Sternenkinder und die Liebe, die bleibt: Von Trauer, Abschied und Hoffnung - Corinna Hansen-Krewer

Shownotes

Wie lebt man weiter, wenn ein Kind stirbt, bevor es richtig leben durfte?

In dieser Folge spreche ich mit Corinna Hansen-Krewer über Sternenkinder, stille Geburt, Fehlgeburt, Kinderwunsch, Trauer und die Frage, wie Eltern nach einem solchen Verlust einen Weg zurück ins Leben finden können.

Corinna erzählt vom Tod ihres Sohnes Jonathan kurz vor dem errechneten Geburtstermin, von weiteren Fehlgeburten und davon, warum Abschied, Erinnerung und Selbstbestimmung für betroffene Frauen und Paare so wichtig sind.

Wir sprechen darüber, warum Sterneneltern auch Eltern sind, weshalb medizinische Aufklärung nach einer Fehlgeburtsdiagnose so entscheidend ist und wie aus großem Schmerz manchmal Kraft, Begleitung und Hoffnung entstehen können.

Eine Folge über Trauer, Liebe, kleine Geburten, Selbstbestimmung und die Würde eines Abschieds.

Website Corinna: https://soul-feelings.de/

Weitere Impulse & Einblicke:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Bis dann tatsächlich im zehnten Schwangerschaftsmonat zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, der Jonathan verstarb in meinem Bauch und somit begann mein anderes Leben.

00:00:14: Also das war wirklich wie so ein Hebel, der umgelegt wurde von Normalzustand auf.

00:00:21: jetzt ist alles anders?

00:00:22: Ja ich bin auch meinen Kindern sehr dankbar.

00:00:24: Muss ganz ehrlich sein.

00:00:24: also die gegangen sind, die gekommen sind natürlich auch Also das Buch, was ich ... haben wir noch gar nicht darüber gesprochen.

00:00:31: Was ich irgendwann geschrieben hab.

00:00:33: Das ist so das Erbe von Jonathan?

00:00:36: Das kann ich genauso sagen und weil ich meine frühen Fehlgeburten erlebt habe.

00:00:40: Das waren mittlerweile insgesamt dreizehn.

00:00:43: Und jede Einzelne hat mich gebrochen und gleichzeitig wachsen lassen.

00:00:55: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sprechstunde mit dem Leben.

00:00:59: Schön, dass du da bist!

00:01:01: Ich bin Ben und ich hab heut Corinna bei mir.

00:01:04: Und freue mich total auf dieses Gespräch, hallo Corinna!

00:01:06: Hi,

00:01:07: danke, dass ich dabei sein darf.

00:01:09: Sehr sehr gerne.

00:01:11: Ist mir allerdings auch eine Ehre.

00:01:13: also wir machen heute ein sehr intensives Kapitel auf.

00:01:17: du hast einen würde ich schon sagen sehr starken Umbruch in deinem Leben gehabt und wenn man ehrlich sind sind wahrscheinlich noch ein paar andere dabei.

00:01:26: Wir haben im Vorfeld kurz drüber gesprochen.

00:01:28: Wie viel Fässer wollen wir aufmachen?

00:01:32: Heute erst mal nur eins.

00:01:33: Nee, vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal eins.

00:01:36: Bevor wir jetzt aber so intensiv reingehen in dieses Thema, was uns zangsweise dahin führen wird ... Guck dir an, du hattest auch mal ein ganz normales Leben vor diesen Umbrüchen!

00:01:47: Vielleicht magst du uns ein bisschen mit reinnehmen.

00:01:51: wie sah das Leben davor aus?

00:01:55: Also ich hatte immer schon besondere Phasen.

00:02:00: Also ich bin irgendwie jemand, der kein langweiliges Leben hatte.

00:02:04: Auch in meiner Kindheit niemals.

00:02:07: Aber so den eigentlichen Umbruch, der mich echt sehr umgeworfen hat gab es im Jahr zwei Tausend siebzehn mit dem Tod unseres Sohnes Jonathan.

00:02:18: bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mir auch nie Gedanken darüber gemacht ob wenn nicht mich denn irgendwann mal für Kinder entscheiden sollte ob ich ein Kind verlieren könnte.

00:02:28: Für mich war immer klar, ich werde Kinder haben.

00:02:31: Das stand für mich immer schon fest.

00:02:34: Als Kind war das schon klar für mich.

00:02:36: Ich hab auch nie Eindrücke in eine andere Richtung gehabt und für mich war klar, dass ich werde kinder haben.

00:02:42: Ich habe gedacht, ich kriege zwei Mädchen und das habe ich mir immer gesagt, ich mache es besser als meine Mutter.

00:02:49: Das habe ich immer so vorgenommen.

00:02:52: Bin dann irgendwann schwanger geworden, auch wirklich unkompliziert.

00:02:57: In kürzester Zeit war ich schwanger, nachdem wir uns dazu entschlossen hatten.

00:03:00: Und die Schwangerschaft war eigentlich super!

00:03:03: Die Geburt ebenfalls und es war dann kein Mädchen... Es war ein Junge!

00:03:08: Nee, es war gut.

00:03:09: also im Endeffekt hat mich das auch ganz viel in dem Leben beigebracht.

00:03:14: Also diese Erwartungshaltung auch an mich selber als besser machen zu wollen als meine Mutter.

00:03:20: Wow, das war ja eine ganz große... ein ganz großer Schritt, den ich hätte mir selber beweisen müssen.

00:03:28: und dass sich dann wirklich tatsächlich einen Jungen bekommen durfte muss ich sagen.

00:03:34: Hat mich auch von dem Ganzen so ein bisschen erlöst es besser machen zu müssen.

00:03:39: Geh mal nochmal einen Schritt zurück!

00:03:41: Bin Mann, ich kann keine Kinder kriegen.

00:03:43: Zumindest ist das noch nicht der

00:03:44: Fall.".

00:03:45: Ich höre ganz oft davon dieses Thema Kinderwunsch.

00:03:48: nur, dass gesprochen davon sogar als Kind ... Das war schon klar, ich möchte ein Kind haben.

00:03:52: Vielleicht kannst du noch mal beschreiben was in dir vorgegangen ist?

00:03:56: Also wie fühlt sich Kinderwund an... Ich habe mich immer am Gespräch gesagt, eigentlich ist das Wort Kinderwünsche irgendwie nicht so ganz passend.

00:04:03: Eigentlich müsste es Kindersehnsucht heißen ja.

00:04:06: Was passiert da innerlich?

00:04:08: Das erste Mal als... Ein richtig

00:04:10: krass Tuldigung!

00:04:11: Weil wir haben ja immer noch einen Kinderwunsch, der aber Ad-Actor gelegt ist.

00:04:15: Weil ich so viele Fehlgeburten hatte und da steigst du grad direkt nicht ... So!

00:04:23: Du kannst jederzeit sagen too much, ne?

00:04:25: Ist völlig in Ordnung.

00:04:28: Ja für mich war immer schon klar dass ich Kinder haben möchte und dass ich mehrere Kinder haben will Und ich finde Kinderwünsche sind einfach ein Thema.

00:04:37: was ein?

00:04:39: Also wenn man sich dazu entscheidet, dann fühlt ein Das vor allen Dingen als Frau vollends aus.

00:04:46: Ich hab das auch nie in Frage gestellt.

00:04:49: ich habe auch nie darüber nachgedacht ob der schief gehen könnte.

00:04:51: für mich war gleichwert mehrere Kinder haben Die werden bei mir leben und es wird mich erfüllen.

00:04:57: ja es wird bestimmt auch anstrengend werden aber Es wird mich erfüllen.

00:05:02: und dass von vornherein klar Mich weiß dass ich mit zwanzig Jahren habe ich meinen mit Pastellkreide ein Bild gezeichnet.

00:05:10: Damals war ich sehr künstlerisch auch noch unterwegs und ich habe meinen Körper gezeichnt, aber mit schwangerem Bauch.

00:05:19: Und dieses Bild hängt heute noch in unserem Schlafzimmer.

00:05:22: also es hatte...und das hat ...sehr komisch fällt mir gerade jetzt ein In dem Bauch mit Farbe.

00:05:28: Also das Bild war schwarz-weiß Das waren die äußeren, so eine Skizze mit Pastelkreide und im Bauch war eine Farbe.

00:05:37: Das hatte damals schon eine krasse Bedeutung für mich dieser schwangere Bauch.

00:05:43: Es war eine Sehnsucht, die immer bestanden hat bei mir und die glaube ich trotz abgeschlossener Kinderversuchsthema nie ein Ende

00:05:57: hat.".

00:05:58: Also es gibt ja unterschiedliche Frauen.

00:06:00: Es gibt auch welche, die sagen ne Kinderthema ist nicht so meins und das ist ja auch völlig in Ordnung.

00:06:04: aber man merkt schon es gibt halt auch einfach Frauen ich glaube sie sind gar nicht so wenige die diesen Wunsch tief in sich tragen das vielleicht auch gar nicht erklären will.

00:06:13: wo würdest du denn den Wunsch hinsortieren?

00:06:16: Wer das eher in der Brustherz gegen Bauch?

00:06:18: Das fragen ja Psychotherapeut mal gerne um Zuhörer auch, mal ein Verständnis zu bekommen.

00:06:24: Wo ist das?

00:06:24: Oder fühle ich das mit jeder Faser?

00:06:27: oder wo würde ich dieses Gefühl Kinderwunsch denn verorten?

00:06:32: Also ich würd tatsächlich sagen jetzt... Ich hab' jetzt gerade mal reingeführt, ich würds in mein Herz lokalisieren, würde aber sagen dass ich das tatsächlich mit jeder einzelnen Zelle meines Körpers verinnerlicht habe und dass ich es wirklich von oben bis unten gespürt habe und immer spüren werde.

00:06:50: Und dann kam der Zeitpunkt, wie alt warst du da?

00:06:55: Wo du dann dafür offen warst und dann auch schwanger geworden bist.

00:06:57: Wie alt warste

00:06:58: da?

00:06:58: Mitte zwanzig.

00:07:00: Mit sechsundzwanzig, siebenzwanziger haben wir dann entschieden.

00:07:04: Wir probieren es und ich habe dann relativ schnell Schwanger mit unserem Großen.

00:07:12: Das ist jetzt noch so ein Thema, wo ich auch nochmal spezifisch rein frage.

00:07:15: Natürlich habe ich auch zwei Kinder auf dem Bauch fühlen und dann so ein bisschen ja das Boxt jetzt und keine Ahnung weiß.

00:07:21: natürlich macht es auch mit uns.

00:07:23: was?

00:07:24: aber vielleicht kannst du uns noch mal ein bisschen in die Welt reinnehmen.

00:07:28: wie ist das für eine Frau?

00:07:31: Ein Lebewesen in sich groß werden zu spüren.

00:07:36: Also, vor allem auch auf dem Hintergrund dieses Kinderwunsches oder Kinder sehen so vielleicht wollen wir das auch so nennen was passiert da mit einer Frau?

00:07:43: Vielleicht kannst du uns da ein bisschen mit rein nehmen in diese Welt.

00:07:47: also ich weiß noch genau Ich hatte damals für mich war ja klar, ich möchte schwanger werden.

00:07:56: Wir haben es darauf angelegt und ich weiß jetzt noch genau als ich den positiven Test gemacht habe.

00:08:03: Eigentlich wusste ich vorher schon, dass ich schwanger bin.

00:08:07: Ich habe nämlich gemerkt, dass sich nicht mehr auf den Bauch schlafen kann und das war... Das muss wirklich fünfte Woche gewesen sein weil der Schwangerschafts-Test zeigte eine ganz schwache Linie an.

00:08:18: Und ich hab vorher schon gesagt, ich muss schwanger sein.

00:08:20: Ich muss auf der Seite liegen.

00:08:21: Ich kann nicht mal auf dem Bauchschlafen!

00:08:23: Also allein der Druck auf dem bauch ging nicht mehr.

00:08:26: Ja also ich habe das super schnell gemerkt.

00:08:31: Ich bin auch ein sehr emotionaler und energetisch offener Mensch, ich habe das gefühlt.

00:08:37: Das allein war schon sehr eindrücklich.

00:08:40: und als dann der Test positiver... ...das hat mich erst mal umgehauen?

00:08:45: Weil ich dann so schwarz auf weiß hatte, oh Gott!

00:08:47: Es hat wirklich geklappt.

00:08:49: Und ich hab das dann genauso gesagt, oh, Gott!

00:08:52: Also es war wie so'n... Das kann jetzt nicht sein, obwohl wir das darauf angelegt hatten und obwohl ich darauf gewartet habe dass es so ist.

00:09:00: Aber gerade wenn man auch das erste Mal schwanger ist und das dann wirklich so schwarz auf weiß wirklich sieht also das war schon sehr sehr bombastig für mich vom Gefühl her.

00:09:11: Und wie ist das so?

00:09:13: Wenn man die ersten... Also Männern hasten ja Frauen, die spüren das ja in sich drin!

00:09:21: Kannst du uns da vielleicht ein bisschen mitnehmen, wie ist das?

00:09:23: So wenn man merkt so oh warte mal ich spürte jetzt was.

00:09:26: Ja und da passiert etwas und es wird größer.

00:09:28: und Wie fühlt sich das an?

00:09:32: also Ich muss sagen ich habe ja mit allem im Herzen Mit der Seele mit meinem Verstand drauf gewartet dass Symptome kommen die auch super schnell kam.

00:09:42: Mir war Schnell schlecht übel teilweise sehr übel Gott sei Dank nur momentweise, phasenweise.

00:09:52: Ich war unheimlich müde.

00:09:53: also ich habe schnell gemerkt mein Körper der ist ganz schön am arbeiten und die Hormone die haben mir das zu spüren gegeben.

00:10:03: also ich hab gemerkt es ist nicht mehr so wie vorher ich bin nicht mehr sowie vorher es hat schon viel verändert und dann irgendwann zu wissen auch Ich hatte ja gedacht, ich kriege ein Mädchen.

00:10:18: Habe ich im vierzehn Wochen gedacht und in diesen vierzehnen Wochen habe ich mich wirklich da reingesteigert.

00:10:25: Ich krieg einen Mädchen das ist klar!

00:10:27: Und ich hab dann abends einmal, weil sich noch im Bett gelegen, hatte die Hände auf dem Bauch und habe wirklich in Gedanken in meinen Bauch an meinen Uteros gegangen.

00:10:36: Ich habe Kontakt mit meinem Kind aufgenommen und dieses Kind hat mir dann gezeigt, ich bin gar kein Mädchen.

00:10:42: Und an diesem Abend habe ich dann einen kleinen Zusammenbruch gehabt.

00:10:45: Ich hab ganz viel geweint und mein Mann war total irritiert gesagt, warum weinst du?

00:10:49: Was ist passiert?

00:10:50: Ich lag kein Bett!

00:10:51: Und dann hab' ich gesagt wir kriegen gar keinen Mädchen.

00:10:53: und dann meinte er so ja wir gehen doch erst... ich weiß nicht egal mal was das war nächste Woche oder so zum Frauenarzt.

00:11:00: Wir können es noch gar nicht wissen aber doch ich weiß das.

00:11:02: aber.

00:11:03: Also ich wusste das auch einfach und ich wusse das bei allen Kindern.

00:11:07: Ich wusste es immer vorher was es wird.

00:11:09: bei meiner Tochter, die später noch kam.

00:11:12: Wusste ich bevor ich schwanger wurde dass das ein Mädchen wird.

00:11:15: also das war in mir drin ja dass sich denn das immer urinstinkt einer frau die das einfach teilweise fühlt.

00:11:24: naja und dann war der besagte frauen als termin.

00:11:28: und dann habe ich ich kam da rein und war schon aufgelöst weil ich mit dem jungen Thema mich auch gar nicht angefreundet hatte vorher.

00:11:36: Und wir kamen da rein und die Untersuchung hat stattgefunden, dann sagte der Frauenarzt ja ich gebe ihnen recht sie haben das gut gespürt!

00:11:45: Für mich war es erst mal wirklich wie so ein Schock.

00:11:48: Zum Nachhinein habe ich mich auch oft einfach dafür geschämt dass ich mich da so ein bisschen emotional distanziert hab weil ich mich von diesem jungen thema schützen wollte Hab da auch sehr viel dran gearbeitet und weiß heute.

00:12:04: Und als mein Kind dann da war, war dieses jungen Thema, dass ich Angst davor hatte wie fasse ich einen Jungen an?

00:12:11: Wie wickel ich meinen Jungen dann, dass das alles unbegründet war?

00:12:15: Weil ich hab in ihm dieses männliche gar nicht gesehen.

00:12:18: Also das Baby war da ... Ich war verliebt vom ersten Moment an... Oh Mann!

00:12:25: Scheiße!

00:12:25: Sorry!

00:12:26: Gott!

00:12:31: Völlig in Ordnung.

00:12:32: Damit

00:12:33: konnten wir jetzt gar nicht sprechen, das ist so eine Liebzerklärung an meinen Großen.

00:12:37: Ja aber es ist so.

00:12:38: Also ich war wirklich... Ich hab mein Kind gesehen und ich habe mein Kind geboren auf natürlichem Weg und das war auch super emotional diese Geburt zu erleben dieses was mein Körper kann zu dem was er in der Lage ist.

00:12:55: Ich war sehr bei mir und bin da absolut mit jeder Zelle, man ist körpersdurchgegangen.

00:13:00: Und als mein Kind dann da war ... ich weiß gar nicht, dass ich da so viel Emotionen auch ... Also, ich hab mir nie, glaub ich, Gedanken darüber gemacht wie intensiv dieser Moment der Geburt was er zwischen uns gemacht hat, meinem Kind und mir.

00:13:21: also es war auf einmal von null auf hundert so nahe Da hat nichts dazwischen gepasst.

00:13:27: Ich kann mich noch daran erinnern, dass es erst für mich, das bombastische Erlebnis war.

00:13:31: Da ist ein Kind.

00:13:32: Man spricht nicht drüber, sondern da ist es jetzt ja... Genau die erste Phase und die zweite Phase wo dann irgendwann ankommt.

00:13:40: Also ich hatte den Eindruck so mit zwei drei Jahren also als Vater zu merken du bist Papa!

00:13:47: Na, jetzt wird es natürlich noch präsente kommen in die Pubertät, wo ich dann vor der... Wo diese Rolle da nochmal ankommt.

00:13:53: Also man spürt schon so in dein Beschreibung ... Man kriegt nicht einfach ein Kind oder du hast nicht einfach einen Kind bekommen, sondern ganz viel passiert dabei.

00:14:03: Du erlebst und spürst, du hast den Gefühl für ... Und dann ist es tatsächlich auf dem Arm und du bekommst nach ... Fünfzehn ist er glaube ich, ne?

00:14:13: Nach fünfzehn Jahren bekommest du immer noch ein Klose im Hals weil du dich daran erinnerst und sagst was das mit dir gemacht hat.

00:14:19: Und auch jetzt, wenn man das Kind anschaut.

00:14:23: Dann sagt man, boah krass!

00:14:24: Es war auf dem Arm, wie es sich entwickelt hat und so weiter...

00:14:28: Ja, durch ihn und meine anderen Kinder wurde mein Leben ein Stück mehr mit Leben gefüllt.

00:14:36: Ja,

00:14:36: kann ich bestätigen.

00:14:39: Manchmal kennt man sie zum Mondschießen in den allermeisten Fällen aber ist man einfach nur arschglücklich dass er da sind?

00:14:45: als ich für Kinder kriege, ist schon eine allumfassende Leistung in alle Richtungen.

00:14:57: Jetzt gibt's aber auch eine Geschichte ... In deinem Leben, wo du ein Kind quasi in deinem Bauch sehr lange begleitet hast, da das was wir jetzt alles besprochen haben, auch gefühlt hast und dann ist es aber nicht so ausgegangen wie du das vorgestellt hast oder vielleicht auch wie du vorhin beschrieben hast, die gar nicht vorgestellt hättest dass sowas überhaupt möglich ist Magst du uns ein bisschen damit reinnehmen, was da passiert ist?

00:15:25: Genau ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht ob eine Schwangerschaft frühzeitig enden könnte.

00:15:32: Ob sie schlecht enden konnte mit einem toten Kind.

00:15:36: Wir haben uns dann irgendwann entschieden ein zweites Kind zu kriegen.

00:15:39: Da waren wir auch relativ zeitnah klar es wird wieder ein Junge.

00:15:42: Also dieses Mädchenthema war auch da kein Thema Die Schwangersschaft Ebenfalls eigentlich unauffällig.

00:15:52: Also ich war einerseits gern schwanger, andererseits war es immer sehr anstrengend.

00:15:58: Ich habe immer relativ viel zugenommen und immer zwanzig Kilo.

00:16:00: Ich bin ja relativ klein.

00:16:02: also es war schon... Es war anstrendend aber wir waren froh!

00:16:07: Es war alles unauffaillig auch in den Untersuchungen und wir haben uns einfach drauf gefreut.

00:16:13: Ich kann mich noch dran erinnern.

00:16:14: Ich war damals auch als Fotografin tätig und ich habe gesehen, dass dein Sternenkind... das ist eine ehrenamtliche Organisation von FotogRAFEN die so dieses letzte besondere Bild für Sterneeltern machen, dass sie einen Aufruf damals gestartet hatten, dass die Fotografen suchen.

00:16:32: Und ich hab damals kurz überlegt, das war kurz vor der Schwangerschaft von unserem Jonathan, ob ich das nicht machen könnte?

00:16:38: Also für mich war klar, boah!

00:16:40: Das Thema ... Es ist präsent und es ist ein wichtiges Thema.

00:16:44: Und ich habe ganz schnell entschieden, nein das kann ich nicht!

00:16:46: Also mir war... Ich hab hingeguckt, ich hab reingefühlt und wollte mich sofort schützen und hatte danach einen Aufruf gemacht an meine Fotografenkollegen ob sich vielleicht jemand anderes dazu berufen fühlt.

00:16:57: Dann mal kurz als Information weil ich wusste lange nicht was Sternen Kinder sind.

00:17:00: Sternenkinder sind Kinder die nicht ausgetragen werden sondern irgendwann nicht mehr weiterleben.

00:17:06: Ich

00:17:07: glaub, Sternenkindern im Begriff kenn ich's seit einem Jahr.

00:17:09: Vielleicht lass es zwei sein?

00:17:11: Deswegen könnte ich mir vorstellen ... Nee, deswegen kann ich mir durchaus vorstellen als auch Zürer nicht wissen was das ist.

00:17:17: Deswegen wurde ich's einfach mal kurz erwähnt.

00:17:19: Also Sternenkinder sind die Kinder, die während der Schwangerschaft unter Geburt oder kurz danach versterben.

00:17:25: Es gibt aber auch Eltern, die zum Beispiel sagen wenn eine zweijährige Tochter z.B.

00:17:28: Stip-Ship auch ein Sternen kindet und ich find' dass auch völlig legitim, besprechen oder ansprechen, wie er das möchte.

00:17:36: Wie es für sich selber sich gut anfühlt.

00:17:39: aber eigentlich so wenn wir nach der Definition sind die Kinder die während der Schwangerschaft unter Geburt oder kurz danach sterben

00:17:49: und Das hat sich bei dir dann auch in diese Richtung entwickelt.

00:17:53: Ich hatte überlegt ob ich das leisten könnte als Fotografin Und habe sehr schnell entschieden nein dass kann das nicht.

00:17:58: ich gehe alleine Gedanke Ich würde ein Kind verlieren.

00:18:03: Das hat mir mein Herz zerrissen.

00:18:05: Dann habe ich den Aufruf gestartet, was daraus entstanden ist ob sich jemand gemeldet hat weiß ich nicht aber für mich war das Thema durch.

00:18:12: Ich hab das dann losgelassen.

00:18:14: also du hattest das Gefühl wenn Du fotografieren würdest würdest du den Gedanken zulassen dass auch ein Dein kinden Stern Kind werden könnte.

00:18:22: das holst du nicht oder

00:18:23: das war es nicht.

00:18:24: Es war eher dass sich dieses leid Was Eltern dann ertragen müssen Das hätt ich zu sehr in mein Herz, in meinen Nazi-Körper aufgenommen und ich wollte euch davor schützen.

00:18:36: Also für mich war klar, wenn so was passiert ... das war der erste krasse Moment, wo das ja ... Wo ich irgendwie nicht mehr davonlaufen konnte vor dem Thema.

00:18:47: Ich hab reingefühlt und für mich, ich kann es auf gar keinen Fall leisten.

00:18:51: Ich kann's nicht!

00:18:52: Das war der Erste Moment, in dem ich wirklich in meinem Leben den Kontakt zu diesem Thema hatte.

00:18:58: Kann ich nicht, möchte ich nicht.

00:19:00: Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen?

00:19:02: Also in meiner Weiterbildung auch eine Phase gehabt, wo ich in einer psychosomatischen Klinik gearbeitet habe und wir waren für Kinder- und Jugendpsychiatrie zuständig.

00:19:09: Und ich konnte mit Erwachsenenleit schon einigermaßen umgehen.

00:19:11: Das hatte ich gelernt.

00:19:12: aber Kinderleid zu sehen ja.

00:19:15: Deswegen ... Ich kann es ein stückweit nachvollzieren.

00:19:17: natürlich sagt mein Mensch das gehört eigentlich zum Leben dazu.

00:19:19: Wir sprechen da auch gleich noch ganz ausführlich drüber.

00:19:21: Aber man kann das schon irgendwie ein Stück weiter nachvollziehen und sagen poh das ist halt Muss man auch aushalten können und sagen können, ja gehört zum Leben.

00:19:30: Und da ... Da wegzusehen kann man machen?

00:19:36: Hast du auch gemacht in der Phase?

00:19:38: Aber ... Ja schon auf jeden Fall nachvollziehbar.

00:19:42: Es

00:19:44: dann passiert!

00:19:45: Ich wurde dann schon ein bisschen unertahen.

00:19:50: Dann war das Thema Sternenkind eigentlich kein Thema für mich.

00:19:54: Bis dann tatsächlich im zehnten Schwangerschaftsmonat zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, der Jonathan verstarb in meinem Bauch und somit begann mein anderes Leben.

00:20:08: Also das war wirklich wie so ein Hebel, der umgelegt wurde von Normalzustand auf.

00:20:15: jetzt ist alles anders.

00:20:19: Ich versuche mir das vorzustellen einen Kind auszutragen.

00:20:23: acht neun Monate Du hattest es schon mal lebt, ja.

00:20:27: Und dann ist plötzlich ... Also man ist ja gedanklich da schon weiter wahrscheinlich und dann ist plötzlich irgendwie alles vorbei.

00:20:35: Mit dem positiven

00:20:35: Schwangerschaftstest bist du weiter?

00:20:37: Normalerweise können das bestimmt ganz viele Frauen bestätigen wenn der Test positiv ist.

00:20:42: oder auch weil man schon wartet auf diesen positiven Tests, hat man schon Gedanken im Kopf was ist denn wenn ich jetzt schwanger bin?

00:20:51: Ich hab bei jeder Schwangersschaft immer nachdem E.T.

00:20:54: geguckt, also das ist ja für mich ein net Erfrunden.

00:20:57: aber naja man errechnet den dass man mit irgendwas handieren kann.

00:21:01: Aber ich denke immer Bibis kommen dann wenn sie bereit sind zu kommen.

00:21:06: und Aber dennoch guckt man ja vielleicht nach diesem Termin und guckt ja ungefähr zu dem Zeitraum kommt dann mein Kind.

00:21:12: Man plant dann auch schon auch nächstes Jahr Kann ich mit meinem Kind schon Weihnachten feiern Und vielleicht so in zwei Jahren.

00:21:19: Dann können wir vielleicht schon zusammen Weihnachts bei den Weihnachtsbild als Fenstermahlen oder so.

00:21:25: Oder im Sommer, wir fahren ins Sommer ans Meer und dann kann das Kind doch schon schwimmen.

00:21:29: Also man macht sich Gedanken über die Zukunft ja?

00:21:32: Und sieht vielleicht in Bekanntenkreis jemand eingeschult wird und ahren und überlegt dann, wann wird mein Kind später eingeschuldet?

00:21:41: Ja, man machte sich Gedanken auch wenn die Zukunft noch lange weg ist.

00:21:45: Man plant schon, hat Gedanken, hat Wünsche und Bedürfnisse und Ziele und Träume Ja, die man so mit diesem Kind im Kopf schon und im Herzen vor allen Dingen schon plant.

00:21:59: Das ist alles schon sehr präsent... ...und häufig bevor der Test positiv ist.

00:22:04: Das Kind ist quasi schon in die Familie integriert?

00:22:10: Na ja, und wenn dann halt auch so eine Schwangerschaft bis zum zehnten Monat oder auch... Und auch vorher, je länger das Kind im Bauch ist, habe ich für mich gemerkt.

00:22:22: Ich hab eine Verbindung aufgenommen zu diesem Kind und wir hatten Routinen.

00:22:27: Also jede Nacht hat er mich dann wachgetreten.

00:22:33: Ja, wir gingen jetzt gemeinsam auf die Toilette.

00:22:35: Ich war auch jedes Mal total genervt.

00:22:36: Ja, Junete, danke schön!

00:22:37: Jetzt hast du mich wach gemacht.

00:22:38: Wir gehen auf Toilett und dann schlafen wir

00:22:39: wieder.".

00:22:40: Und es war auch so ... Der war da nach ruhig und hat mich danach schlaven lassen.

00:22:44: Wir waren ein eingespieltes Team.

00:22:47: Und das war nicht so dass ich ... der war auch schon so... Nicht nur ein Stück von mir, sondern er war auch schon ein Stück weit selbstständig.

00:22:57: Dass ich gemerkt habe, der entscheidet jetzt, wann ich auf die Toilette zu gehen hab.

00:23:01: Er hat mein Leben beeinflusst, obwohl er in meinem Bauch war und noch gar nicht geboren war.

00:23:08: Es war an einem schönen April-Tag ... Ich weiß noch genau, die Sonne hat wunderschön geschehen.

00:23:14: Und ich hab im Wohnzimmer mit Selbstoslöser Erinnerungsfotos gemacht.

00:23:18: Ich wollte kurz vor Geburt noch ganz tolle, letzte Fotos machen.

00:23:22: Wollte natürlich auch dokumentieren wie viel Wasser ich eingelagert hatte.

00:23:25: Ich hatte ganz dicke Füße!

00:23:27: Ich wollte das alles so als Erinnerung festhalten und dann kam mein Bahn mit meinem Sohn nach Hause.

00:23:34: der fand es total toll dass sich meinen Bauch halt ganz vielen bunten Herzen beklebt hat.

00:23:39: er zog dann sein T-Shirt aus und er beklebte auch seinen Bauch und wir haben noch gemeinsam Fotos gemacht.

00:23:44: Ja, er ist dann ins Bett gegangen.

00:23:46: anschließend und als mein Mann und ich nach Acht auf der Couch saßen, ist Jonathan plötzlich einfach ganz wild geworden.

00:23:54: Also aus dem Nichts raus Finger anzustrampeln Und ich wusste sofort hier stimmt irgendwas nicht war aber so sehr bei mir und doch im Vertrauen dass Ich nicht ins Krankenhaus fahren muss weil ich glaube ich im tiefen inneren gespürt habe es ist zu spät.

00:24:15: Also es war wirklich, wir haben dann zwar versucht ja nicht Entschuldigung zu finden sondern Erklärungen.

00:24:25: War was jetzt passiert?

00:24:26: Ja ist das fast vor Geburt und unser Sohn der übt jetzt aber diesen Beigeschmack dass es vorbei war.

00:24:35: Der blieb einfach.

00:24:38: Ich wusste das in dem Moment ganz deutlich im genauso wie ich Wusste jeder einzelne Zell meines Körpers, als ich schwanger war.

00:24:45: Wo es sich genau in dem Moment ist, ist es

00:24:47: vorbei.".

00:24:49: Und ... na ja, ich hab dann tatsächlich nachts durchgeschlafen und als ich morgens wach geworden bin, habe ich gewusst das hier ist eigentlich der Beweis dafür, weil Jonathan mich nicht nachts wachgetreten hat

00:25:00: zur

00:25:01: Toilette zu gehen?

00:25:04: Ja, und ich hatte morgens ein Termin eigentlich zur Akkupunktur.

00:25:08: Mein Triggervater hat mich und den unseren Großen damals, der war damals ... Fünf Jahre alt, ne sechs.

00:25:18: Der ist ... hat uns ins Krankenhaus gefahren.

00:25:22: Er hat den Kleinen dann wieder mitgenommen und ich war allein im Krankenhaus zur Akkupunktur.

00:25:27: Ich hab da aber irgendwas missverstanden.

00:25:29: also das war auch ganz seltsam weil die Hebammen, die das machen sollte, waren gar nicht da Und dann stand ich halt da und dann wollten sie mich schon verabschieden.

00:25:38: Als ich wollte schon gehen.

00:25:39: und dann habe ich mich umgedreht und hab gesagt ach so, ich spüre übrigens seit gestern meinen Kind nicht mehr.

00:25:45: Ich hab auch ganz lange drüber nachgedacht, warum ich das nicht direkt gesagt habe.

00:25:48: Warum man nicht direkt hingeht und sagt Hallo?

00:25:50: Ich hab ein ganz großes Problem, mein Kind bewegt sich nicht mehr.

00:25:53: Ich glaub einfach ... Ich hab das versucht zu verdrängen.

00:25:57: Und solange ich verdrängen konnte war's halt einfach nicht offiziell.

00:26:02: Solange wie ich nicht schwarz auf weiß hatte, mein ja-ja Augen zu genau die Schrollklappen an und weggucken, nicht hören, nicht sehen wollen wie die drei Affen.

00:26:13: Aber auch nachvollziehbar, also es ist ja... Wenn wir darüber nachdenken, was wir vorhin besprochen haben und was man da fühlt darauf hin Fiebert empfindet.

00:26:24: Dann auch ein Stück weit schon in die Familie integriert hat mit Rhythmus und keine Ahnung was dann plötzlich

00:26:31: ist nichts mehr.

00:26:34: Ja ich habe dann Wurde dann auf die Liga gelegt.

00:26:37: also Ich muss doch gar nicht mehr lang warten.

00:26:38: Die Hebamme hat gesucht.

00:26:41: Ich hab an ihrem Verhalten gemerkt ja die hats auch verstanden Das war eine ältere Hebamme.

00:26:48: Die hat dann ... War sehr fahrig, ich hab hier ihre Schweißblecken unter der Achsel, die wurden immer größer.

00:26:55: Die hatte immer schneller angefangen zu atmen.

00:26:57: Sie hat immer weiter gesucht und gesagt es ist nichts mehr, man hat dann irgendwas gehört.

00:27:02: Ich glaub das ist mein Herzschlag, mein Puls den sie da spüren.

00:27:06: Sie wollte das nicht und sie wollte auch nicht sagen ja, ich finde nix?

00:27:11: Sie hat dann die Ärztin gerufen.

00:27:12: wir sind jetzt Nebenzimmer.

00:27:15: Ich wurde dann auf die Liege gelegt, die Ärztin hat geschallt und die Hebamme hat an meiner ... an meinem Kopf gesessen.

00:27:20: Und hat mir die Hand gehalten... ich hab die ganze Zeit gesagt es ist nichts mehr!

00:27:24: Es isst nix mehr.

00:27:25: und nee wir gucken.

00:27:27: und ja und dann hat die Ärzine geschallte und nach der Versorgung geguckt und das war einfach nix da.

00:27:34: und ich werde den Blick auch nie vergessen.

00:27:36: Die hatte ja blaue Augen und hat mich mit diesen großen blauen Augen angeguckt und hat nur noch den Kopf geschüttelt.

00:27:46: kriege ich ein Kloß im Hals, wenn ich das höre.

00:27:51: Also man spürt so'n bisschen raus auch, was ja auch da schon gesprochen hat.

00:27:55: zu fotografieren solltest du nicht?

00:27:56: Und auch das Thema ist ja.

00:27:58: also eins war wo man ...

00:28:00: weglaufen möchte.

00:28:01: Weglaufen möcht ihr, wechseln möchtet nicht weil... Weil man sagt kein Bock oder sowas, weil es schon eine emotionale Tragkraft hat.

00:28:10: Ja die Schmerz

00:28:11: ist unfassbar!

00:28:13: Insbesondere um Kindergebiete.

00:28:14: Wahnsinnig fetut.

00:28:15: Egal ob das sehr kleine Kinder sind oder ob das auch Kinder sind, die vielleicht schon auf der Welt waren und ein paar Jahre hinter sich hatten.

00:28:24: Also wenn es um Kinder geht dann ist es vielen Menschen nicht mehr einerlei.

00:28:31: Wie geht man mit so einem Schmerz um?

00:28:33: Also wie bist du mit so dem Schmerzen umgegangen?

00:28:36: Du hast einen Sohn gehabt ja, du hast gesehen wie's laufen kann.

00:28:39: Dann erlebst du Es kann ganz schnell vorbei sein Und diese Integration und diese plötzlich von jetzt auf gleich ist das Leben ein völlig anderes.

00:28:52: Ich erlebe das ab und an auch in meiner Praxis, dass ich den Frauen in die Augen gucke und merke, das ist eine andere Dimension.

00:29:01: Manche sagen scheitern auch daran... ...und manche finden einen Weg irgendwie dadurch.

00:29:09: Wie hast du den Weg da durchgefunden?

00:29:12: Also, ich hatte unter Geburt tatsächlich – ich glaube, ich habe das zu meinem Mann gesagt – wir kriegen nie wieder Kinder.

00:29:20: Nie wieder!

00:29:21: Also es war so unfassbar immens der Schmerz, der seelische aber auch der körperliche.

00:29:28: Ich hatte dann im Endeffekt zur Geburt.

00:29:29: Wir haben uns für eine Einleitung entschieden und jeder der bereits eingebleitet wurde weiß dass das schon immense Schmerzen sein können weil einfach chemisch eingeleitet ist was anderes als wenn der Körper das auf natürlichem Weg auf die Reihe kriegt.

00:29:45: Dann war's zu spät für PDA.

00:29:47: Der Jonathan war dann ein Stellar Ja, ich hab dann praktisch meinen Kind nur mit einer Spritze in den Hintern als Betäubung und mit Buskupan auf natürlichem Weg ohne PDA bekommen.

00:30:03: War natürlich am Geburtsumfang.

00:30:06: Intensität war schon super krass!

00:30:09: Und ich habe während der Presswähnen einen Stoß gebeten in den Himmel geschickt lieber Gott nämlich bitte mit.

00:30:15: Also so schlimm war das... Ich hab schon viele meinem Leben erlebt auch Den toten meiner Mutter, als ich zwanzig war.

00:30:23: Ich ... kenn mich einfach mit Trauer aus, mit Verlust und Schicksalsschlägen im Leben.

00:30:31: Ich hab da Routine!

00:30:32: Ja?

00:30:32: Ich kann das alles irgendwie.

00:30:36: Aber das war noch mal eine Schippe obendrauf.

00:30:40: Das war etwas, womit keiner gerechnet hatte und wo man ja auch keine Übungen mit hat.

00:30:47: Das ist nix, wo du sagen kannst, ah ja... Ich hab irgendwann Routine vielleicht und ich krieg das dann besser hin.

00:30:55: Also wenn ein Kind stirbt, es zerreißt dir dein Herz und zerreist dir auch jede Faser deines Körpers.

00:31:03: Das ist schon ganz immens schlimm her.

00:31:08: Und ja als Jonathan da war ... Das war schon auch sehr eindrücklich.

00:31:17: Natürlich war von uns beiden der Gedanke, vielleicht lebt er doch noch?

00:31:21: Also dieser Wunsch Wenn er denn da ist, vielleicht haben sie sich geträucht.

00:31:25: Vielleicht doch!

00:31:26: Aber das war natürlich Wahnsinn als er dabei war auch sehr schnell klar.

00:31:33: Da ist keine Versorgung mehr erlebt nicht mehr hat auch ganz blaue Lippen also auch Anzeichen des Todes.

00:31:39: man hat gesehen es ist ein totes Kind und den Umständen entsprechend dieses Krankenhauses haben wir alles so gut mitgenommen wie wir das mitnehmen konnten.

00:31:50: Es waren kleines familiäres Krankenhaus was es einerseits auch besser gemacht hat, als wenn man in so einem großen anonymen Krankenhaus ist.

00:32:01: Aber ich habe auch gemerkt... Die ganze Personal war völlig überfordert mit sich selber und den eigenen Gefühlen.

00:32:10: Uns wurde zum Beispiel dein Sternenkind die Organisation nicht genannt.

00:32:13: Es wurde kein Fotograf gerufen nach der Geburt und ich hab in meinem Schockzustand gar nicht so weit gedacht.

00:32:20: also da möchte ich jeden auch nur ermutigen Wenn so was eintritt, dass man direkt allumfassend an alles denkt um Erinnerungen schaffen zu können.

00:32:31: Weil diese Zeit mit dem Kind die ist einfach nur kurzzeitig da das ist leider etwas Organisches was sich an der Luft verändert und das hat man dann auch bei Jonathan gesehen.

00:32:41: wir haben zwei Tage also er wurde montags geboren und mittwochs haben wir erst die Fotos gemacht weil sich eine befreundete ... Nee das war ne Freundin von mir Der habe ich aber die Kamera in die Hand gedrückt und habe gesagt, bitte mach von uns diese Fotos.

00:32:55: Und netterweise hatte sich also als werde ich auch nie vergessen, hat er sich damals bereit erklärt es mit uns ins Krankenhaus.

00:33:01: sie war eine der wenigen die den Jonathan praktisch noch kennengelernt hat.

00:33:05: Sie hat dann von uns gemeinsame Fotos gemacht von Jonathan unserem großen, da haben wir jetzt noch kleinen und uns Eltern.

00:33:13: Ich hab dann ganz viele Einzelfotos noch gemacht und das sind schon ganz wichtige Dinge als Erinnerung, die wir hatten.

00:33:21: Aber das Krankenhaus hat dafür halt nicht Sorge getragen.

00:33:24: Genauso wenig wie es ... Das weiß ich heutzutage.

00:33:28: Könnt man ja die Wassermethode anwenden?

00:33:30: Ja denn Jonathan hätte man in einen Wasserbad legen können mit gekühltem Wasser dann hätte man das Kind mit aufs Zimmer nehmen können.

00:33:37: während wir auf dem Zimmer waren lag das Kind im Kühlschrank im Keller.

00:33:40: also dass Wir hatten keine Zeit groß mit unserem kind.

00:33:44: und Das ist schon was, was ich auch heute gerne weitergeben möchte.

00:33:49: Auch an medizinisches Personal, dass man da sich wirklich gut aufstellen darf um den Eltern einen allumfassenden Abschied zu ermöglichen.

00:33:58: Den man auch nie wieder haben kann.

00:34:00: ja also das eine Zeitspanne und wenn die vergangen ist dann ist die Vergangen Handabdrücke Fuß abdrückert es wird alles Sachen Haarsträhne abschneiden.

00:34:09: Wenn es soweit in der Schwangerschaft ist hat man diese Möglichkeiten Und das wäre schön, wenn das den Eltern ja zuteil oder angeboten würde.

00:34:19: Also ich spüre so ein bisschen raus.

00:34:21: also wenn wir jetzt das ganze Gespräch so angucken... Wir tun uns alle irgendwie ein bisschen schwer damit dieser Thematik zu begegnen.

00:34:31: Sowohl in der Phasen wo du gesagt hast okay, Fotografie, nee kannst du nicht vorstellen dass du das machen möchtest bis hin zu dem Thema Wenn man schwanger ist, nicht über dieses Thema nachdenkt und vielleicht doch gar nicht nachdenken möchte.

00:34:43: Und als man eigentlich weiß okay es is jetzt so dann trotzdem noch irgendwie versucht naja vielleicht wirds ja doch gut und das irgendwie ausblendet her und hab jetzt so das Gefühl dass die in der Situation gut getan hat zu sagen ich blick nich weg sondern

00:35:00: Ich stell mich den

00:35:01: ganz genau.

00:35:01: ich stelle mich dem krieg schon wieder ein großem halt zu sagen Es ist so und ich nehme Das ist mit, was ich habe.

00:35:12: Auch wenn es jetzt eine kurze Phase war sind trotzdem Erinnerungen da.

00:35:19: Wo du sagen würdest das hatte ich auch durch diese Zeit getragen zu sagen nicht zu verstecken nicht wegzuschieben sondern wie soll man sagen die Momente diesen Schmerz aber auch diese Erinnerung diese Momente zu erleben und zu zulassen?

00:35:32: War total wichtig.

00:35:33: also ich hab intuitiv auch mit meinem Handy Fotos gemacht, Videos aufgenommen.

00:35:39: Äh... Als dann auch später meine Schwiegereltern gekommen sind.

00:35:43: Ich hab das alles aufgenommen!

00:35:45: Ich habe das als Erinnerung mitgenommen und das sind meine heiligen Erinnerungsstücke.

00:35:49: Das sind meine Fotos die ich habe die paar mal kopiert auf dem Computer damit nichts schiefgehen kann, damit wenn ein Computer kaputt geht dass die noch auf der externen Festplatte sind oder auf der zweiten.

00:36:01: Das ist ganz ganz wichtig für mich und auch das zum zum realisieren.

00:36:06: Ja, ich hab das erlebt und ... Ich mein, dass weißt du als Therapeut auch, dass man in so einem Moment häufig dann einfach einen Schock verfällt?

00:36:16: Dass man möglicherweise auch dissoziiert, dass sich abschweilt nicht nur seinen Kopfabschwalt oder seine Gedanken sondern auch sein ganzen Körper, dass mal nichts mehr fühlen möchte wie in einer Klocke, dass die Ohren rauschen, typische Symptome, die man in diesem Schockzustand bekommt.

00:36:34: Und da sind auch für im Nachhinein, auch für eine gute Trauerarbeit solche Erinnerungssachen wirklich von essenzieller Wichtigkeit.

00:36:45: Zu dem Begriff Dissoziationen erkläre ich noch mal ganz kurz.

00:36:47: Dissozion ist ein, wie soll man sagen, ein Wegtreten aus dem... Ich sage jetzt mal bewusst sein das heißt der Kopf ist emotional so überfordert, dass er versucht einen Zustand zu erreichen der es aushaltbar macht.

00:37:02: Das heißt man kriegt vieles nicht mit, Reize kriegt man nicht mit weil das einfach so wuchtig ist.

00:37:10: Nicht auszuhalten.

00:37:15: Jetzt hast du beschrieben diese sich sagen sich dem hinzuwenden und zu sagen naja gut es ist wie es ist ja und ich nehme trotzdem diese Erinnerung mit um Wie soll man sagen, dieses Abruppte von jetzt auf gleich mitnehmen zu können und zu verarbeiten.

00:37:33: Das ist die eine Komponente gewesen, die du mitgenommen hast aber ... Du hast dir gedacht Mensch ich bin nicht der einzige Frau in der Welt, die fehlende Fehlgeburt hatte.

00:37:42: Also da

00:37:43: war es quasi die Todgeburt?

00:37:44: Die Todgeburte.

00:37:48: Sondern gibt's viele Frauen.

00:37:49: also das is ja eigentlich etwas was ein Großteil wenn der Frauen erlebt.

00:37:57: Und das habt ihr dann gedacht, ich glaub ... Ich möchte nicht dass die Frauen etwas Ähnliches erleben wie ich.

00:38:05: was ... Was hat sich daraus entwickelt?

00:38:08: aus diesem ... Ich sag jetzt mal aus diesem großen Schmerz und diesem großen Verlust?

00:38:11: Was hat dich bei dir daraus entwickelt?

00:38:14: Wir hatten ja trotzdem weiteren Kinderwunsch und wir hatten uns ja entschlossen noch weitere Versuche zu haben und ähm... Die endeten dann in frühen Fähgeburten.

00:38:25: Es war die erste Früh- und Viergeburt, war in der zehnten Schwangerschaftswoche mit einigen Zwillingen.

00:38:32: Und ich muss sagen, mein damaliger Frauenarzt hat nach dem Verlust von Jonathan auch schwer emotional dran zu knabbern gehabt.

00:38:42: Das hatte er auch offen zugegeben.

00:38:43: Das fand ich auch sehr sympathisch, dass man einfach über die Emotionen, die man hat, offen sprechen kann.

00:38:49: Deswegen hat mir der Prost Kassi auch so zugesagt... dass man mit dem Ganzen einfach so ins Gesicht schauen kann.

00:38:56: Dass man nicht wegguckt, sondern einfach, dass man ehrlich alles anschaut wie es ist.

00:39:00: und wir haben da Gott sei Dank sehr ehrlich geredet.

00:39:02: und als ich dann erneut schwanger war und als dann klar war oh das sieht auch nicht gut aus hatte er alles so getan was in seiner Macht stand mich dazu begleit nicht durft andauernd noch zur Untersuchung kommen.

00:39:14: nach zehn Wochen war dann halt klar da entwickelt sich jetzt kein Herzschlag mehr.

00:39:18: also am Anfang war wohl ein Herzschlack da aber nach zehn wochen war keiner mehr.

00:39:22: Und komischerweise habe ich durch Zufall diese Ärztin, die damals die Diagnose bei Jonathan gestellt hat.

00:39:27: Von ihr erst erfahren das es ein eigenes Zwillinge war.

00:39:32: Das hat mir meinen Frauenarzt gar nicht gesagt.

00:39:34: Ich weiß nicht ob er's nicht gesehen hat oder ... Naja!

00:39:38: Als ich dann auch als Zweibmeinung noch mal zu ihr ins Krankenhaus und weil ich einfach das Gefühl hatte, ich brauchte irgendeine Klarheit und die bekam ich per ihr.

00:39:47: Na ja, und dann bin ich nach Hause.

00:39:51: Es war für mich klar, ich werde diese zwei Kinder, diese Zwillinge auf natürlichem Weg selber gebären.

00:39:59: Ich muss aber sagen ... Ich hab keine Aufklärung erhalten, dass es auf natürlichen Weg überhaupt machbar ist.

00:40:04: Mein Frauin hat mir direkt die Überbeisungen für die Ausschreibung fertig gemacht und die andere Ärzte im Krankenhaus haben auch gesagt, ja dann machen wir jetzt den Termin für die Ausstrahlung und haben gesagt nee das machen wir nicht.

00:40:15: Ja wie?

00:40:16: Also sind beim Beide eher geschockt.

00:40:19: Ich hab den Jonathan auf natürlichen Weg ohne PDA bekommen, dann krieg ich das hier auch hin.

00:40:24: Also, ich war wirklich davon so überzeugt ... genauso wie ich damals überzeugt war, ich werd schwanger und kriege Kinder.

00:40:32: Und wie ich in dem Moment des Todes von Jonathan überzeugte, es ist jetzt vorbei.

00:40:36: Genauso war ich da auch überzeugt, das schaff' ich!

00:40:40: Und ähm... ich weiß nicht, was der Frau denn.

00:40:41: als er damals gesagt hat, ich gesagt, ja, glauben Sie nicht, dass das schaffe?

00:40:45: Dann sagte er Ja doch wenn ich sie wär dann Das war so gut.

00:40:50: Es waren

00:40:50: Komplimenten, ne?

00:40:51: Ja, das werde ich auch nie vergessen und das habe ich so mitgenommen.

00:40:55: Und es hat mich gepusht in dem Moment.

00:40:56: Dann hab ich gesagt, gut, das mach' ich!

00:40:59: Ich werd mir selber zeigen, dass ich das kann wenn alle drumherum sagen, das geht nicht, ich werd das hinkriegen.

00:41:05: So... Und das ist ja jetzt schon einige Jahre her.

00:41:10: Ich hab dann auch gesagt, dann fährst du im Krankenwagen ins Krankenhaus Und er sagte mir noch, ja, manche Frauen kommen mit einer Decke in der Hose.

00:41:19: Weil so viel blutet zu mir in die Praxis.

00:41:21: und also ich wurde schon ein bisschen in Angst und Schreck versetzt aber das war mir tatsächlich fast egal.

00:41:27: Also... Ich habe schon so ein bisschen gedacht, oh naja hoffentlich geht alles gut Aber es wird schon!

00:41:34: Also ich war guter Dinge und ich hab mir dann Zeit genommen um meine Kinder zu verabschieden.

00:41:41: Woher das kam, kann ich dir bis heute nicht sagen.

00:41:43: Ich hab das Gefühl gehabt, plötzlich muss ich meine Energie in meinen Unterruß fließen lassen und meine Kinder zu verabschieden.

00:41:49: Ich habe Energiearbeit gemacht auf der Couch gelegen, ich hab die Augen geschlossen, hab meine ganze ... geballte Mama-Energie genommen, meine ganze Liebe und hab die ja in meinem Bauch unter meine Hände fließenlassen und hab den Kindern in Gedanken gesagt ihr dürft jetzt gehen, ihr dürfte loslassen, ihr seid behütet, beschützt und es ist alles gut und ich werd euch auffangen.

00:42:11: Es fing an zu brodeln und ich wusste in dem Moment, jetzt geht die Geburt

00:42:14: los.

00:42:15: Ich hab Wehen bekommen und dann fing auch schon die Blutung an.

00:42:19: Ich bin ganz schnell ins Bad.

00:42:21: Das ging wirklich alles ruckzog.

00:42:22: Ich habe wehen bekommen ... Die kannte ich ja von den Schwangerschaften vorher.

00:42:28: Und hab dann unter Schock muss ich sagen eine vollständig gefüllte Fruchthölle in meine Hände geboren.

00:42:37: Hab die aufgefangen hab aber auch nur in die ganze Zeit, oh Gott.

00:42:44: Das war das Einzige was ich sagen konnte weil es schon ... Also ich war gar nicht vorbereitet.

00:42:51: mir hat niemand gesagt wie's aussehen wird dass ich weh'n haben werde Dass die Blutung so immens auf stark sein könnte diesen Umfang dieses Geburtsprozesses das hat mir keiner näher gebracht vorher und daher war dieser Schock schon auch umfangreich.

00:43:10: Also es ist ein Unterschied, wenn man einfach gut vorbereitet ist und ... Man weiß was kommt auf einen zu als wenn man so ganz zuckerte Wasser geschmissen wird.

00:43:18: Und dennoch kann ich sagen, ich hab das alles wirklich toll hingekriegt!

00:43:23: Ich habe dann ja dass die Kinder in einem Kästchen gelegt... Ich hab dann da das Bad angefangen zu putzen, als sich das Gefühl hat, das ist so ausgestanden.

00:43:33: Hab dann zwei Stunden im Bad verbracht bis alles so fertig war sag' ich jetzt mal, bis alles sauber war hab das Kästchen dann kühl gestellt und bin dann schlaf gegangen.

00:43:45: Mit dem Gedanken am nächsten Tag hoffentlich aufzubachen, nicht verblutet zu sein weil mir hat ja jeder sehr viel Angst vor den Verbluten gemacht.

00:43:54: Ja wir haben die Kinder am nächsten tag bei Jonathan im Krab beerdigt unerlaubterweise aber es war für mich klar sie müssen natürlich ihren Platz finden dürfen.

00:44:06: Und das ist meine erste Fehlgeburtserfahrung die mir gezeigt hat so was mein Körper in der Lage ist Und dass diese Angst macht von außen, wenn man sie zulässt einen am guten Geburtsprozess hindern kann.

00:44:19: Aber das wollte ich einfach nicht.

00:44:21: Ich wollte eine gute kleine Geburt erleben dürfen und das habe ich ja durfte ich.

00:44:28: Wenn ich mir das jetzt alles so zusammen in meinem Kopf anhöre was wir zu besprochen haben dann scheint es ja so als wenn wenn wir generell irgendwie ein Problem haben diese Sache anzusehen oder akzeptieren auszuhalten.

00:44:43: Wenn wir jetzt dich früher angucken mit der Fotografie, in der Todgeburt beim Jonathan zu sagen ja vielleicht ist doch na und das irgendwie nicht richtig zuzulassen?

00:44:54: Oder auch in den Ärzten Überweisung auszuschreiben zu sagen Wir lösen das Problem schnell um das nicht zu sehen.

00:45:03: und auf der anderen Seite sehe ich aber wie du jetzt in deiner Erfahrung immer mehr rein spürst.

00:45:09: Und sagst, ich halte es aus ja nicht im Sinne von Ich füge mir extra Schmerzen hinzu, sondern um diesen Cut der von hoher Emotionen auf sofort da ist nichts dann ein Vakuum entsteht zu sagen ne ich verarbeite das.

00:45:24: Ich nehme das mit und ich versuche damit irgendwie umzugehen, ich versuch mit den Erinnerungen umzugehnen und dann auch im nächsten Prozess zu sagen ich bin selbstbestmitten.

00:45:32: wenn eine Fehlgeburt geschieht nicht dann so sagen zack weg sondern Ich lasse es ausklingen.

00:45:39: Also quasi, sich auch ein Stück weit hinzuwenden zu dieser Thematik und zu sagen okay das gehört in mein Leben oder kann in das Leben einer Frau reingehören?

00:45:50: Und da ist ja was wo du jetzt gesagt hast.

00:45:53: im nächsten Schritt Okay diese Erfahrung die Du gemacht hast möchtest du nicht dass die jedes frau aufs neue wieder durchgeht lernt vielleicht wie du rauslernt aber auch vielleicht gar nicht rauslern.

00:46:03: das heißt du hast dich entschieden an deinen Erfahrungen anderen Frauen Anteil haben zu lassen.

00:46:10: Ja, ich habe mich damals als Dula zu ausbilden lassen muss allerdings sagen dass einen Dula ja nicht medizinisch arbeitet und kein medizinisches Wissen in der Regel hat.

00:46:21: durch diese Begleitungen in die ich dann reingerutscht bin hab ich mir umfängliches Wissen angeeignet auch über die verschiedenen Methoden die der Frau eigentlich zur Verfügung stehen ab der Diagnose sprich einmal die abwartende Methode, dass man einfach wartet bis der Körper selber bereit ist die kleine Geburt einzuleiten oder eben die Ausschabung.

00:46:41: Was bedeutet die Ausscharbung?

00:46:42: Was gibt es dafür Vor- und Nachteile finde ich aber ganz besonders wichtig zu wissen für die Frau oder das Intervenieren durch Medikamente.

00:46:50: meistens ist es to take was gegeben wird was auch im off label Modus gegeben wird weil es ja eigentlich ursprünglich ein Medikament für etwas anderes war Und überall das sollten die Frauen Bescheid wissen.

00:47:02: Das ist ganz wichtig, dass sie das dann auch einschätzen können und dass Sie für sich den persönlich wichtigen Weg finden können.

00:47:09: Und es geht halt eben nur wenn sie behütet und beschützt sind und Zeit bekommen.

00:47:15: Das is ganz wichtig nach der Diagnose nicht voreilig irgendeine Entscheidung zu treffen oder zu sagen jetzt geht schnell in den OP Dann ist es schnell durch.

00:47:23: Was du eben gesagt hast dieses Auslaufen lassen.

00:47:25: ich würde das tatsächlich eher als aktive Trauerarbeit beschreiben.

00:47:31: Ich bekleite jetzt seit acht Jahren ausschließlich Frauen über ihre Fehlgeburten, ab der Diagnose bis zur kleinen Geburt und die längste Bekleidung war tatsächlich elf Wochen muss aber sagen das ist untypisch.

00:47:44: da haben einfach die Begleitumstände nicht so gepasst und das Ganze nicht gut unterstützt.

00:47:50: also da Ja, da waren verschiedene Dinge die das ganze negativ beeinflusst haben.

00:47:56: In der Regel geht das wesentlich schneller und dennoch ja ist es eine gewisse Zeit in die Frauen diesen Zustand diesen Prozess dann erleben.

00:48:07: Und ich ermutige die frauen auch einfach dieses aktive erleben mit zu erleben durchleben und diesen Weg gemeinsam mit ihrem Kind zu gehen.

00:48:19: Das ist eine kleine Seele, die ankommen wollte, die nicht bleiben durfte.

00:48:22: ich sage immer das kleine Körperschen ist gestorben Die Seele ist aber noch da und die Frauen dürfen mit dieser kleinen Seele diesen Weg gehen.

00:48:30: Und für viele viele Ist es auch wichtig diesen Weg hinzudürfen und auch überhaupt Ja viele erhalten diese Informationen darüber leider gar nicht.

00:48:40: und ich bekomme auch oft Nachricht von Frauen Ja, eine Fehlgeburtstdiagnose hatten.

00:48:47: Keine Informationen bekommen haben sich ganz schnell ausschaben lassen und dann gesagt haben auch hätte ich das doch vorher gewusst?

00:48:55: Ich hatte gar keinen Abschied von meinem Kind und ich sehe ganz oft wie viel Wert es einfach hat diese Zeit... mit sich, mit dem eigenen Körper aktiv erleben zu dürfen.

00:49:06: Aktiv da durchzugehen?

00:49:08: Also ich höre da so ein bisschen raus auf der einen Seite einfach zu sagen das gehört zum Teil des Leben und nicht einfach schnell wegbischen sondern damit zu arbeiten irgendwie Erinnerung zu schaffen Das zuzulassen und auf der anderen Seite aber auch ... die Möglichkeit zu schaffen, dass Frauen selbstbestimmt sind.

00:49:26: Also sie aufgeklärt sind nicht im Sinne von es gibt nur eine Therapie ist die richtige sondern im Sinne vom... Was fühlt jetzt gerade die Frau?

00:49:34: Es gibt die und dir und die Optionen und dann zu sagen hey... Die Möglichkeiten hast du was fühlt sich für dich gut an?

00:49:40: ja?

00:49:41: Was fühlte ich für dich stimmig an?

00:49:43: ne?

00:49:43: Nicht in dem Sinne von das man ich sage mal überlebt... Sondern auch im Sinne wie geht damit um also... welche seelischen Verletzungen, nämlich mit einer... Wenn ich jetzt zum Beispiel mich nicht verabschiedet habe.

00:49:58: Ist das so was du sagen würdest?

00:50:02: Was auch die Intention war zu sagen, Du arbeitest viel in diesem Bereich, dass du genau das machen möchtest den Frauen geben möchtesst?

00:50:11: Genau mir ist es total wichtig, dass die Frauen wissen, dass sie nicht voreilig eine Entscheidung treffen müssen sondern sich Zeit nehmen können.

00:50:20: oftmals findet so ein bisschen Angstmache von außen statt, dass man schnell agieren muss.

00:50:24: Da möchte ich den Frauen erst mal wirklich ja den Mut auch dafür geben, das sie für sich einstehen dürfen und auch nein sagen dürfen, dass sie sich die Zeit nehmen können – das hat bestimmt unter anderem auch damit zu tun -, dass in der Medizin häufig auch die Zeit fehlt für solche Begleitungen.

00:50:43: Das ist leider ... wissen wir alle, dass das Gesundheitssystem dafür nicht so viel Platz und Zeit und Raum hat.

00:50:51: Und dennoch ist es total wichtig weil sein Kind zu verlieren ist schon schmerzhaft auf der einen Seite und wenn man da auch noch Druck erfährt oder Angst gemacht kriegt ja dann hat man die nächste Säule die einfach die man als Ballast mitnimmt.

00:51:06: Ja und die einfach auch finde ich persönlich diese ganze Bearbeitung.

00:51:10: ich sage lieber bearbeiten statt verarbeiten weil verarbeiten hört sich so nach Ich mach einen Haken drunter und es ist erledigt an.

00:51:18: Wenn man sein Kind verliert, dann ist das für eine Frau vielleicht auch für meinen Mann nicht erledigend.

00:51:24: So ein Leben lang nicht häufig.

00:51:27: Und ich denke einfach ... Man darf das erleben, man darf alles mitnehmen was da kommt oder die Gefühle dürfen da sein und haben ihren Platz verdient in alle Richtungen.

00:51:41: Es kann auch sein dass man zum Beispiel eine Frau dich bekleidet, die sagt Nach drei Wochen so, ich hab jetzt einen guten Abschied gehabt.

00:51:47: Ich habe Rituale durchlaufen und wir haben Energiearbeit gemacht.

00:51:50: Mein Kind alles mitgegeben energetisch.

00:51:52: Ja, ich fühl mich absolut fein damit!

00:51:55: Und jetzt darfst du die Ausschabung machen weil das jetzt... Jetzt darf es ein Ende haben.

00:51:59: Du möchtest nicht mehr warten.

00:51:59: Das ist auch völlig in Ordnung.

00:52:02: Es hat alle seinen Wert.

00:52:03: und dass die Selbstbestimmung für Frauen möchte ich an oberster Stelle wissen.

00:52:09: Weil dann ist auch, dass die Frauengegen mit einem ganz anderen Outcome daraus ... Ja?

00:52:13: Die gehen viel gestärkt heraus.

00:52:14: Viele Frauen, die ich auch begleitet hab sagen nach einer kleinen Geburt, Ich habe das geschafft!

00:52:21: Ja, ich hab das... ICH HABDAS GESCHAFT!

00:52:24: Wow!

00:52:25: Ja und dieses wow, ich bin so stolz auf mich.

00:52:28: Dann ist auf Trauer es da, sie ist auf der einen Seite da Und dennoch darf sich die Frau gut fühlen Sie darf gut daraus gehen.

00:52:36: Und das ist so wichtig weil Wenn auf der anderen Seite die Frau noch zusätzlich auch schlechte Erfahrungen vielleicht durch die Medizin macht und gebrochen daraus geht, hat ihr auf der einen Seite den Verlust.

00:52:47: Und auf der andern Seite ist sie noch zusätzlich gebrochene.

00:52:50: Und das ... Du weißt genau wie viel Bedarf dann an Psychologen ist, das alles aufzufangen?

00:52:59: Und wie sollen wir das alles hinkriegen?

00:53:01: Daher plädiere ich dafür, die Frauen vorher zu empowern.

00:53:05: Ihnen vorher die Kraft und das Wissen zu geben in die Selbstbestimmung zu gehen und das gut erleben zu dürfen.

00:53:10: Dass wir gar nicht dahin kommen müssen, dass wir danach die Frauen groß auffangen müssen.

00:53:16: Ja, ich spiel viel raus.

00:53:18: Das ist ein Selbstbestimmungsthema.

00:53:20: zu sagen okay man ist gut aufgeklärt, man kann selbst entscheiden was brauche ich jetzt?

00:53:24: Was tut mir gut und was tut mir nicht gut?

00:53:26: aber auch gleichzeitig nicht wegzusehen sozusagen.

00:53:28: es gibt einfach Herausforderungen im Leben es gibt manchmal auch schwere Kämpfe wie du das auch anfangs beschrieben hast und da hilft's nicht unbedingt wegzugucken und so sagen ja ne ignoriere ich mache weiter weil die lasst man in der Regel ja weiter trägt und ihr irgendwann dann durch somatische Beschwerden, durch psychische Beschwärten oder wie auch immer.

00:53:49: Sondern eher den Raum schon früher zu öffnen dafür zu sagen ja wir lassen den Raum für diese Dinge die passieren und versuchen offen und aufgeklärt einen Weg dahin durchzufinden so dass Frauen vielleicht sogar aus solchen Erfahrungen auch gestärkt rausgehen.

00:54:07: es gibt Erfahrungen die daran zerbrechen aber ich könnte mir gut vorstellen das solche Aufklärung, Begleitungen dabei helfen können dass solche schweren oder so ein schweres Zerbrechen daran nicht immer sein muss.

00:54:23: Also das will den Schmerz nicht schmälern die man durch solche Erfahrungen hat.

00:54:27: aber zu sagen also man kann daraus Ja, ich finde den Begriff Empower tatsächlich ganz schön.

00:54:33: Wenn man jetzt rückblickt wie dein Leben war und was daraus entstanden ist... ...und was dadurch auch für eine Power entstanden is'.

00:54:42: Wie du ins Leben trittst und für die Frauen auch eintrittst und sagst,... ...du möchtest sie begleiten oder dir möchtes ihnen die Kraft der Selbstbestimmung wiedergeben?

00:54:50: Das ist natürlich schon ne unheimliche Energie, die aus diesem Schmerz eigentlich entstandenis.

00:54:56: Ich bin auf meinen Kindern sehr dankbar!

00:54:58: Muss ich ganz ehrlich sagen also die gegangen

00:54:59: sind?!

00:55:00: Die gekommen sind natürlich auch.

00:55:02: Also das Buch, was ich... haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, weiß ich irgendwann geschrieben habe.

00:55:08: Das ist so das Erbe von Jonathan?

00:55:10: Ja, das kann ich genauso sagen und ich bete jetzt seit über vier Jahren eine Fortbildung für begleitenes Fachpersonal an diese Begleitung von Frauen.

00:55:19: Ich schreibe momentan mein zweites Buch über den frühen Verlust.

00:55:21: Das sind alles Ansätze die ich nur leisten kann weil ich meine frühen Viergeburten erlebt habe.

00:55:27: Das waren mittlerweile insgesamt dreizehn und jede Einzelne hat mich gebrochen, und gleichzeitig wachsen lassen.

00:55:38: Klingt so ein bisschen auch nach dem Plädoyer fürs Miteinander zu sagen hey Medizin warum nicht zusammen mit Hebammern, mit Dulas, mit Viergeburtsbegleitung?

00:55:47: Ja

00:55:47: wäre

00:55:47: schön!

00:55:48: Aber auch Mann mit Frau dass der Mann die Frau besser verstehen kann und umgekehrt ist man einfach gemeinsam hinsieht und aushält.

00:55:59: Und dadurch aber auch die Chance hat gestärkt, aus der ganzen Sache rauszugehen?

00:56:04: Ja ich glaube immer so dieses auch oft.

00:56:08: ja wer kann es besser gerade auch im begleitenden Bereich?

00:56:12: ja wer?

00:56:14: ja?

00:56:14: wer hat die bessere Lösung?

00:56:15: vielleicht braucht das auch einfach gerade im geburtshilflichen Bereich ein kleines Umdenken dass wir einander unterstützen können.

00:56:23: Es ist sowieso nicht leicht, ja?

00:56:24: Also viele wir sehen den Hebammenmangel hatten wir lange.

00:56:29: jetzt haben die Unterversorgung und beziehungsweise der neuen Hilfevertrag.

00:56:34: Hebammen haben es schwer, warum machen wir es noch schwerer?

00:56:37: Warum schließen wir Kreisäle?

00:56:38: Warum bauen wir das nicht aus?

00:56:39: Wir sind alle geboren worden!

00:56:41: Wir müssten eigentlich da ansetzen vom Grund auf verstehen dass Geburtengut ablaufen sollten.

00:56:49: Das wäre für uns alle so hilfreich, wenn Geburten gut ablaufen.

00:56:52: Selbstbestimmt dass Frauen bei sich beschützt behütet.

00:56:56: dadurch müssen und natürlich auch das bekleidende Personal gut aufgestellt ist, dass es selber umfangreiches Wissen hat.

00:57:05: Dass es keinen Druck bekommt ja nicht hier.

00:57:07: guck mal auf die Uhr da sitzt ihr nächste du musst die nächste begleiten aber ich bin hier doch dran.

00:57:13: Das ist Schade.

00:57:15: Und da brauche ich es auf jeden Fall in unserer Gesellschaft umdenken, dass wir langsam verstehen was Geburten ausmacht und dazu zähle ich natürlich auch die kleinen Geburten, die frühen Verluste weil das eben eine Geburt darstellt.

00:57:27: Da ist zwar ein Verlust dabei aber es ist auch ein Wochenbett.

00:57:30: Die Frauen haben Hormonchaos und sie brauchen hier viel Schutz und Unterstützung und eine Wertigkeit dieses Erlebens.

00:57:42: Ja, das ganze Prozess ist und natürlich sind die Männer da.

00:57:47: Mein Fokus liegt ja auf der Arbeit mit Frauen aber die Männer sind natürlich mit eingeschlossen.

00:57:54: Denn sie verlieren auch ihre Kinder!

00:57:57: Irgendwie ein schöner Schlusspunkt.

00:58:00: In den Forderungen dieses Miteinander nicht zu sagen, hast du Recht?

00:58:03: Habe ich recht und habe die Argumente dafür und ich habe dafür, sondern einfach zu sein.

00:58:07: Okay genau hier ist ein Thema was kann ich dazu beitragen?

00:58:11: Was kannst du dazu beittragen?

00:58:13: können wir das vielleicht gemeinsam so machen dass man durch jetzt in diesem Fall solche Krisen besser durchgeht?

00:58:20: Ich bin echt super dankbar, dass du da warst.

00:58:22: Hat mir wirklich viel Freude gemacht.

00:58:23: Das hat mich manchmal nah an den Tränen bei dir genauso weiß.

00:58:27: einfach ein Thema ist was uns wirklich beschäftigt.

00:58:30: ja und wir haben gemerkt was manchmal schon schwerfällt auch hinzusehen aber glaube ich sehr heissam kein sein kann.

00:58:37: vielen vielen herzlichen Dank das du den langen Weg auf dich genommen hast.

00:58:41: es war super cool super schön und ich bin dir echt dankbar dass du

00:58:46: dabei warst Dass du den Mut und diese Emotionen besitzt, das den Raum dafür zu halten.

00:58:53: Und mit auszuhalten.

00:58:56: Ich hoffe für die Gesellschaft, dass wir vielleicht ein bisschen so dein Anreiz dafür geben, dass das ein bisschen mehr und intensiver auch gelebt werden darf.

00:59:06: Danke schön!

00:59:07: Sehr gerne.

00:59:10: Schön, dass du dabei warst bei dieser Folge.

00:59:13: Wenn sie dich irgendwie berührt hat oder bewegt hat dann ... würde ich mich freuen, wenn du sie vielleicht jemandem weiterleitest oder weitergibst.

00:59:21: Wo das Gefühl hat, es könnte mir echt gut kürmen diese Folge zu hören.

00:59:26: Ansonsten wünsche ich mir dass du einfach ein paar Gedanken mit in den Alltag nimmst und alles Gute dir!

00:59:35: Und bis zur nächsten Folge von Sprechstern mit dem Leben.

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