mal Straß also nicht im üblichen Sinne auf der Straße groß geworden aber als ich bin auch aufeinander groß geworden.

00:03:53: wir haben unheimlich viel Zeit draußen verbraucht.

00:03:54: Ja wir waren auch viel draußen und wir haben auch noch die Milch.

00:03:57: damals gab's noch einen Bauer wo man die Milche direkt im Stall holen konnte und so uns sind da immer mit dem Milch keine hingelaufen.

00:04:03: also das war schon sehr wie soll ich sagen idyllisch auf eine bestimmte Art und Weise noch, oder?

00:04:09: Ja auch die Natur, die Umgebung, das Drumherum ist eigentlich auch heute noch finde ich es sehr behütend irgendwie.

00:04:22: Kann man sich so als Bild echt schön vorstellen wenn man läuft.

00:04:24: Ich kann mich auch noch daran erinnern also dass es einen Bauer gab ... wo wir die Milch abgeholt haben.

00:04:28: Ich glaube, bei uns war es mit dem Auto... ... weil das jetzt nicht ganz so klein war, die Ortschaft aber,... ...das ist ja wie Bühlerbügel, stellt man sich das vor, ne?

00:04:36: Weil man mit der Hecke kann und dann... ...bei den Geschwisterchen noch dabei und dann feift man Lied.

00:04:43: So kann ich mir das vorstellen.

00:04:44: Ja also ein bisschen in Oman-Opa im gleichen Ort.

00:04:46: Die haben auch sehr viel mit uns gemacht.

00:04:48: Also es war jetzt so immer jemand... ...physisch war immer jemand da.

00:04:54: Was heißt...?

00:04:55: Ihr habt was zusammengemacht, also kann man sich darunter vorstellen.

00:04:59: Also vielleicht die älteren Generation wissen noch, was man so früher gemacht hat.

00:05:03: Aber heutzutage hat sich das ja vielleicht ein bisschen verändert.

00:05:07: Vielleicht kannst du uns ein bisschen in diese Welt reinnehmen.

00:05:10: Was ist da so passiert mit Oma Opa, den Geschwistern?

00:05:13: Ja einmal die Woche zum Beispiel jeden Samstag sind wir dann Wandern gewesen und sind mit denen auf die Alp hoch gelaufen und zum Mittagessen in die Wirtschaft und dann wieder zurück und dann den Nachmittag noch bei Oman Opa verbracht haben ja schon auch recht viel Fernsehen im Nachhinein betrachtet wenn wir zu Hause waren.

00:05:31: Aber wir waren viel unterwegs, mit den Schwimmen.

00:05:33: Wir haben Ausflüge gemacht und Pony reiten.

00:05:35: Die haben sehr viel mit uns gemacht, weil die auch früh in Rente waren tatsächlich.

00:05:41: Und jung noch zu dem Zeitpunkt.

00:05:43: Also aus Routinen gehabt.

00:05:45: dann, Samstags ist von angegangen in die Wirtschaft.

00:05:47: Ja, es gab

00:05:47: Routienen.

00:05:48: wir konnten auch selbst durch den Ort zu Oma und Opa laufen.

00:05:51: wenn's zu Hause irgendwie stumm gab hab ich dann ab einem gewissen Alter gesagt geh

00:05:55: jetzt!

00:05:56: Ciao kakaui geht so Oma, Opa.

00:05:58: Was am Anfang gut war ist für die Eltern irgendwann schwierig.

00:06:02: Welche Seite war das?

00:06:03: Von deinem... Von

00:06:04: meiner Mama

00:06:06: Und die Eltern von deinem Papa?

00:06:08: Die

00:06:08: haben auch in der Nähe gewohnt

00:06:10: bei

00:06:10: denen waren wir weniger

00:06:12: weiß ich Und deine Geschwister sind knapp hinter dir oder?

00:06:16: Wir sind alles so zwei Jahre.

00:06:18: Alles Mädels, oder wie?

00:06:19: Drei Mädels!

00:06:21: Okay, sehen die auch so aus wie du?

00:06:23: Keine Frage, keine Ahnung.

00:06:26: Weil es ist ja witzig was so die Außenstehenden sagen.

00:06:29: also viele sagen mir dann Ja du siehst aus wie deine Schwester oder wie dein Bruder oder deine Tochter sieht aus wie Du oder das ist ja schon spannend.

00:06:37: Also wie soll man sagen... Wie ähnlich dann die Geschwister sind und auf der anderen Seite auch überhaupt.

00:06:45: Ich würde sagen, wir sind tatsächlich alle treibend nicht nur vom Aussehen sondern generell schon auch verschieden.

00:06:54: Wie ist es dann weitergegangen?

00:06:56: Also im Grunde genommen eigentlich ein wohlbehüteter Raum wie man sich das so weit vorstellt viele Eltern sich ja vielleicht auch wünschen von Medien quasi groß zu werden viel draußen auch familiär.

00:07:11: Wie hat sich's dann weiterentwickelt?

00:07:12: Also irgendwann hast du dir ja schon tiefgreifende Gedanken, schon in jungen Jahren gemacht.

00:07:19: Also ich weiß gar nicht... also Gedanken die kamen glaube ich später!

00:07:22: Ich glaub als erstes hatte ich halt mit irgendwie Zuständen oder ich sage jetzt mal inneren Erlebnissen zu tun, die schwierig für mich als Kind waren.

00:07:33: Also das erste Mal.

00:07:36: Jetzt im Nachhinein bewusst erinnere ich mich vielleicht, da war ich so fünf oder sechs und dann gab es immer wieder verschiedene Zwänge und Ängste die jetzt für mich als Kind sehr schwer zu händeln waren.

00:07:48: Und wo dann schon die Frage war auch dann meine Frage irgendwann an mich wann die genau kam kann ich jetzt zum nachhineinen gar nicht mehr sagen was stimmt mit mir nicht?

00:07:57: Also wo kommt das her?

00:07:58: warum Gibt es diese Zustände?

00:08:03: Hast du konkrete Erinnerungen daran an fünf oder sechs Jahre, wo du sagst okay da hat dich das eine beschäftigt oder das andere.

00:08:13: Es waren immer wieder andere Dinge, aber eigentlich fast durchgängig.

00:08:18: Irgendwelche Dinge.

00:08:18: So ein ganz zentrales frühes Thema waren tote Insekten und es war wirklich so dass ich wusste wo die überall gelegen hatten.

00:08:26: also das war nicht nur so wenn irgendwo eins lag dass das eine krasse Panik ausgelöst hat sondern ich wuste auch tatsächlich selbst wenn die Dinger weggeräumt waren wo die über alle gelegen haben und es was selbst im nachhinein dann immer noch schwierig für mich an die Orte zu gehen Und so eine vielleicht ganz regnande Situation war.

00:08:43: irgendwann lag auf dem Rücksitz vom Auto mal ne Tote Fliege.

00:08:47: Ich wollte einfach nicht mehr, auch danach nicht in dieses Auto einsteigen und ich musste ja trotzdem immer wieder einsteigern, weil wir mit dem Auto irgendwo hinfahren mussten.

00:08:55: Das hat solche innere Notzustände in mir ausgelöst und gleichzeitig war klar es muss trotzdem irgendwo getan werden und das als Kind net einordnen zu können.

00:09:06: Auch dadurch, dass es dann im Laufe der Zeit verschiedenste Sachen waren oder wurden... ...heraus war schwierig.

00:09:15: Du hast beschrieben fünf bis sechs Jahre.

00:09:18: Das waren so die ersten Erfahrungen, die du damit hattest?

00:09:20: Durch

00:09:21: mich dran erinnern.

00:09:22: Ja.

00:09:23: D.h.,

00:09:24: die Eltern sagen, das war teilweise noch früher, oder wie?

00:09:27: Ja, es gab schon... Also meine Mama sagt als sie klein war und als Baby dann schon, dass sie häufig das Gefühl hatte, sie wusste nicht, wie sich's recht machen soll.

00:09:37: Also dass sie irgendwie immer das Gefühl hatte, egal was sie versucht.

00:09:41: Sie kann es mir... Sie kann mir nicht das geben, was ich irgendwie brauche.

00:09:45: Was auch immer sie dann in dem Kontext damit oder wie sie das erlebt hat.

00:09:50: Okay und wann war so der erste Punkt wo die das in Anführungsstrichen bewusst wurde?

00:09:55: Also wo du sagst okay da kannst du dich auch dran erinnern, dass du wie soll man sagen darüber nachgedacht hast, dass es schwierig ist, dass das für dich herausfordernd ist, Ich steh mir das krass vor, fünf bis sechs Jahre.

00:10:10: Da haben wir ja noch ganz andere Sorgen.

00:10:13: Als ich darüber auseinanderzusetzen, warum ich jetzt welche Gefühle hab und wie ich denn damit umgehe, weil es jetzt vielleicht nicht überall so zu wiedererzusehen ist innerhalb bei anderen Kindern?

00:10:25: Ja, das war glaube ich eine lange Zeit einfach Teil meiner Wirklichkeit, die ich gar nicht so sehr ... eben, ich weiß nicht wann der Punkt kam wo ich das so sehr hinterfragt habe dass das schwierig war.

00:10:38: Also ich sage jetzt mal, mit zwölf dreizehn war dann der Punkt wo ich zu meiner Mama gesagt habe Ich möchte jetzt mit ihr irgendwo hingehen.

00:10:46: Ich brauche jemanden der mir hilft.

00:10:47: Ich möchte jemand von außen Der der mir helft damit umzugehen oder der mir erklären kann was da los ist.

00:10:55: also das kam damals von mir

00:10:58: und Du hast vorgesprochen dass du Ängste hattest Zwänge, was war so das Thema?

00:11:04: Was dich da beschäftigt hat.

00:11:05: Also war es dann tatsächlich die Angst vor bestimmten Dingen oder war das die Handlung oder die daraus entstehende Handlung?

00:11:16: Also jetzt im Nachhinein würde ich sagen dass es grundsätzlich Angst... also wie soll ich sagen, dass da viel Angst im System war in meinem erleben, in meiner Organisationsweise und ich meine das braucht dann irgendwie eine Art von Kanalisierung damit umzugehen.

00:11:33: Ich konnte ja nicht ständig irgendwie in diesen Zuständen da sein.

00:11:37: Das heißt, mein System hat sich bestimmte Ankerpunkte geschaffen ein Stück weit auch um das zu kanalisieren und dann zu sagen na gut wenn ich jetzt das sage ich jetzt mal einen toten Insekten festmacht dann habe ich zumindest irgendeine Art und Weise das zu kontrollieren indem mich dann ständig damit beschäftige dem aus dem Weg zu gehen ist es eine art von Kanalisierung von diffuseren Zuständen, die mit denen man ja als Kind und auch später dann als Erwachsener.

00:12:05: Je mehr ihr nachdem wisst, ja muss ich mir zu Ende sagen auseinandersetzt eigentlich aus meinem Nix anfangen.

00:12:08: das ist irgendwie diffus Und das System schafft sich Strategien um damit irgendwie umzugehen.

00:12:15: und ob es dann die Totentieres sind oder dass Ich mir die Hände ständig waschen musste oder auf bestimmte Dinge nicht treten konnte Das sind alles Interessant Dass das System dann genau diese Ankerpunkte geschaffen hat aber Genau, es sind halt wie so ... Ich will nicht sagen Projekzionen.

00:12:32: Aber eben Strategien, die eine Art von Kontrollmöglichkeit erstellen.

00:12:39: Das heißt als Kind oder als Beginn der Teenager hast du wahrscheinlich mehr unbewusst Strategien entwickelt um irgendwie ... Funktionsfähig,

00:12:50: handlungsfähig.

00:12:51: Genau diese Zustand auszuhalten und zu sagen wie funktioniert das?

00:12:55: Aber mit zwölf dreizehn Jahren hast du dann gemerkt es funktioniert nicht mehr.

00:12:59: Jetzt brauchst du irgendwie Unterstützung von außen.

00:13:01: Es funktioniert aber es hat einen hohen Preis so.

00:13:06: Der Hochpreis war?

00:13:08: Naja ich weiß also damals glaube ich einfach dass es sehr unangenehm war, dass es extrem anstrengend war zu sein.

00:13:18: Ja, kostet Energie.

00:13:20: Und dann Strategien zu entwickeln um irgendwie damit umzugehen und dann hast du Unterstützung erfahren von außen?

00:13:29: Ich habe mir zumindest Unterstützung gesucht.

00:13:32: Das war ein Plan.

00:13:35: Scheint nicht ideal ausgegangen sein oder

00:13:37: wie?

00:13:38: Nein tatsächlich war das ja dann einfach mindestens fünfzehn Jahre langer Forschungs- und Suchweg meinerseits bis ich irgendwie für mich Räume und auch, ich soll sagen Kontexte gefunden hab die dann darin eine Veränderung auf einmal bewirkt haben.

00:13:56: Also ich war bei jetzt in diesen fünfzehn Jahren.

00:13:59: das hat mit dreizehn angefangen aber ich war dann im Verlauf von zehn Jahren bei verschiedenen Therapeuten und war dann auch mal über Monate in der Klinik und also es war schon ein sehr langer eigener.

00:14:12: sei jetzt mal Suchweg in dem Sinne um rauszufinden, was mit mir los ist.

00:14:19: Du hast ja auch sehr viel getanzt gesungen und sowas.

00:14:23: war das auch so eine Art dem Ausdruck zu verleihen oder irgendwie wie soll man sagen?

00:14:29: Wärst du gesagt diese Zustände zu kanalisieren regulieren,

00:14:33: zu kanalisieren?

00:14:36: Nein!

00:14:36: Also für mich waren das dann eher die Räume wo es irgendwie erträglicher war aber deswegen Ja vielleicht schon auch.

00:14:42: Es waren irgendwie Räumen in denen nicht zumindest ein bisschen anders da sein konnte und nicht in dieser krassen Anspannung einfach.

00:14:53: Du hast ja dann relativ viel Zeit im Gesang- und auch Tanz, glaube ich, investiert.

00:14:57: Magst du uns da so ein bisschen mit reinnehmen?

00:14:59: Was für dich auch so die Faszinationen dran war oder was... Also ich glaub', du wolltest ja später noch Opern gesangen ist.

00:15:06: Für dich jetzt in sieben tausend Jahren nicht drauf kommen.

00:15:09: Aber erzähl' uns mal.

00:15:10: Nimm uns mal mit in diese Welt, diese Faszination von ... Es war glaub ich orientalischer Tanz oder so.

00:15:15: Am Anfang genau, dann Sophie Südamerikanische Tänze.

00:15:20: Also nimm uns gerne mal in diese Welt mit.

00:15:23: was hat dich daran fasziniert?

00:15:24: Was habt ihr daran Spaß gemacht?

00:15:26: Was hat dir das gegeben dass du gesagt hast Das möchte ich nicht nur in der Freizeit machen da möchte ich mehr mitmachen.

00:15:33: also mit dem Tanz war jetzt nie beruflich tatsächlichen Plan.

00:15:36: es war mehr die Musik und da sind wir so... Ich bin zufällig dazu gekommen.

00:15:41: Es gab halt einen Kinder- und Mädchenchor in der Region und da bin ich mit sieben oder acht das erste mal hin.

00:15:48: Und war dann dort auch, bis ich angefangen habe zu studieren und es war irgendwie im Vergleich zu den Räumen die mir sonst so zur Verfügung standen einfach ein, wie soll ich sagen?

00:15:58: Ein sehr guter Raum für mich, ein Raum in dem ich irgendwie anders da sein konnte indem ich auch Gemeinschaft erlebt hab In dem wir gemeinsam singen, das ist auch im Nachhinein betrachtet was für unsere Nervensysteme generell sehr wohltutend ist.

00:16:15: Dieses gemeinsame Musik machen und dann noch Stimme zusätzlich stimmen.

00:16:21: Vielleicht reden wir später noch trübovagus nerven.

00:16:24: Das sind schon viele Aspekte wo ich mir jetzt im Nachhinheim vorstellen kann dass die damals unbewusst für mein Nerven-System einen beruhigenden Effekt hatten.

00:16:37: Das heißt, damals war das auch so ein unbewusster Prozess.

00:16:41: Also gesagt hast du gesagt okay das tut mir jetzt einfach gut?

00:16:43: Das mache ich jetzt mal.

00:16:44: ja!

00:16:45: Ich bin da irgendwie gerne und singe gerne und es ist irgendwie was wo ich das Gefühl habe jetzt... Mir geht irgendwie so ein bisschen das Herz auf.

00:16:53: Es ist ein Ort in dem ich gerne bin und was ich gerne tue

00:16:57: Als ich das gelesen habe an die Kinder, das müsst ihr Mathieu denken.

00:17:00: Kennst du den Film?

00:17:00: Ich

00:17:00: kenne ihn aber das ist ewig ja dass sich ihm gesehen hat.

00:17:03: Die Melodien sind ja traumhaft.

00:17:05: Aber okay jetzt werden mal eine Frage gewesen.

00:17:08: Kann ich mir das so in die Richtung vorstellen, dass dann wirklich viele kleine Dötzgen da und da waren und jemand quasi mit euch zusammengearbeitet hat um was

00:17:21: Schönes draus zu machen.

00:17:23: Es gab irgendwie auch wenn du fragst es war irgendwie sag ich mal ein bisschen klarere und präsentere Raum als die Räume, die sonst zu um mich rum entstanden sind.

00:17:34: Da war irgendwie mehr Anwesenheit spürbar auch seitens der Leiterin.

00:17:40: also es hat irgendwie einen speziellen Raum damals geschaffen und ich hatte dann auch bei ihr ja noch über Jahre Einzelunterricht und das war denn irgendwie so ein entwickelnder Hin-.

00:17:51: naja Erstens habe ich die Rückmeldung bekommen, nicht kann das gut.

00:17:55: Da ist irgendwas in der Stimme was Potenzial hat eben gerade für so einen Weg und gleichzeitig zu erleben.

00:18:01: es tut mir eigentlich gut.

00:18:03: Das war dann so eine nette bewusste Entscheidung.

00:18:05: Es hat sich irgendwie so entwickelt auch dass daraus irgendwann entstanden ist ja dann möchte ich das studieren.

00:18:10: Dann möchte ich klassischen Gesangstudien.

00:18:14: Du hast davon gesprochen, dass dieser Raum klarer war oder irgendwie präsenter?

00:18:19: Kannst du das nochmal differenzieren.

00:18:20: also Also auf der einen Seite hat es dir gut getan und irgendwie hast du dir aber auch was gegeben.

00:18:27: Hat die dich mehr gesehen, hat jedes Umfeld mehr gesehen?

00:18:32: Kannst du vielleicht spezifizieren durch den Ausdruck einfach klarer weil man mehr in Verbindung war wie ... Was kann ich mir davor vorstellen dass dieser Raum klarer war als jetzt andere Räume.

00:18:46: Ist tatsächlich eine gute Frage.

00:18:48: Also dieses klar ist eine Art von Beschreibung von körperlichen Erleben, wenn ich zurückdenke.

00:18:54: Es hat irgendwas in mir geordnet.

00:18:56: Das war irgendwie ordnend auf eine bestimmte Weise dass diese diffusen Geschichten dort nicht so sehr spürbar waren.

00:19:03: Ich glaube es war die Art und Weise wie sie anwesend war also was sie irgendwie in ihrer Verkörperung und anweht...also.

00:19:11: Also Menschen haben ja eine bestimmte Präsenz, wenn die irgendwie im Raum sind.

00:19:15: Also fühlt sich ja sehr unterschiedlich an, je nachdem wie man so im Raum ist.

00:19:21: und gleichzeitig glaube ich einfach die Sache an sich diese auch klassische Literatur, die dort gesungen wurde das schafft ja auch ein bestimmtes Informationsfeld.

00:19:32: also das Thema dass diesen Raum mit gestaltet oder um es in diesem Raum geht Das ist auch eine Art von Information, die irgendwie wirkt.

00:19:44: Und nach wie vor finde ich, wenn man jetzt Bach hört oder so das macht ja was mit einem also mit mir zumindest.

00:19:52: Ich glaube dass es ein bisschen Geschmack sah aber ich glaube ich verstehe was du meinst.

00:19:55: Das heißt nach wie verunbewusst hat dir aber auch diese Tiefe etwas gegeben.

00:20:02: Verstehe ich das richtig?

00:20:03: Ja das ist nicht nur einfach um etwas Oberflächliches ging sondern etwas Ja, wie kann man sagen?

00:20:11: Korrigier mich.

00:20:12: Klarheit, Tiefe, Literatur... Das hatte irgendwie eine

00:20:18: Kraft und eine Wirkung.

00:20:22: Und das hast du da in den Momenten deine Ängste zwänge vergessen?

00:20:27: Ja es war weniger stark tatsächlich.

00:20:31: Was würdest Du so wenn Du jetzt zurückblickst sagen haben sich Deine Emotionen dadurch kanalisiert oder hat der Gesang einfach nur dafür gesorgt dass Du einfach nicht so dran gedacht hast, weil du halt gedanklich woanders warst oder vielleicht beides.

00:20:47: Na es hat in dem Moment was anderes betont.

00:20:51: sag ich mal das hat in den moment eine andere organisationsweise oder andere ja andere aspekte meiner selbst betont dann dass das andere deswegen verschwunden gewesen wäre sondern es sind einfach wie noch zusätzliche andere Informationen mit in die Organisationsweise gekommen, es wird sich schwierig angehen.

00:21:14: Na ja gut aber Emotionen sind schwierig.

00:21:16: also klar wenn wir falls ich finde es immer schwierig Emotion auszudrücken in Worte deswegen gibt's Gedichte Deswegen gibts Musik um das in irgendeiner Form oder auch den Tanz das in Irgendeiner form aus zu drücken Um eine Resonanz hervorzurufen.

00:21:32: Also Ich merke dass jetzt bei mir selber beim Schreiben Sie schreibt jetzt nicht so wahnsinnig lang drei vier Jahre ungefähr.

00:21:37: Früher habe ich schon Gedichte geschrieben, aber jetzt nicht so intensiv und ich merke bei mir deswegen auch die Frage.

00:21:44: Ich merke je näher ich an meinen Emotionen schreibe also sie je besser ich die verschriftlichen kann desto besser geht es mir dabei weil ich das Gefühl hab dass Wie soll man sagen, dass nicht das Gefängnis aber die Enge der Emotionen, die in mir drin sind ein Stück weit geöffnet werden und raus können?

00:22:03: Und einen Ausdruck finden.

00:22:04: Unabhängig davon ob jetzt jemand da applaudiert oder nicht sondern einfach nur das Gefühl haben ich habe die Emotion jetzt in eine gewisse Form gebracht.

00:22:14: Ich würde tatsächlich sagen, das ist aufs erste das damals nicht so... Also ich glaube Ich hab die in der Zeit irgendwie anders verpackt.

00:22:22: Aber es war jetzt nicht, dass ich das bewusst irgendwie dadurch kanalisieren konnte.

00:22:27: Damals noch nicht.

00:22:30: Spannend!

00:22:33: Meine Eltern sind jetzt in dem Alter.

00:22:37: Es ist ja schon auch irgendwie spannend zu beobachten wie sie sich entwickeln und da passiert ja wahnsinnig viel an einem emotional orientierungsmäßig.

00:22:51: Das finde ich dann schon knackig, dass du in so eine Herausforderung reingekommen bist und gesagt hast wo da passiert so viel in mir.

00:23:01: Und ich versuche irgendwie damit umzugehen, irgendeinen Weg damit zu finden.

00:23:09: Du hast jetzt vorhin gesagt das du dann wahrscheinlich weil du gemerkt hast es einfach gut tut, dass Talente gesehen worden ist, dass auch machen wollte.

00:23:17: Du wolltest Gesang studieren.

00:23:20: Das hat aber nicht geklappt.

00:23:22: Was ist passiert?

00:23:26: Ich glaube, der Übergang von... ich kann das als Raum für mich nutzen zu es kommen dann sehr viele äußere Bewertungskriterien und ein gewisser oder auch ein starker Druck dazu und Selektionsdruck usw.

00:23:40: und sofort auch diese Aufnahmeprüfung.

00:23:42: also ich habe welche gemacht direkt nach dem Abi und bin damals auch weitergekommen hab dann die schriftlichen Prüfungen nicht bestanden Und hab mich dann noch mal ein halbes Jahr vorbereitet und war dann an den nächsten Aufnahmeprüfungen einfach flachgelegen und krank.

00:23:58: Aber schon in dieser ganzen Zeit habe ich gemerkt, dass es mich extrem gestresst hat.

00:24:02: Also das so von diesen Räumen die irgendwie gut waren und die mir irgendwie genährt haben, die wir irgendwie geholfen haben, dass sich das einfach sehr gewandelt hat unter dem Gesichtspunkt damit irgendwie in diese Konkurrenz treten zu müssen

00:24:19: Also quasi dieser heilende Komponente, dass die Fuse in dir ein Stück weit Freiheit gefunden hat.

00:24:30: Dadurch das du dann leisten musstest, bestimmte Hürden überspringen musstest ist es verloren gegangen und hast du gemerkt so... Ich weiß nicht, ob das so die gute Idee ist.

00:24:40: Es hat mich einfach so sehr gestresst, dass ich dann auch nach der Krankheit... ...obwohl meine Lehrerin gemeint hat, dass wir da nichts machen.

00:24:46: In einem halben Jahr wären die nächsten Aufnahmeprüfungen und habe ich gesagt, ich mache es nicht mehr.

00:24:51: Ich mein jetzt was anderes!

00:24:53: Und jetzt kommen wir an den spannenden Punkt, wo ich in deiner Biografie gelesen hab gedacht.

00:24:59: What the fuck?

00:24:59: Wie ist sie darauf

00:25:00: gekommen?!

00:25:02: Ja, ist eine gute Frage.

00:25:03: Du hast dann Mathematik studiert.

00:25:05: ja also Wenn wir uns diese Geschichte jetzt von dir mal so vor Augen führen, Bülabi und Geisling ein kleiner Ort will ich gar nicht alles besprochen.

00:25:15: Und dann erlebst du relativ viel innerlich die Fuß, findest deinen Ausdruck in Musik, in Tanz oder eine Ablenkung und möchtest das dann in diese Richtung auch studieren?

00:25:29: Und dann merkst du ja wenn ich das studieren würde Dann geht die Leichtigkeit von dieser Sache verloren.

00:25:36: Und dann hast du angefangen Mathematik zu studieren.

00:25:41: Da würde mich natürlich schon interessieren, wie bist du auf Mathematie gekommen?

00:25:44: Was war dein Antrieb?

00:25:45: Weil das ist ja jetzt schon ein Stück weit auseinander.

00:25:48: Also ich habe jetzt nie Mathematika studiert.

00:25:50: Mein Bruder hat Mathematica studiert... Ich weiß noch!

00:25:52: Ich kann mich noch dran erinnern wo der gesagt hat.. Du, ich hab' jetzt eine Vorlesung.

00:25:55: die ist ganz einfach.

00:25:57: Komm mal mit.

00:25:58: Dann guckst du dir das mal an und ich saß da drinnen und sag her und ich war nicht schlecht in einer Schule in Mathe.

00:26:02: Ja, ich war schon gut

00:26:03: ne?!

00:26:04: Das ist ja schon was sehr, sehr Abstraktis oder wie auch immer.

00:26:10: Wie bist du darauf gekommen?

00:26:11: Also, wie ist der Sprung gekommen zu sagen hey Mathematik, I do it!

00:26:17: Also ich glaube es gab tatsächlich das war so ein bisschen... Es ist einfach passiert.

00:26:27: Ich

00:26:28: war in der Schule auch sehr gut in Mathematika.

00:26:30: Das war irgendwie ein Fach dass mir Sehr viel Freude bereitet hat, weil es so viel Klarheit aus meiner Sicht in der Herangehensweise oder in dem was in der Schulmathematik so gelehrt und betrieben wurde für mich lag.

00:26:43: Es war einfach!

00:26:44: In der Schule.

00:26:46: Es

00:26:47: war einfach, es war klar!

00:26:48: Es war logisch wenn ich mich mit den Definitionen und sagen jetzt mal mit diesen Abstrakten gebildet habe was das ja in der Schule noch gar nicht so wirklich ist.

00:26:56: da ist es noch nicht zu sehr abstrakt man kann sich meistens noch etwas darunter vorstellen Und es war dann irgendwie klar was zu tun ist.

00:27:03: Es war klar, was zu tun ist.

00:27:05: Das war das eine und das andere war die Einstiegshürde war einfach auch extrem geringe.

00:27:10: also ich musste mich noch nicht mal bewerben.

00:27:11: jeder kann Mathematikstudium anfangen.

00:27:14: Du hast keine einstiegskriterien.

00:27:16: das ist den egal was für... Also damals war das so.

00:27:19: Ich weiß tatsächlich nicht wie es jetzt ist.

00:27:21: du gehst da einfach hin anonym Keiner sieht dich.

00:27:24: Also, im Gegensatz zu Gesang und du hast da irgendwelche Auswahlkriterien und sitzt vor einer Jury und es ist irgendwie... Du stehst das so im Mittelpunkt von irgendwas.

00:27:34: und bei Mathematik ist es so, du gehst da einfach anonym in den Hörsaal mit zweiundfünfzig anderen anfängern oder die dann des Studium beginnen und also keiner bekommt mit, dass du da bist!

00:27:46: Und auch wenn du keine Ahnung vom Rechnen hast ne?

00:27:49: Der kriegst du nicht mit.

00:27:50: Ist

00:27:50: das irgendwie angenehm?

00:27:52: Ist das so ein ... jetzt rückblickend, ist das so eine Gegenschwung gewesen quasi, wo du sagst, da war so viel Diffusis in meinem Leben zu sagen hey ich möchte einfach mal was Klares und was Simples haben wo nicht noch ein zusätzlicher Druck irgendwie entsteht.

00:28:09: oder hast du versucht, eine gewisse Kontrolle zu haben?

00:28:12: Weil die Mathematik ist ja ... Das ist was sehr berechenbares.

00:28:17: Zwei plus zwei ist immer vier.

00:28:19: Egal, was ich mache... Ist es auch so etwas gewesen, wo du gesagt hast das ist etwas, wo ich nicht so viel darüber diskutieren kann?

00:28:27: Es ist einfach klar, es ist simpel.

00:28:29: Simpel nicht!

00:28:29: Aber verstehst du was ich meine?

00:28:31: Ja,

00:28:32: ich glaube schon dass es irgendwie ganz gut in dieses sei jetzt mal in dieses Kontrollbedürfnis gepasst hat ein Stück weit auch.

00:28:41: Klarheit kann einem ja auch das Gefühl von einer Art von Kontrolle geben, wenn ich irgendwie die Grundannahmen verstanden habe oder zumindest durchdrungen haben mit den unterschiedlichen Definitionen anschaue dann bauen diese Räume oder darauf irgendwie auf.

00:28:58: Ich hab bestimmte Folgewohnungsregeln oder wie auch immer auf jeden Fall sind es... Eben, wie du sagst.

00:29:04: Richtig falsch ist es richtig oder falsch?

00:29:06: Ich muss mir nicht so große Gedanken drüber machen.

00:29:09: Es ist hochkomplex an vielen Stellen aber straight forward.

00:29:15: Also auch da irgendwie klar was zu tun war diese ganzen Sachen zusammenzubringen und das war das eine... Das ist jetzt im Nachhinein kann ich das so sagen.

00:29:27: Das war mir damals als ich das angefangen habe Ja, alles nicht so bewusst.

00:29:31: Es war auch nicht klar was mit einem Mathematikstudium auf mich zukommt.

00:29:34: Das waren totaler Schock.

00:29:36: die ersten ein zwei Semester das war eigentlich eine Fortsetzung meines Leidenswegs nur irgendwie anders.

00:29:43: Inwiefern Fortsetzungen des Leidenschwegs?

00:29:45: Nein ich saß da halt drin und habe gar nichts verstanden.

00:29:47: So nach den ersten fünf Minuten war es so...

00:29:51: Ah ja!

00:29:52: Okay, keine Ahnung worum es hier geht.

00:29:55: Und dann waren das ja schon relativ viele Vorlesungen und viele Übungsblätter – ich sage mein anderen Studiengang was man so mitbekommen hat.

00:30:01: die Leute hatten dann Semesterferien und auch in der Vorlesungszeit irgendwie Zeit andere Dinge zu tun und zumindest ich.

00:30:08: aber die meisten von uns saßen halt im Mathematikstudium wenn keine Vorlesung waren da und haben diese ganzen großen Übungsplatter durchgerechnet Und es war wirklich zum Teil einfach qualvoll.

00:30:18: Es gab damals auch noch keine KI oder sonstigen Geschichten, die man zu diesen Lösungen hätte befragen können.

00:30:24: Das heißt, man musste sich da irgendwie selber durchquälen und das war auch so in der ersten Vorlesung.

00:30:30: der Annalysis Prof hat gesagt, schauen Sie sich um!

00:30:33: Die Leute rechts und links von Ihnen werden wahrscheinlich in den nächsten Wochen verschwinden.

00:30:37: also es ist dann auch so gewesen, die die angefangen haben... Also es hat sich einfach radikal reduziert, die Leute, die in den Mathematikvorlesungen, die das dann bis zum Bett schlürten.

00:30:45: durchgezogen haben.

00:30:46: Was hat dich angetrieben, es durchzuziehen?

00:30:53: Es ist ja nicht nur so gewesen, dass du gesagt hast Studium fertig und jetzt werde ich Gärtner.

00:30:57: Nein!

00:30:57: Sondern ... Du hast das ja auch nicht nur durchgezogen... Ich

00:31:00: habe mir noch einen Master gemacht.

00:31:01: Genau.

00:31:01: Und dann bist du ja ... Machst du ja sehr, sehr anspr... Also ich hab keine Ahnung aber es klingt zumindest so was ich gelesen habe Ja.

00:31:08: Data Science und solche Geschichten.

00:31:10: Ich bin da absolut kein Foto.

00:31:12: Aber das sind ja schon hochanspruchsvolle Themen.

00:31:16: soweit Wicht es jetzt einschätzen kann?

00:31:18: Ja, und während dem Studium hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht was danach kommt.

00:31:22: Das war wirklich nur dieses Studium irgendwie durchzustehen Und das hat sich dann schon auch verändert.

00:31:28: also ich sage mal nach den ersten zwei drei Semestern wurde es einfacher im Sinne von Man hat sich irgendwie an die Sprache gewöhnt.

00:31:35: Also man hat sich so ein ja an die sprache im Endeffekt gewöhnen.

00:31:39: Dann die Art zu denken Es wurde irgendwie zugänglicher.

00:31:43: aber Ich glaube dass Ich glaube, die andere Frage ist hat viel mit meiner Persönlichkeitsstruktur auch zu tun.

00:31:50: Als Kind war das ja auch so.

00:31:51: ich war hoch funktional trotz dieser schwierigen innerlichen Zustände.

00:31:57: also ich habe ein hohes Maß an Funktionsfähigkeit trotzdem hergestellt auf irgendeine Art und Weise, weil ich ja neben dem, dass sich das innerlich irgendwie so schwierig angefühlt habe.

00:32:08: Gleichzeitig noch die Herausforderung hatte, dass niemand im Außen merkt was da alles in mir los ist also das nach außen zu kontrollieren gleichzeitig irgendwie das in mir zu managen und funktionsfähig zu sein und dann die ganzen Dinge zu tun und auch gut zu tun die irgendwie halt so in einem Standort Entwicklungsprozess getan werden.

00:32:28: Und im Mathematikstudium saß ich drin und dachte mir, okay das hier ist so schwer, er dann erst recht?

00:32:34: Das mache ich jetzt... also so aufgeben!

00:32:38: Ich glaube dass es vielleicht der Punkt aufgeben war, glaube ich nie eine Option.

00:32:44: Also weder als Kind Jugendliche noch dann irgendwie später gab's für mich diese Option in schwierigen Zuständen oder großen Herausforderungen unter viel Druck aufzugeben.

00:32:54: die gab's irgendwie nicht.

00:32:56: Aber was hatte ich im Mathematikstudium gehalten, was dich in der Prüfungssituation zum Gesangsstudium abgehalten hat?

00:33:05: Also verstehst du.

00:33:06: Da hast du gesagt ne tu mir nicht gut oder.

00:33:09: und bei Mathematika hast du gedacht boah ist zwar hart aber mache ich will ich haue ich durch.

00:33:15: da gab es so eine Erkenntnis Komponente glaube ich in dem Ganzen drin.

00:33:19: also das hatte vielleicht auch erst mal unbewusst sowas von.

00:33:24: Okay, es ist mega komplex.

00:33:26: Es ist schwierig und abstrakt.

00:33:29: Aber es ist irgendwie eine Art ... wie soll ich sagen, sich Wirklichkeit auch anzunähern?

00:33:34: Das ist die Grundanfang.

00:33:35: Am Anfang habe ich versucht parallel noch für Sieg zu studieren als das nicht geklappt hat.

00:33:39: Das war zu viel!

00:33:40: Aber eben, es war irgendwo eine Erkenntnisgrundlage dann auch für die Physik.

00:33:49: Die ganzen Physiker saßen zum Teil in unseren Analysesvorlesungen.

00:33:53: Es war okay, wer Mathe durch Drungen hat und wer das versteht, der kann darauf aufbauen und irgendwie Dinge oder Modelle entwickeln die Wirklichkeit beschreiben.

00:34:05: Also sich diesen Phänomen-Wirklichkeit erstmal als außenstehendem Forschungsobjekt anzunähern dass noch nicht so viel mit mir zu tun hatte, genügend Distanz dazwischen.

00:34:17: Und trotzdem immer wieder die Erfahrung okay wenn ich mich lange genug irgendwo rein bohre in Teilbereiche der Mathematik dann bekomme ich lokal das Erleben.

00:34:27: oh jetzt geht mir ein größerer Zusammenhang auf es dauert aber wenn ich durchbohr geht mir einen größeren Zusammenhang und ich meine ich glaube so die Hoffnung dass mir irgendwann der Gesamtzusammenhang aufgehen würde war es schon auch ein Teil dessen.

00:34:44: Also dieses Hoffen, okay wenn ich lange genug dabei bleibe irgendwann geht mir auf was das Ganze irgendwie so ein größeres Bild von dem Atem zu bekommen.

00:35:00: Das heißt so... Ich frage nach ja weil ich's verstehen möchte.

00:35:05: das heißt es war so'n Stück weit der Versuch quasi in die Diffusität ein bisschen Klarheit zu bringen.

00:35:13: Zumindest mal auf, ich sag jetzt mal mathematischen Grunderklärenden Basis.

00:35:21: Automatik hat für mich was sehr strukturierendes in Komplexität die bestimmten wesentlichen Aspekte zu erkennen und komplexe Zusammenhänge aufs Wesentliche reduzieren zu können.

00:35:33: Hat dir das dann auch in der gewisser Weise gut getan?

00:35:35: Also nicht nur diese Frage Wie du es beschrieben hast.

00:35:40: Irgendwann eine Lösung habst?

00:35:41: Jetzt, ihr habt's verstanden!

00:35:42: Sondern auch ein Stück weit okay... Das sind Dinge die ich kontrollieren kann.

00:35:47: also weil weil es wie gesagt nicht schwammig ist und das ist nicht uneindeutig sondern es ist halt eins nur noch eins oder so weiter.

00:35:55: Sonst ist ja ok.

00:35:59: Wenn wir einen hohen Einsatz bringen im Sinne von viel Anstrengung was immer noch sehr innerhalb der bekannten Organisationsweise lief Dann kommen immer wieder Durchbrüche im Sinne von Strukturen erschließend sich mehr.

00:36:12: Es scheint geordnet, ich verstehe hier was.

00:36:17: Also ich habe so das Gefühl als wenn es ein Thema ist was viele beschäftigt jetzt nicht in der Form wie du's gemacht hast.

00:36:22: aber man als Kind hat mal so ein bisschen das Gefühl gehabt Man passt nicht so richtig den Kontext, es geht in einem etwas vor und man kann das nicht so wirklich teilen für sich irgendwie einen Weg zu finden, weil die Außenweite ein vielleicht nicht ganz so versteht und ich nachvollziehen kann was in einem Vogel.

00:36:37: Dann versucht man irgendwie im Leben zurechtzukommen und für sich die inneren Themen irgendwie zu klären und versucht verschiedene Wege und Modelle und Möglichkeiten um wie soll man sagen her des eigenen Lebens oder der eigene Emotionen oder irgendwie sowas zu werden.

00:36:56: Genau aber fühlt sich ein Stück weit Fremd weiß ich jetzt nicht, ob der Begriff richtig ist.

00:37:02: Aber so ein Stück weit frustran das Gefühl...

00:37:09: Was du sagst mit dem Fremden?

00:37:11: Das ist spannend.

00:37:12: Ich glaube, Fremde ist bestimmt auch ein Aspekt aber ich habe am stärksten gelitten neben dieser Schwierigkeit der Zustände und eine Art von Gefühl des Getrennzeins vom Leben.

00:37:24: also ich bin irgendwie hier Und mit meinen Schwierigkeiten und meiner Enge, und mit meinen Zuständen irgendwie so gefordert und leidet darunter.

00:37:35: Es gibt eine Scheibe durch die ich nach draußen schaue und denke da draußen findet irgendwo Leben statt.

00:37:42: aber ich spür's nicht!

00:37:44: Ich bin wie abgeschnitten, getrennt vom Leben.

00:37:49: Das war auch ein zentraler Punkt der mich... wirklich stark leiden lassen hat in dem Ganzen, so ein Gefühl von Getrentheit.

00:37:58: Was war vor und was war hinter der Scheibe?

00:38:01: Ja ich war halt also ich als was auch immer das dann tatsächlich sein soll mein Erleben meine Perspektive war einfach.

00:38:08: Ich bin irgendwie ich kann es nicht anders ausdrücken getrennt.

00:38:11: ich nehme nicht wirklich am Leben teil.

00:38:14: ich bin irgendwie abgeschnitten Von Lebendigkeit von Spüren ... da es einen von Teil haben an irgendwie was.

00:38:23: War das bei der Musik auch so?

00:38:25: Also hast du dich da auch, oder war das dann so ein... Einmal durch den Türschlitz gucken oder durch die Schlüsselloch gucken und sagen okay,... So fühlt sich's vielleicht, also könnte es sich vielleicht daraus nicht irgendwie...

00:38:38: Da wurde mehr spürbar in mir.

00:38:40: Es war irgendwie mehr Verbindung, mehr Lebendigkeit.

00:38:43: Und ich weiß es ist ein großes Wort aber ich habe mich irgendwie lebendiger gefühlt in dem Ganzen.

00:38:49: Also man spürt Firmlich diese innere Spannung, die da gewesen ist und dieser Versuch damit irgendwann umzugehen.

00:38:56: Jetzt gab es aber dann erst mal eine Phase ... wie soll man sagen das Zusammenbruchs?

00:39:04: Wo du das nicht mehr halten konntest oder wo du... Was ist da passiert?

00:39:09: Nimm uns da gerne mal mit!

00:39:13: Naja vor der Phase des Zusammenbruches begann das ja schon dass ich über Beziehungen, also über meine Schwester im Konkreten auf einem Zentrum gelandet bin in dem Zen Meditation zu Hause angeboten worden.

00:39:30: Da war ich vielleicht keine Ahnung.

00:39:32: Mitte Anfang Mitte zwanzig und das war auch so ein Schlüsselpunkt.

00:39:37: da waren Studentenkampus wurden unterschiedliche Wege dort vorgestellt Zen-Kontemplation Auch mehr psychologische sage ich jetzt mal Räume.

00:39:49: Es gab damals einen Lehrenden, einen Zen-Meister und der hat auch einen Vortrag gehalten.

00:39:56: Und ich saß da drin – das war auch wieder so ein Moment!

00:40:00: Ich habe nichts verstanden.

00:40:03: Möglicherweise täusche ich mich grundsätzlich darüber wer wir sind und wie Wirklichkeit beschaffen ist.

00:40:11: Dann hat er Vorträge gehalten oder eben Tejos heißt es im Zen.

00:40:15: Ich verstehe nichts, aber er sagt ich täusche mich grundsätzlich.

00:40:21: Jetzt hasste mich!

00:40:24: Und das ging dann eben weiter.

00:40:26: also das waren dann viele Jahre wo ich regelmäßig dort hingegangen bin und Sessions gesessen habe was dann also mehrere Tage bis eine Woche in Stille mit Meditation also sitzen über den Tag und zwischendurch eben Mitarbeit aber in Stile mit der Frage, okay worin täusche ich mich denn grundsätzlich?

00:40:48: So wie ist es denn dann?

00:40:49: ja und wie denn dann.

00:40:51: Und das war noch vor diesen Umbrüchen.

00:40:54: also diese Umbrücke haben sich irgendwie auch in diesem wie soll ich sagen in dieser Entwicklung des Sennpraxis dann irgendwo mit eingewoben.

00:41:05: ab einem bestimmten Zeitpunkt

00:41:06: aber dieses Meditieren sind das hat ihr gut getan So im Sinne wie damals das Tanzen oder war das irgendwas anderes?

00:41:15: War das eine, wie soll man sagen, eine andere Suche als die Mathematik.

00:41:19: Die Mathematika war ja sehr kontrolliert und nachvollziehbar so was.

00:41:23: Oder ist es eine andere suche gewesen?

00:41:28: Was hat sie gegeben?

00:41:29: Und die Aussicht darauf irgendwann... vielleicht doch verstehen zu können.

00:41:35: Und wenn ich mich grundsätzlich über mich selbst und die Wirklichkeit täuscht, dann möchte ich aber gerne wissen wohin diese Täuschen besteht.

00:41:41: Ja

00:41:42: ja ja.

00:41:42: Und angenehm war das nicht.

00:41:44: also man kann jetzt nicht sagen dass es mir prinzipiell in dem derhin sich gut getan hätte da... Also es war zum Teil auch sehr schmerzhaft einfach dieses Sitzen oder das Sitzen in den Zuständen Das war jetzt kein Spaziergang, also es war anders auf jeden Fall als die Räume und Musik oder Tanz.

00:42:04: Es war wirklich so eine Art von Durchbohren.

00:42:06: Ich bleibe hier sitzen, solange bis ich's verstanden

00:42:09: habe.".

00:42:11: Und dann kam aber erst mal noch der Umbruch bevor du das verstanden hast?

00:42:17: Oder ist das schon ein Teil des Verstehensprozesses

00:42:21: gewesen?

00:42:21: Das war ein Teil vom Verstehnensprozess in Anführungszeichen.

00:42:29: Was ist passiert bei dem Umbruchs?

00:42:32: Das ist im Nachhinein tatsächlich sehr schwer das irgendwie zu ordnen, weil da so sehr vieles irgendwie aufgetaucht ist.

00:42:40: Ich versuche es irgendwie auf die wesentlichen Aspekte vielleicht zu reduzieren.

00:42:46: Also ich glaube der wesentliche Aspekt war dass irgendwann im Zuge von Servi sitzen also ein fundamentaler Perspektivwechsel stattgefunden hat im Sinne von wie ich mich selbst Und Umgebung oder Wirklichkeit eben.

00:43:06: Also meine Perspektive hat sich komplett, ist komplett gekippt ab einem bestimmten Zeitpunkt und das war nicht nur lustig.

00:43:19: Ja?

00:43:28: In dem letzten Jahr, bevor das so extrem wurde und diese Perspektivwechsel krass stattfand, bin ich sehr viel gesessen.

00:43:36: Es hat sich angebahnt, dass extrem viel Energie sich auf eine bestimmte Weise während diesen Sitzzeiten kumuliert.

00:43:43: Ich meine es ist eine Beschreibung wie ich es phänomenologisch erlebt habe – nicht in einer Beschreibungen was jetzt da tatsächlich vor sich ging.

00:43:50: Aber es war wie eine extreme Wachheit!

00:43:54: wie wenn was ganz hochschwingend, also wir in sich einfach Energie und Wachheit kumuliert hätte.

00:43:59: Und dann ab einem bestimmten Punkt kamen auch ganz viele Schmerzen dazu und Zustände und Informationen, die ich irgendwie... Also in Form von Bilder, in Form vom Orten, den ich gesehen habe, in form von körperlichen Empfindungen wo ich gesagt hab keine Ahnung wo die hingehören.

00:44:14: Also starke Schmerzkomponenten auch in Verbindung mit Bildern.

00:44:19: Und irgendwann war der Punkt überschritten und es waren Zustände.

00:44:23: Also vorher war das Erleben, ich bin hier und da ist die Welt so.

00:44:27: Und ich bewege mich in der Welt und interagiere irgendwie... Ich trete seitens mal aus meiner relativ stabilen Ich-Perspektive heraus in Beziehung mit jemandem anderen, der auch eine Art von eigenständiger Identität oder irgendeine Art von Subjekt ist.

00:44:48: Diese Perspektive hat es total gecrashed!

00:44:50: weil auf einmal dieser Bezugspunkt, also der absolute Bezugsspunkt den wir glaube ich gesellschaft... also den viele von uns haben.

00:45:00: Ich bin hier und dann ist irgendwie um mich rum die Welt.

00:45:04: Der hat so nicht mehr stattgefunden sondern es war trotzdem noch alles da.

00:45:09: Also ich habe meine Umgebung gesehen.

00:45:11: Ich konnte sagen das ist ein Baum und gleichzeitig war nettes Erleben.

00:45:15: Der Baum ist dort und ich bin hier.

00:45:17: Sondern Ich entstehe irgendwie in einem großen Kreationsprozess mit allem anderem zusammen.

00:45:28: Also es ist nicht... ich war net getrennt von irgendwas, ich konnte keinen Bezug, keinen festen Bezugspunkt mehr herstellen.

00:45:34: also es war klar das ist ein Baum und gleichzeitig habe ich das angeschaut und gesagt aber was soll denn das sein?

00:45:40: oder ich hab gewusst ich gehe, ich trete mit dem Fuß auf und gleichzeitig war da kein Boden.

00:45:46: Also ich wusste, der Boden ist da.

00:45:48: Ich habe den Boden gesehen und gleichzeitig war eine Ebene des Erlebens.

00:45:51: Da ist kein Boden also nichts fixes.

00:45:54: das was wir irgendwie unter materiell verstehen können das anfassen und sagen okay dass hier ist irgendwie dafür spüre ich festigkeit oder der boden ist irgendwie ne art von feste.

00:46:09: ich weiß nicht wie es beschreiben soll aber Dieses Erleben hat so nicht mehr stattgefunden.

00:46:14: Ich war nicht mehr der absolute Bezugspunkt innerhalb des Geschehens, sondern ich bin mit in diesem Stehen entstanden nur wechselbedingt.

00:46:24: Es war nicht möglich für mich eine Art von fixen Bezugpunkt zu bilden, es war ständig entstehen und ich bin mitten standen.

00:46:36: Das war eine krasse Herausforderung weil diese Zustände auch sehr lange ... angehalten haben.

00:46:44: Und diese Zustände, also so ein komplettes Perspektivwechsel in Bezug auf Eigenerleben und generell erlebender Welt gekoppelt an unterschiedlichste Informationen die erst mal nicht so eindeutig zuordnbar waren das war einfach eine mega Herausforderung

00:47:04: ist quasi diese Glasscheibe, die du da beschrieben hast als Kind.

00:47:07: Ist die quasi weggefallen.

00:47:09: und dann hast du gemerkt ich bin jetzt aber ganz schön nah an dem dran.

00:47:14: Da ist keine Sicherheit mehr dazwischen sondern...

00:47:17: Ich bin ja nur nah daran!

00:47:18: Ich bin nicht getrennt davon.

00:47:20: Ich kann mich nirgendwo getrennend davon lokalisieren.

00:47:29: Ich habe dann hinterher aber das war später.

00:47:32: im Sennen gibt es Es gibt nicht so viele Texte, aber im Herzzutrag gibt es eine sehr kurze Formulierung, die diese Erfahrung oder relativ für mich dann schön beschrieben hat.

00:47:46: Form ist Lehre.

00:47:48: Lehre ist Form.

00:47:50: Also Form ist irgendwie leer – in dem Sinne da ist nichts, sondern im Sinne da is nix Substanzielles.

00:47:57: Da gibts nirgends wo was fixes!

00:48:00: Und gleichzeitig ist diese Lehre aber auch Form.

00:48:03: Die Form ist trotzdem da, sie ist nun nicht substanziell.

00:48:10: Du sagst... Deine Wahrnehmung hat sich komplett verändert und es war irgendwie herausfordernd.

00:48:14: Es war

00:48:15: sehr herausfordernder.

00:48:16: Weil's halt eine komplett neue Perspektive wahrscheinlich war.

00:48:18: also du kennest jetzt seit knapp dreißig Jahren die eine Perspektiv.

00:48:22: Jetzt ne Neue.

00:48:23: das heißt wie soll man sagen Der Umbruch ist ja das Nervensystem gehen, weil muss ich ja dann komplett neu orientieren.

00:48:32: Neu finden.

00:48:36: Und du hast gesagt dieses Scheib ist weggefallen.

00:48:38: hat dir diese Systematik oder diese Herangehensweise auch wenn es schmerzhaft war und war auch anstrengendbar so wie du es beschreibst.

00:48:47: Hat's dir gut getan in Bezug zu den Themen die du bis dahin deinem Leben hattest?

00:48:57: Also sagen wir mal so.

00:48:58: Es gab auf eine gewisse Weise, ich will jetzt noch nicht mal sagen sehr befreiende Zustände weil es das eigentlich nicht trifft sondern sehr andersartige Zustände einfach so das Gefühl Ich bin das alles also ne Art von...ich bin zwar da aber das ist keine...also einfach sehr anders artige Zustünde die man vielleicht auch in bestimmten Momenten oder die in bestimmte Momente auch erleben von einer gewissen vorsichtig ausgedrückt Fülle mit sich gebracht haben.

00:49:30: Und gleichzeitig waren einfach auch absolute Horrorzustände da, also ich habe dann auch irgendwann... Also es war kurz davor dass ich auch in die Psychiatrie eingeliefert worden wäre damals wenn ich nicht mehr schlafen konnte.

00:49:43: Das war so ein Level an Energie und Wachheit das jedes mal wenn ich mich hingelegt hab Es sind ja alles Versuche, das zu beschreiben.

00:49:51: Aber wenn ich das Gefühl hatte, dass ganze Universum strömt in mich ein und ich kann damit absolut nicht umgehen... ...und ich kann nicht schlafen!

00:49:56: Ich kann nicht Schlafen.

00:49:57: Wenn ich sagen würde, wenn ein Körper-Nurvensystem über längere Zeit nicht schlafend kann dann hat er irgendwann ein Problem.

00:50:07: Das heißt es war jetzt nicht nur, naja ist es halt schmerzhaft aber ich gehe da irgendwie durch sondern es war schon auch immer wieder sehr auf der Kippe zwischen dem was irgendwie sei jetzt mal das System irgendwie noch integrieren oder irgendwie, mit dem sich das irgendwie organisiert bekommen hätte.

00:50:26: Und ich war dann auch krank geschrieben recht lang zehn Monate mindestens und in der Zeit habe ich denn irgendwann angefangen jeden Tag Bio Supermarktregale einzuräumen um diese Tätigkeit zu haben.

00:50:38: Ich nehm die Packung, stell sie ins Regal.

00:50:42: Das war irgendwie alles was dann ging, um so eine Art von... in dieser Bodenlosigkeit, die diese Perspektive mitgebracht hat, eine Art vom Ankerpunkt zu finden also eine art von physisch sinnlichem Ankerpunkt in unserer dreidimensionalen Tät.

00:51:01: Ich habe den Weg, den du jetzt gemacht hast.

00:51:04: Aber ich kann das ein Stück weit nachvollziehen.

00:51:06: also wie soll man sagen sehr strukturiertes Leben gehabt ja was von außen her geordnet worden ist und mir auch so beigebracht worden sind usw.

00:51:16: Mich dann auch irgendwann entschieden tatsächlich bewusst entschieden daraus zu steigen.

00:51:21: und irgendwie auf der einen Seite ist total cool weil es frei ist und du fühlst es und ist richtig aber diese ... diese Prozesse, die dann in einem entstehen.

00:51:33: Ja?

00:51:34: Um wie soll man sagen... Die Realität an das eigene Erleben anzupassen oder ist tatsächlich sehr schwierig auszudrücken.

00:51:48: In dieser neuen Welt zu sein und zu sagen ich kann frei entscheiden.

00:51:51: Es gibt keine Maxime, die jetzt von außen aus sind.

00:51:57: Also es ist ja ein anderes Erleben, was man dann hat und dass das schon teilweise wirklich anstrengend ist.

00:52:03: Auf der einen Seite merkt man ja, es fühlt sich richtig an oder es fühlte sich so nasser wenn wir auf dem richtigen Weg sind.

00:52:11: Und auf der anderen Seite denkt man sich naja aber irgendwie muss ich das ja auch aushalten können ne?

00:52:15: Dann kann ihr auch verstehen, dass du dann sagst irgendwann boah ich wollte einfach nur... ...fühlen was tun irgendwie, dass ich wie soll man sagen in einem Bezug noch irgendwie hast da

00:52:27: Ja und ich glaube, bei mir ging das noch einen Schritt oder es war wie soll ich sagen der Knackpunkt ist ein anderer gewesen weil das erleben ja nicht gewesen wäre.

00:52:37: Ich bin hier frei und mache was ich möchte sondern wie solls ich sagen?

00:52:43: Ich bin jetzt die Macherin also ich entstehe in dem ganzen mit aber das weiß wir als Wie soll ich sagen, auch jetzt gerade in unserer Kulturgesellschaft irgendwie mit freier Wille und ich mache Entscheidungen.

00:52:55: Und ich habe das in der Hand wie die Sachen laufen.

00:52:56: Das war absolut... Also erstens ist es glaube ich wissenschaftlich.

00:53:01: mittlerweile steht ja sowas auf wie Freie Wille.

00:53:04: Wir entscheiden hier tatsächlich irgendwie die Dinge sehr oft auf der Kippe.

00:53:08: Vielleicht

00:53:08: darüber diskutiert er?

00:53:10: Ja!

00:53:12: Jetzt hab' ich den Faden verloren.

00:53:14: Mein Erleben war ja tatsächlich ein anderes.

00:53:17: also eben nicht Ich bin hier jemand der Entscheidungen trifft, sondern auch meine Perspektive und das was ich dann als meine Entscheidung erleb kommt in einem viel größeren Kontext zustande.

00:53:32: Also so diese Illusion da ist irgendjemand fixes, der hier gerade die Entscheidungsgewalt hätte oder der denn die Freiheit hat sich auszusuchen?

00:53:40: Ich mach das so oder so!

00:53:42: dann Teil.

00:53:48: Und mir ist jetzt mal so...

00:53:49: Mit dem Vergleich habe ich nicht meinen wollen, dass du jetzt die ähnliche Freiheit oder was auch immer, sondern eher dieser Punkt das, dass die Realität um eine Rumplötzlinge völlig andere wird und man irgendwie versucht sich dessen zu adaptieren oder sich daran zu gewöhnen.

00:54:03: in Anführungsstrichen.

00:54:04: Welche Rolle hat die Mathematik da noch gespielt?

00:54:06: Weil Du hast ja die Mathematik noch relativ lang mit abstrakten Themen gemacht.

00:54:13: Wie hat sich das denn im Kontext entwickelt?

00:54:16: Das war um eben finanziell, also das hatte hauptsächlich finanzielle Aspekte.

00:54:23: Das war sich dann in den ... Also nach dieser Umbruchszeit und auch in den Jahren danach und immer noch anhaltend war tatsächlich oder ist so diese Forschung oder Fragestellungen wie?

00:54:37: Wie soll ich sagen, wie organisiere ich mich denn innerhalb so nur völlig anderen Innerhalb ist völlig anderen Wirklichkeitsverständnis.

00:54:49: Also eben, ich bin ja trotzdem irgendwo da und muss mich irgendwie organisieren aber anhand von welcher Landkarte wenn es diese absoluten Bezugspunkte nicht erlebt oder nicht erlebt dass ich jetzt wie soll ich sagen getrennt von vielen von viel größeren Kontexten bin Und da kommt vielleicht auch noch mal auf diese ganzen Symptomatiken aus Kindheit und Jugend zurück.

00:55:15: Diese Informationen, die dann in der Zeit einfach ganz anders im System auf einmal aufgetaucht sind, das hat für mich viel größeren Sinn gemacht.

00:55:25: Ich hatte so viele Informationen von diesen transgenerationalen Geschichten und systemischen Geschichten während dem Zweiten Weltkrieg an dem Ort, an dem ich geboren bin... Ich hatte erst mal diese ganzen Bilder und körperlichen Zustände an Orte gesehen, wo ich wusste, wo der Ort also in meiner Heimat gegen lag.

00:55:49: Aber nicht wusste was dort war.

00:55:51: Und dann erst in den Jahren danach war das ein systematisches auch Zuordnen – zuordnende unterschiedlichsten Informationen in größere Kontexte, in denen sie auf einmal Sinn ergeben haben.

00:56:05: eben keine Ahnung, dass ich nie Bus fahren konnte und dass ich panische Angst vor Bussen- und Güterzügen hatte.

00:56:10: Das ist vielleicht ein konkretes Beispiel.

00:56:13: Und dann so in diesem ganzen transgenerationalen Kontext und auch viel Gesprächen mit meinen Großeltern, die ich vorher nie geführt habe das was rauszufinden war über deren ihr erleben während dem Zweiten Weltkrieg wo sie dort zu waren was denen passiert ist haben dann viele meiner Symptomatiken Und meiner Ängste und dessen was ich irgendwie so schwer für mich zu händeln war in einem größeren Kontext, indem es dann irgendwie differenzierter zugeordnet werden konnte.

00:56:42: Es hat sich angefangen dadurch umzuorganisieren dass es irgendwo benannt werden konnte womit es unter Umständen... Also das sind jetzt ja alles mehr.

00:56:53: phänomenologische Beschreibungen sagen meinen Bereichen wie Aufstellungsarbeit und so ist das ja.

00:56:58: Ich sage mal, es ist ein bestimmtes Erfahrungswissen.

00:57:01: Es ist eben nicht in dem Sinne klassische Wissenschaft und trotzdem sind es Phänomene die jetzt in bestimmten auch therapeutischen Bereichen trotzdem irgendwo zu State of the Art gehören weil klar das ist interessant was dort auf einmal von der Wirkung entsteht wenn man bestimmte Symptomatiken in größeren Kontexten anschaut.

00:57:25: Insgesamt spiel ich schon raus, du bist schon ein Mensch der die Dinge verstehen will.

00:57:28: Der sie irgendwie in Zusammenhang bringen möchte.

00:57:32: also da sind viele Dinge passiert.

00:57:33: am Anfang war ganz ganz viel diffus in deinem Leben wo es nicht hast verstehen können und Du bist aber ich sag jetzt mal bis ich dran geblieben habe gesagt ne ich will ich möchte diese dinge verstehen Ich möchte verstehen wie ich funktioniere warum ich so funktioniere wie die Welt funktioniert und Bist auch aber auch ordentlich drangeblieben.

00:57:52: Da ist das so auch was, was dir dann auf Dauer würde ich sagen.

00:57:57: Es ist eine Komponente gewesen die dir dann ein Stück weit Ruhe gebracht hat?

00:58:06: Also ich würd sogar sagen dass mich diese Hartnäckigkeit über diese Zeit ein Stück weiter gerettet hat.

00:58:13: also wenn ich nach diesem Durchhalt irgendwo eine Zähigkeit und einen Lebenswillen will aber... Ich glaube, dann wären unterschiedliche Sachen viel früher gekippt.

00:58:26: Dann wäre ich vielleicht in die Psychiatrie gekommen und werde dort mit Medikamenten irgendwie so eingestellt und rekommitiert worden, dass es halt irgendwie wieder einigermaßen geht.

00:58:36: Und so ist es wirklich, sodass ich jetzt zumindest im Erleben auch die letzten Jahre ... Dass ich jetzt nicht schmerzfrei oder angstfrei oder frei von sonstigen Zuständen wäre, aber dass so diese Fähigkeit meines Systems mit unterschiedlichsten Zuständens gleichzeitig einfach da zu sein und wirklich dazu sein.

00:58:57: Also das es eine Lebensqualität ist für die ich sehr dankbar bin.

00:59:06: Wir haben ja versucht ein bisschen auszumachen was... ... Bruch oder diese Krise bedeutet hat.

00:59:15: Jetzt haben wir so ein bisschen mitgenommen, dieser Hartnäckigkeit von Kindheit anschauen hat die irgendwie geholfen.

00:59:22: wie soll man sagen deinen Weg jetzt mittlerweile zu finden?

00:59:25: Was ist denn so die Komponente in der Nachschau wo du sagen würdest das ist das was dir wirklich ... ... geholfnah durch all das ja... Das ist was wir jetzt alles besprochen haben.

00:59:42: Wir sagen, naja, es wird eigentlich beühtet und dann kommen Ängste oder Zwingen

00:59:46: usw.,

00:59:50: in Kliniken gewesen, in Therapien gewesen.

00:59:53: Dann versucht irgendwie im Gesang, im Tanz Ausdruck zu finden um da ein bisschen Ruhe reinzubringen.

00:59:58: wie Mathematik kam dann dazu um zu sagen ich will die Dinge verstehen Ich will zumindest Grundlagen schaffen irgendwie dadurch eine gewisse Kontrolle bekommen wie auch immer.

01:00:12: Das sind ja alles Versuche gewesen, um mit den Dingen umzugeben und dann hast du ne ganz andere neue Methode kennengelernt.

01:00:20: die war jetzt aber irgendwie gefühlt vom anderen Universum und das war dann auch an Prozesse gewesen, die wie soll man sagen nicht gleich die fliegende Leichtigkeit gebracht haben sondern die wir sollen sagen in schwierige Umstände geführt haben weil es einfach Entwicklungsumbau, Wachstumsprozesse gewesen sind.

01:00:41: Aber was würdest du so sagen?

01:00:43: Was ist so die Komponente gewesen, die dich durch diese Zeit durchgebracht hat?

01:00:49: zu einem Punkt wo du sagst Ja da sind noch Ängste ja da sind auch Herausforderungen aber es ist machbarer oder es ist leichter wie auch immer.

01:01:02: Es ist nie nur Machbares sondern ich habe das Gefühl oder was heißt nicht das Gefühl sondern das Erleben von ich bin irgendwie getrennt und Leben findet statt.

01:01:11: Und es ist noch nicht, und ich muss noch irgendwo hin, hinzu die Ängste und alles was ich durchlebe das ist schon.

01:01:19: Genau das ist es schon.

01:01:21: Ich muss nirgendwo hin.

01:01:22: Es fehlt nichts mehr in dem Sinne.

01:01:24: Woher war das Erleben immer?

01:01:26: Es fehlt irgendwas!

01:01:27: Es müsste irgendetwas anders sein.

01:01:28: Ich muß noch irgendwas rausfinden.

01:01:31: Jetzt ist tatsächlich das Erlebnis... Ja ich forsche immer noch aber eben nicht mehr aus diesem Ich sage jetzt mal aus diesem Zwang heraus oder aus diesem Leid heraus, was ich halt da bin und weil es mir Freude macht zu forschen.

01:01:43: Und weil es so eine Lust auch an Erkenntnis ist – auch wenn diese Erkenntnisse nicht absolut sind aber der ….

01:01:48: Also das ist einfach wirklich innerhalb dieses oder durch diese Umbrüche eine völlig andere Lebensperspektive in den Stand.

01:01:57: Ich muss nirgends wo hin?

01:01:58: Wenn ich morgen sterben werde, würde das gut.

01:02:01: Also ein bisschen von dem Standpunkt weg….

01:02:04: Das ist doof, ich muss das wegkriegen.

01:02:06: Hinzu...

01:02:08: Es ist ganz anders!

01:02:09: Da ist nix wegzukriegen!

01:02:10: Genau es ist halt so.

01:02:13: Nee, es ist nicht, es is halt so und es ist genauer so.

01:02:17: Ist halt so, dass hört sich fast schon ein bisschen restlich

01:02:20: nach tief an.

01:02:21: Ja, gebe ich dir absolut recht.

01:02:22: Sondern

01:02:22: es ist so ein krasses Geheimnis und Wunder, dass ich... Und ich darf kleinste Perspektiven davon erleben und bin Teil dieses Ganzen Also ebenso dieses.

01:02:35: ich muss nenn's wo mal hin.

01:02:36: Alles was ich tue, tue ich das Tunzwillen aber nicht wenn irgendwas fehlen würde oder weil ich wirklich irgendwo hin müsste oder ja so dieses Was vorher sehr bestimmend war bis zu einem bestimmten Punkt.

01:02:48: es ist noch nett Ich muss noch und noch mehr und nochmehr.

01:02:51: Das hat sich total vertret.

01:02:55: Ach so.

01:02:55: Du hast ein Text geschrieben bezüglich Erfolgen, ob das wirklich so viel Sinn macht irgendwo hinstreben zu wollen.

01:03:01: Da fahr ich total spannende Aspekte ja.

01:03:03: Das macht natürlich jetzt in dem Kontext einen Stück weit Sinn.

01:03:07: Zu sagen naja wohin will man streben?

01:03:11: Und dann kann ich trotzdem irgendwo hinstreben aber halt des Strebens.

01:03:15: also nicht weil es erleben die Haltung in den Ganzen oder dass wie ich's erlebe ist eine völlig andere da ist

01:03:23: Ja.

01:03:23: Also ich ahne zu spüren, was du meinst?

01:03:26: Also eher nicht im Sinne man arbeitet gegen etwas oder man zieht irgendetwas sondern er im Gedanken von Man ist im Fluss ja.

01:03:37: Ja hinten.

01:03:38: Jo so ungefähr!

01:03:39: So ungefähr.

01:03:40: Es hat schon schwierig diese Themen, sagt den Worte zu fassen.

01:03:49: Und das hört sich jetzt, glaube ich für viele erst mal wieder resignativ an und so meine ich es überhaupt nicht.

01:03:55: Sondern dieser Moment in dem wir uns jetzt unterhalten der ist absolut alternativlos und er enthält alles andere schon.

01:04:02: also es ist nicht so.

01:04:04: wie soll ich sagen?

01:04:06: Es ist genau so wie's ist!

01:04:08: Ich darfs durchleben und das ist schon einfach wow Auch in Momenten, in denen es mir richtig beschissen geht und ich Schmerzen habe.

01:04:20: Und das gibt's nach wie vor.

01:04:21: also, ne?

01:04:21: Das ist – und trotzdem, wie soll ich sagen die Haltung in dem Ganzen oder durch den Leben des Ganzen ist eine völlig andere….

01:04:34: Ich ahne es!

01:04:34: Ich ahnne was du meinst und ich hoffe auch, dass ihr dir zuhört, dass sie erahnt.

01:04:41: Warum es da aus der Aspekte ist

01:04:44: spannend?!

01:04:46: Das ist vielleicht zum Abschluss wahrscheinlich.

01:04:50: Ich kann mich immer wieder riskieren, also weißt du so dieses... ich bin so viele in Anführungszeichen Tode gestorben und habe gemerkt wie wir uns das so vorstellen und auch mit diesen Ängsten und wie sich das alles aufbaut und konstituiert, wie wir Uns ereignen dass selbst in diesem Sterben Da ist niemand auf eine bestimmte Art und Weise stirbt, sondern es trägt irgendwo.

01:05:20: Also auch durch diese ganzen Geschichten hindurch... Es trägt!

01:05:25: Und entweder die Perspektive kommt wieder zustande und ich tauch wieder auf im nächsten Augenblick und unterhalte mich mit dir oder kümmere mich um meine Tochter und macht ja zum Essen was auch immer gerade ansteht.

01:05:40: Und das ist trotz Erhund in diesem Ganzen dieses Wie soll ich sagen, eine Art von Erleben?

01:05:46: Ich wusste eigentlich gar nicht so viel tun.

01:05:54: Super spannend!

01:05:55: Also es ist ja immer ein bisschen Risiko wenn ich Menschen einladen möchte.

01:06:01: Ich lade viele Nachbauchgefühle ein und sage, ich glaube Unabhängigkeit ob hier Mikrosinn oder Kamasse mit der Person würde ich mich wahnsinnig gerne unterhalten.

01:06:10: Und bin super dankbar dass du da warst.

01:06:13: Ich fand dein Leben wie du es jetzt auch mit mir geteilt hast.

01:06:19: Ich find's immer noch super spannend, ich finde, da waren superinteressante Impulse dabei.

01:06:26: Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du da warst und die Reise aufgenommen hast herzukommen und wirklich offen warst.

01:06:34: Vielen herzlichen Dank dafür!

01:06:35: Ja, danke dir für den Raum und fürs Gespräch.

01:06:38: Ich finde Begegnungen auf dieser Ebene oder mit dieser Tiefe sind einfach sehr besondere Räume.

01:06:46: Sehr, sehr gern.

01:06:47: Danke dir!

01:06:50: Schön dass du dabei wirst bei einer neuen Folge Sprechstunde mit dem Leben heute mit Helen.

01:06:56: wenn es dich irgendwie berührt hat oder bewegt hat oder ist was mit ihr gemacht hat und du das Gefühl hast Du würdest das gerne mit jemandem teilen dann gerne teilen und demjenigen ein bisschen energiespenden und natürlich nicht vergessen zu abonnieren damit die nächste folge nicht vergessen wird.

01:07:14: wünsche euch noch einen schönen Tag.

01:07:16: Kommt gut weiter und bis zur nächsten Folge.

01:07:21: Ciao!

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